Fledermausquartier langfristig gesichert

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Erster Schwalbenturm im Köllertal

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Zweite Runde beim Insektenzählen vom 31. Juli bis 9. August

Beobachten und zählen kann jeder und das fast überall: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet soll nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Gezählt wird eine Stunde lang. Gemeldet werden die Beobachtungen online unter www.insektensommer.de oder mit der kostenlosen App NABU Insektenwelt.
Nicht nur die Marienkäfer ­– jeder gesichtete Sechsbeiner soll dem NABU gemeldet werden. Auf einige in Deutschland häufig vorkommende Arten soll dabei jetzt im Frühsommer aber besonders geachtet werden: außer den Marienkäfern sind das Steinhummel, Florfliege, Hainschwebfliege, Tagpfauenauge, Lederwanze, Blutzikade und Admiral. Wer diese Tiere nicht kennt, kann sie ganz einfach mit dem NABU-Insektentrainer (www.insektentrainer.de) unterscheiden lernen. Das Lernprogramm wird von der Firma Neudorff unterstützt. Und wenn man sich bei der Art nicht sicher ist, kann man auch einfach die Gruppe von Insekten angeben,  zum Beispiel Schmetterling oder Käfer. 
Der NABU engagiert sich seit Jahren für den Schutz der Insekten. Sie sind unverzichtbar für uns Menschen und die gesamte Natur. In unseren Ökosystemen tragen sie zur Vermehrung von Pflanzen sowie zur Fruchtbarkeit des Bodens bei. Studien zeigen, dass die Insekten in Deutschland deutlich zurückgehen. Intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden und die Ausräumung der Landschaft sind nur einige Gründe für den Insektenschwund.
Zählhilfen gibt es im NABU-Treff in Püttlingen, Marktstr. 21, der mittwochs und samstags von 10 Uhr bis 12 Uhr geöffnet ist.

Schottergärten vermeiden

„Gärten mit Schotterflächen sind aus Sicht des Naturschutzes äußerst bedenklich“, sagt die NABU-Ortsgruppe  Köllertal. „Anders als in echten Steingärten, die, wenn sie fachgerecht angelegt werden, vielen Insekten Nahrung bieten, finden sich in den modernen Schottergärten kaum noch Pflanzen. Diese Flächen bieten daher keine Lebensräume und Nahrung für Insekten oder Vögel. Wenn es überhaupt Pflanzen gibt, dann meist Kirschlorbeer und Thuja.“ Weder Pollen, Nektar noch Samen, welche von Vögeln oder Insekten als Nahrung genutzt werden könnten, haben diese Pflanzen nicht. Die Böden sind zudem meist versiegelt, hier finden Amseln und Co. nicht einen einzigen Regenwurm. 
Auch für Menschen sind Schottergärten nicht gut. Die Steine heizen sich stark auf, die Gärten fördern also die Erwärmung der Stadt. Allergene, Pollen und Schadstoffe aus der Luft werden nicht, wie bei grünen Gärten, durch das Laub gefiltert. Regenwasser kann durch die starke Bodenverdichtung mit Folie nicht versickern und belastet unnötig unsere Kanäle. 
Wer sich wohlfühlen möchte, sollte auf eine naturnahe Bepflanzung setzen. Diese kann durchaus pflegeleicht sein. So unterdrücken Pfanzen, die den Boden bedecken und langsam wachsen, unerwünschte Wildkäuter und brauchen selbst kaum Pflege. Für trockene, sonnige Standorte eignen sich beispielsweise Polsterdost, Storchschnabel oder blaues Silbergras. Im Schatten gedeihen Haselwurz und Waldmeister als Bodendecker mit einem Fingerhut als Hingucker. Auch die Akelei fühlt sich im Schatten wohl. Wer den Garten noch mit Totholz ergänzt, hat schon viel für Insekten getan.

Insektenfreundliche Vorgärten gