Nachwuchs bei den Schwarzen Bergschafen

Im September hat sich Nachwuchs bei unseren Schwarzen Bergschafen eingestellt

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Eichhörnchen-Workshop der NAJU-Köllertal am 24. September 2022

Am Samstag, 24.09.2022 traf sich die Naturschutzjugend des Köllertals, um mehr über unser heimisches Hörnchen zu erfahren

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Naturschutzprojekt in Püttlingen ausgezeichnet

Jubel bei der NABU-Ortsgruppe Köllertal, denn sie gehört zu den diesjährigen Gewinnern des Wettbewerbs „Unsere Heimat und Natur“ 

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Zum Tode von Dr. Hans-Friedrich Willimzik

Liebe Freunde des NABU-köllertal,

   wir müssen Abschied nehmen von einem großartigen und großzügigen Mitglied unserer NABU-Ortsgruppe: Am Sonntag, 26. Juni 2022 verstarb Dr. Hans-Friedrich Willimzik völlig überraschend.  Er gehörte zu unseren Gründungsmitgliedern in 2014 und entwickelte alsbald die Vision eines „naturnahen Köllertals“, in dem viele vom Aussterben bedrohte Haustierrassen gehalten werden. Er machte auch gleich den Anfang und brachte 2015 vom Archepark „Warder“ in Schleswig-Holstein 3 weibliche Steppenrinder mit. Die Idee, in Püttlingen eine Wildvogelauffangstation einzurichten , unterstützte er mit großem Engagement, zumal er inzwischen ehrenamtlich das Amt des saarländischen Tierschutzbeauftragten übernommen hatte. Viele seiner Ideen wurden beim Umbau der ehemaligen Stadtgärtnerei verwirklicht, mit einer großzügigen Spende wollte er jetzt noch den Bau einer Flughalle für Greifvögel ermöglichen, leider wird er die Vollendung nicht mehr mitfeiern können. Auch bei den Beweidungsprojekten war er für uns ein wichtiger Ratgeber und Förderer.

Die Idee des „naturnahen Köllertals“ stellte er in den Stadträten von Püttlingen und Völklingen sowie den Gemeinderäten von Riegelsberg und Heusweiler vor. Püttlingen, Riegelsberg und Heusweiler gründeten dann tatsächlich den Zweckverband „Naturnahes Köllertal“. Jahrelang wurde um die Zusammensetzung des Zweckverbandes und des begleitenden Beirates gestritten. Bevor er dann erstmals tagen konnte, wurde er bereits wieder aufgelöst, für Hans-Friedrich eine große Enttäuschung. Wir bedauern es sehr, dass seine Bemühungen und Visionen von der Politik nicht aufgegriffen wurden, wollen trotzdem in seinem Sinne weiterarbeiten.

Wir trauern  mit seiner Familie und bedanken uns für viele Stunden ehrenamtliches Engagement und großzügige finanzielle Unterstützung, denn die Familie hat beschlossen:

"Anstelle von Kränzen und Blumen bitten wir um eine Spende für den NABU OG Köllertal e.V.
IBAN DE94 5905 0101 0067 0696 58

Verwendungszweck „Willimzik“. Diese kommen den ihm am Herzen liegenden Beweidungsprojekten und der Wildvogelauffangstation zu Gute."

Quartiere für die "Schönen der Nacht"

Ende April lud der NABU Köllertal zu einem Fledermaus-Workshop ein. Leider musste das Image der Fledermäuse in letzter Zeit aufgrund der Pandemie zu Unrecht leiden. Seit mehr als 50 Millionen Jahren bevölkern die fliegenden Säugetiere die Erde.  Fledermäuse sehen sozusagen mit ihren Ohren mithilfe von Echoortung und fliegen mit ihren Händen. Aufgrund der Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft und dem Einsatz von Pestiziden schrumpft ihre Nahrungsgrundlage, denn unsere heimischen Flugakrobaten sie sind reine Insektenfresser. Doch nicht nur das, sie leiden außerdem unter akuter Wohnungsnot.  Viele Fledermäuse, die ursprünglich Höhlen oder Bäume bewohnten, sind heute häufig an Gebäuden anzutreffen. Aber auch hier werden die Gebäude zunehmend energetisch saniert, alte Gebäude wie Scheunen abgerissen und geeignete Fledermausquartiere gehen verloren.
Deshalb klärte der NABU Köllertal im Workshop auf, was jeder Einzelne tun kann, um die Fledermauspopulationen zu schützen. Dazu gehört zum einen der Erhalt bestehender Quartiere oder das Anbringen von geeigneten Fledermauskästen. Gerade im Saarland sind z.B. noch die Hufeisennase oder die Mopsfledermaus, die beide auf der roten Liste stehen und stark gefährdet sind, anzutreffen. Außerdem lockt ein Garten mit Blumen, wie z.B. nachtblühende, nektarreiche und duftende Blütenpflanzen wie die Abendlevkoje, Gewürzpflanzen wie Salbei und Zitronenmelisse oder heimische Gehölze wie Holunder viele Insekten an, die den Fledermäusen als Nahrungsquelle dienen.

Der Nabu zeichnet außerdem jedes Jahr fledermausfreundliche Häuser aus. Viele naturschutzinteressierte Kinder und Erwachsene bauten am Samstag insgesamt 12 Fledermauskästen, die jetzt an Gebäuden oder Bäumen angebracht werden können, damit die Schönen der Nacht ein Dach unter dem Kopf haben.

Auf der Suche nach dem Feldhamster im Köllertal

Von Oktober bis März halten die wildlebenden Feldhamster ihren Winterschlaf. Alle fünf bis 14 Tage wachen sie auf, um Nahrung zu sich zu nehmen. Deshalb ist es für Feldhamster so wichtig, über den Herbst ausreichend Vorräte zu „hamstern“. Das heißt, schon bald könnte man die flauschigen Fellträger in Getreideäckern beobachten, wenn sie sich nach ihrem Winterschlaf aus dem Boden freibuddeln, aktiv werden und ab Mai auf Partnersuche gehen. Leider aktuell nur theoretisch im Saarland.
Der Feldhamster hat gewisse Ansprüche an seinen Lebensraum. Er lebt in struktur- und artenreichen Ackerlandschaften. Er benötigt Böden mit ausreichenden Lehm- und Lössauflagerungen damit er tiefe, verzweigte Erdbauten anlegen kann, die im Winter ca. 120 cm tief sind. Durch sein rostbraunes Rückenfall ist er auf dem Erdboden sehr gut getarnt, die Bauchseite ist schwarz, sein Gesicht und die Bäckchen sind cremefarben. Bis zu zehn Prozent ihres Körpergewichtes können sie in ihren dehnbaren Backentaschen tragen. Er besitzt kräftige, kurze Gliedmaßen und Krallen zum Graben.

Der Feldhamster steht er auf der roten Liste und ist mittlerweile in seinem gesamten Verbreitungsgebiet vom Aussterben bedroht. Deshalb gilt er in der EU als streng geschützte Art. In einem Ergebnisbericht von 2012 (Hellwig & Flottmann, 2012) ergaben sich keine Hinweise mehr auf ein Vorkommen von Feldhamstern im Saarland. Die Art gilt hier mittlerweile als verschollen. Die größte Bedrohung für den Feldhamster ist heutzutage die Intensivierung der Landwirtschaft und die immer effektivere Getreideernte, wodurch der Hamster unter Nahrungsmangel leidet.
Um herauszufinden, ob bei uns im Saarland doch noch Populationen dieses flauschigen Säugetieres existieren, möchten wir möglichen Hinweisen von Mitbürger*innen nachgehen.

 

Merkmale für das Vorkommen eines Feldhamsters sind senkrechte Fallröhren oder Schlupfröhren mit frischem Erdauswurf, die entstehen, wenn sie sich im Frühjahr aus der Erde graben. Sie fressen rings herum um das Loch die Vegetation ab, sodass typische Fraßkreise entstehen. Der Durchmesser des Loches beträgt mindestens 6 cm, siehe Fotos.

Unsere Nachbarn in der Pfalz sind z.B. bereits Teil eines umfassenden Feldhamsterprojekt („Feldhamsterland“), bei dem eng mit den Landwirt*innen zusammengearbeitet wird, um die Population zu schützen. So helfen z.B. Schutzmaßnahmen wie Luzerne- oder Blühstreifen direkt auf dem Acker. Manche Landwirt*innen lassen auf ihrem Acker einen Teil des Getreides stehen, damit sie sich dort hineinziehen können. Sinnvoll ist es auch, Stoppeläcker erst spät zu bearbeiten. Darüber hinaus profitieren auch viele andere Tiere von diesen Maßnahmen.

Kontakt Feldhamster: Dr. Michaela Neudeck - NABU Köllertal, neudeck787gmail.com oder nabu-koellertalgmx.de

Hängen Ihre Nistkästen schon?

Bald beginnt die Brutzeit. Warten Sie nicht zu lange mit dem Anbringen, denn die Gartenvögel erkunden jetzt schon die Umgebung nach geeigneten Nistmöglichkeiten.

Nistkästen in vielfältiger Form gibt es im NABU-Treff, Marktstr. 21 in Püttlingen, der mittwochs und samstags, jeweils von 10 Uhr bis 12 Uhr geöffnet ist.

Angebote im NABU-Treff

In unserem NABU-Treff gibt es immer etwas Interessantes zu finden. Informationen über unser aktuelles Angebot finden Sie hier.

Vogelfutter und Futterhäuschen

Das Füttern von Vögeln zur Winterzeit hat nicht nur in Deutschland eine lange Tradition. Es ist bei vielen Vogelfreund*innen beliebt und von Beginn an auch im Naturschutzbund (NABU, früher Deutscher Bund für Vogelschutz, DBV) verankert. An Futterstellen lassen sich die Tiere aus nächster Nähe beobachten. So ist das Füttern nicht nur ein Naturerlebnis, sondern vermittelt zudem Artenkenntnis. Das gilt besonders für Kinder und Jugendliche, die immer weniger Gelegenheit zu eigenen Beobachtungen und Erlebnissen in der Natur haben.
Welches Futter eignet sich am besten? Als Basisfutter, das im Zweifel von fast allen Arten gefressen wird, eignen sich Sonnenblumenkerne. Bei ungeschälten Kernen fällt zwar mehr Abfall an, dafür verweilen die Vögel aber länger an Ihrer Futterstelle. Freiland-Futtermischungen enthalten zusätzlich andere Samen unterschiedlicher Größe, die von unterschiedlichen Arten bevorzugt werden.
Die häufigsten Körnerfresser an Ihrer Futterstelle sind Meisen, Finken und Sperlinge. Bei uns überwintern daneben auch Weichfutterfresser wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Amseln, Wacholderdrosseln oder Zaunkönig. Für sie kann man Rosinen, Obst, Haferflocken und Kleie anbieten.
Vogelfutter und Futterhäuschen gibt es in großer Auswahl im NABU-Treff in Püttlingen, Marktstr. 21, der mittwochs und samstags von 10 Uhr bis 12 Uhr geöffnet hat.

NABU-Treff: Bücherschrank eingerichtet

Im NABU-Treff (Püttlingen, Marktstr. 21) haben wir einen Bücherschrank eingerichtet. Weitere Informationen können Sie hier nachlesen.

Gemeinsame Stellungnahme von BUND RG Köllertal und NABU Köllertal zur Änderung des Flächennutzungsplans im Gebiet Breitwies

Die Naturschutzgruppen BUND RG Köllertal und NABU OG Köllertal haben gemeinsam mit Naturschutz treibenden Vereinen und Einzelpersonen eine Stellungnahme zur Änderung des Flächennutzungsplans in der Breitwies an den Regionalverband Saarbrücken gerichtet. Die Stellungnahme können Sie hier herunterladen.

Gründung der Bürgerinitiative gegen die geplante Flächenversiegelung

In der Saarbrücker Zeitung erschien am 20. September 2021 ein Bericht über die Gründung der Bürginitiative gegen die geplante Flächenversiegelung. Den Artikel können Sie hier nachlesen.

Schluss mit Versiegelungsorgie im Köllertal

Artikel in der SZ zum Ortstermin auf dem Gelände des geplanten Gewerbegebiets

Auf dem Wiesengelände, das für das geplante Gewerbegebiet vorgesehen ist, trafen sich Naturschutzvereine und Bürger, um ihre Ablehnung zu den Planungen deutlich zu machen. Die Saarbrücker Zeitung berichtete in ihrer Ausgabe vom 26. August 2021 über das Treffen. Den Artikel können Sie hier nachlesen.

Naturschutzverbände lehnen weitere Gewerbe- und Neubaugebiete ab 

  • Der Weltklimarat warnt aktuell vor einem „zunehmend dramatischen Temperaturanstieg mit immer häufigeren Wetterextremen“ (SZ vom 10.8.2021). Im Fernsehen können wir täglich Bilder von neuen Hitzerekorden und Waldbränden in Südeuropa sowie von Jahrhundert-Hochwässern in Westeuropa sehen.
  • Dennoch sollen im Köllertal weitere Flächen versiegelt und damit auch der Temperaturanstieg und die Hochwassergefahr gefördert werden.

Durchgeführt wird bereits das Neubaugebiet am ehemaligen Freibad Heusweiler, geplant sind zudem:

  • die Erweiterung von Gewerbegebieten in Eiweiler und Dilsburg
  • ein Neubaugebiet auf der Hahnenwies in Riegelsberg
  • ein Gewerbegebiet zwischen Leichtathletikstadion Breitwies und Sprengerstaße in Köllerbach
  • weiteres Neubaugebiet in Püttlingen, Standort noch nicht festgelegt

Die NABU-Ortsgruppen Köllertal und Riegelsberg sowie der BUND Köllertal fordern deshalb in Zusammenarbeit mit weiteren naturschutztreibenden Vereinen:

  • die Planung weiterer Flächenversiegelungen sofort stoppen
  • den galoppierenden Flächenverbrauch beenden und Landschaft und Böden erhalten
  • Grün- und Waldflächen als CO2-und Wasserspeicher sowie als Lebensraum vieler geschützter Tiere und Pflanzen unbedingt erhalten
  • Starkregenschutz verbessern

Alle geplanten Flächenversiegelungen entwässern über den Hauptsammler Köllerbach, der mit seinen Nebenbächen in der Vergangenheit schon häufig über die Ufer trat und große Schäden verursachte. Weitere Versiegelungen führen auch im Köllertal zu neuen Hitze- und Hochwasserrekorden. Bei prognostiziertem Bevölkerungsrückgang sind die Planung weiterer Neubau- und Gewerbegebiete im dicht besiedelten Köllertal die völlig falsche Entscheidung.

Wie in Riegelsberg und Heusweiler ist auch in Püttlingen die Gründung einer Bürgerinitiative geplant, Interessenten treffen sich am Mittwoch, 15. September 2021 um 18.30 Uhr im NABU-Treff Püttlingen, Marktstr. 21

 

Bebauungsplan Gewerbegebiet „In der Breitwies / Sprenger Straße

Gemeinsame Stellungnahme von BUND RG Köllertal und NABU Köllertal

Begründung und Projektbeschreibung zur Ausweisung des geplanten Gewerbegebietes umfassen zwar eine aufwändige Analyse und bemühen sich um Vorschläge zu ökologischen Reparatur- /Ausgleichs- Maßnahmen, berücksichtigen aber nicht alle notwendigen und relevanten Faktoren in Zeiten des Klimawandels, des Verlustes an Biodiversität in Flora und Fauna sowie der Sicherung menschlicher Lebensgrundlagen.

Begrenzte Ressource Boden
Trotz des Refina-Projektes (Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und nachhaltiges Flächenmanagement) in den Jahren 2006 bis 2012 und des Pilotprojektes Flächenkonstanz Saar mit dem Anspruch einer „Flächeninanspruchnahme von Null“ im Saarland bis 2020, ergaben sich bisher daraus keine ersichtlichen Konsequenzen. Weiterhin werden wertvolle Freiflächen für Wohnbebauung und gewerbliche Flächen, nicht nur im Köllertal wie selbstverständlich und notgedrungen in Anspruch genommen. Die Ressource Fläche Boden ist ein endliches, wertvolles Gut, vor allem wenn es sich um landwirtschaftlich nutzbare Fläche handelt, das gilt besonders für wertvolle Grünlandflächen.

Grünland: Artenschutz und Biodiversität
Gerade der wertvollste Teil der Wiesenflächen der Breitwies mit guter ökologischer Wertigkeit und vergleichsweise artenreicher Flora (siehe 2.1 Bestandsaufnahme Seite 5 und Anhang 2 Erf. Einheit 2.2.14.2 der Umweltprüfung) steht im Zentrum der Bebauungsabsicht. Es ist uneinsichtig, dass Landwirte ökologisch wertvolles Grünland nicht in Ackerland umwandeln dürfen, aber eine Bebauung als alternativlos gilt. Blühwiesen stellen einen zentralen Faktor zum Erhalt von Insektenpopulationen dar, die in den letzten Jahrzehnten einen Rückgang bis zu 70/80% zu verzeichnen haben (Vgl. z.B. die Krefeldstudie aus 2013). Dies betrifft nicht nur die in der Umweltprüfung genannten Schmetterlinge, sondern auch Wildbienen. In der Breitwies finden sich Wiesenpflanzen (s. Anhang 2 der Umweltprüfung) die für hochspezialisierte oligolektische, im Boden nistende Wildbienen populationserhaltend notwendig sind. Zum Beispiel (nach Paul Westrich „Die Wildbienen Deutschlands“ S. 386 -397): Campanula patula für Andrena curvungula, A. Rufizona und Osmia mitis; Convolvulus arvensis für Systropha curvicornis und S. Planidens; Lathyrus pratensis für Andrena lathyri; Ranunculus acris für Chelostoma florisomne; Veronica chamaedrys für Andrena viridescens. Garnicht zu sprechen von den anderen, für polylektische Wildbienen als Pollen- und Nektarquellen bedeutsamen Wiesenpflanzen. Wildbienenschutz erschöpft sich nicht temporär und medienwirksam Blühwiesen zu säen, sondern im Erhalt der gewachsenen natürlichen Strukturen. Nur das ist nachhaltig.
Lt. Umweltbundesamt erfüllt Grünland über die landwirtschaftliche Produktion hinaus vielfältige Funktion mit großer Bedeutung für den Artenschutz und die Biodiversität. Schutz vor Austrocknung, Erosion, und Wasserspeicherkapazität. Gerade in Zeiten des Klimawandels mit Dürreperioden und Starkregenereignissen erweist sich der Wert von Grünland. Wegen des Klimawandels sind zunehmend Dürresommer zu erwarten, die bei mangelndem Grünlandflächen schnell zur Futterknappheit führen.
Lt. UBA (Gefährdung des Grünlands) hat sich zwar im Saarland die Grünlandfläche von 2019 auf 2020 um 27 ha wieder vergrößert, ihr Rückgang beträgt aber von 2003 bis 2020 2049ha. U.a. versucht die EU-Agrarreform seit 2013 dem Abnahmetrend durch Grünlandumbruchverbot entgegenzuwirken und Grünland zu erhalten, eine Umwandlung in Siedlungs- oder Gewerbefläche kann sie jedoch nicht verhindern, da lediglich der Anteil zur Ackerfläche sich nicht signifikant negativ verändern darf.

Die BUND-Regionalgruppe Köllertal und der NABU Köllertal sowie viele naturschutztreibende Vereine sprechen sich für den Erhalt von Grünlandflächen und damit gegen die weitere Zersiedlung der Landschaft sowie der Zerschneidung zusammenhängender Grünlandflächen im Köllertal aus.

Faktor Ernährungssicherheit
Der Landwirtschaftssektor zählt zum primären Wirtschaftssektor und stellt die Befriedigung eines lebensnotwendigen Grundbedürfnisses, nämlich die Nahrungsmittelproduktion sicher. Durchschnittlich benötigt jeder Einwohner in Deutschland rund 2100 m² Acker- und Grünlandfläche, damit er mit Nahrungsmitteln versorgt werden kann, bei konventioneller Produktion, also unter Einsatz von Pestiziden. Bei ökologischer Produktionsweise steigt diese Bodenfläche auf mindestens 2600 m² an. Mögliche niedrigere Ernteerträge aufgrund des Klimawandels sind dabei noch nicht berücksichtigt. Aktuell liegt der Anteil der Verkehrs- und Siedlungsfläche im Saarland bei über 20%. Die Landwirtschaftsfläche beträgt rd. 1103 km², womit jeder Einwohner*in pro Jahr eine Fläche von 1118 m² zur Nahrungsmittelproduktion zur Verfügung stehen. Eine für die Energie- und Agrarwende sowie Klimaschutz dringend notwendige regionale und ökologische Nahrungsmittelproduktion ist damit nicht mehr möglich und wird durch weitere Vernichtung von landwirtschaftlicher Fläche weiter der Bevölkerung verwehrt. In Zeiten des Klimawandels können wir uns auch nicht mehr darauf verlassen, dass unsere Ernährung durch südliche Länder weiter gesichert werden kann. Die Corona-Krise hat aktuell beispielsweise der Industrie gezeigt, wie verletzlich eine zu große globale Abhängigkeit ist. Die Regionalgruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz sowie der NABU Köllertal sprechen sich daher gegen eine weitere Vernichtung von Landwirtschaftsfläche aus.

Fazit
Im Bebauungsplanentwurf wird mehrmals darauf zurückgegriffen, dass bereits ein Bebauungsplan für eine Reithalle mit sportlicher Nutzung im Außenbereich besteht und der Flächennutzungsplan des Regionalverbandes die Breitwies als Sondergebiet Reitsportanlage sowie landwirtschaftliche Fläche ausweist. Die Bebauungspläne stammen aus den Jahren 1993 und 2003. Inzwischen 18/28 Jahren hat sich zumindest verbal das Umweltbewusstsein geändert. Die Stadt Püttlingen kann nun zeigen, dass dies auch praktisch so ist.
Der BUND und der NABU im Köllertal sowie viele naturschutztreibende Vereine sind auf Basis der genannten Gründe gegen die Ausweisung/Bau des genannten Gewerbegebiets. Der bestehende Bebauungsplan sollte aufgelöst und das Gebiet im Flächennutzungsplan zur Vorrangfläche für Landwirtschaft umgewidmet werden. Püttlingen wird so zwar nicht die Welt retten, aber jeder muss sein kleines Scherflein zur Erhaltung unserer Lebensgrundlagen beitragen. Daran führt kein einfacher Weg vorbei.
Da es bei der Bebauung der Breitwies um die Ansiedlung von Kleingewerbe handeln soll, sehen wir die einzig zukunftsfähige Handlungsweise darin, Freiflächen bzw. Immobilienleerstände in Mischgebieten so weit wie möglich zu nutzen.

Wir suchen Paten für ...

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Ungarische Steppenrinder

Brillenschafe

Platz für (Wild)-Bienen, Schmetterlinge und Co

Neben Magerrasen und Feuchtwiesen zählen auch Ackerstandorte zu den artenreichsten Wildbienen-Standorten. Dort leben sie vor allem in den Ackerrandstreifen und Brachflächen.

Diese sind allerdings in den letzten Jahrzehnten durch die Intensivierung der Landwirtschaft stark zurückgegangen. Deshalb hat der NABU Köllertal  jetzt eine 40 Ar große ehemalige Ackerfläche in Püttlingen und eine 60 Ar große ehemalige Ackerfläche in Riegelsberg zu einer Blühfläche umgestaltet. Von Biolandwirt Valentin Puhl wurden die Flächen mit Pflug und Egge zunächst umgebrochen und am Wochenende brachten jetzt fleißige Insektenschützer die Tübinger Saatmischung aus, die dafür sorgen soll, dass bis in den November blühende Pflanzen Wildbienen, Hummeln und Schmetterlingen Nahrung anbieten. Unterstützt wurde der NABU dabei von Schüler/innen der Grundschule Pflugscheid, die die Samen mit Sand mischten und auf der Fläche entlang der Wolfskaulstraße ausbrachten. Anschließend wurden beide Flächen gewalzt und nun warten alle Insektenschützer auf Regen, damit die Saat auch keimt und zum Blühen kommt. Finanziert wurde das Projekt vom Insektenschutzfonds des NABU-Bundesverbandes. 

Um diesen Fonds zu unterstützen, wird im NABU-Treff in der Marktstr. 21 eine Sammelstelle für ausgediente Handys eingerichtet. Bei der Aktion „Handys für Hummel, Biene und CO“ werden die Althandys wieder funktionsfähig gemacht oder recycelt, da 80 Prozent der Bestandteile eines Handys wertvolle Rohstoffe enthalten, die wiederverwertet werden können. Dieses Geld fließt in den NABU Insektenschutzfonds. Der NABU-Treff ist mittwochs und samstags jeweils von 10 Uhr bis 12 Uhr geöffnet.

Wir freuen uns über weitere Flächen, die wir im kommenden Jahr zum Blühen bringen wollen.

Meldungen bitte an nabu-koellertal@gmx.de

Hausbesetzung

Eigentlich wollte der NABU Köllertal den Waldkauz fördern, der sich neu im Köllertal angesiedelt hat. Für ihn wurde eine spezielle Nisthilfe in der Köllertalaue nahe des Trimm-Treffs aufgehängt, um ihn hier langfristig anzusiedeln. Groß war die Überraschung, als in diesen Tagen der Nistkasten kontrolliert wurde und vier junge Eichhörnchen sich im und auf dem Kasten zeigten. Der Waldkauz ist wohl auch fündig geworden, denn in der morgen- und abendlichen Dämmerung sind seine Balzrufe deutlich zu hören. Inzwischen ist auch das „kiwitt“ eines Kauzweibchens zu hören, das früher als „Komm-mit“ interpretiert wurde und ihm den unverdienten Namen „Totenvogel“ einbrachte. 

NABU-Mitglieder produzieren für NABU-Mitglieder

Honig, Marmelade, Liköre, Eier, Nistkästen, Fütterhäuser, Insektenhotels... Viele Produkte aus der Region bieten wir in unserem NABU-Treff in der Martkstr. 21, 66346 Püttlingen, an. Geöffnet ist unsere Geschäftsstelle mitwwochs und samstags von 10 bis 12 Uhr. Schauen Sie mal rein ...

Wir sammeln weiterhin ausgediente Handys

Für unser Projekt zum Insektenschutz sammeln wir augediente Handys. Mit dem Erlös der daraus gewonnenen Rohstoffe finanzieren wir unser Projekt.

Wir sammeln Kork und Flaschenkork

die Geschäftsstelle des NABU Köllertal, der NABU-Treff in der Püttlinger Marktstr. 21, ist jetzt Sammelstelle für Flaschenkorken. Die gesammelten Flaschenkorken werden zu ökologisch wertvollem Dämmgranulat verarbeitet und der Erlös wird für den Kranichschutz in Deutschland eingesetzt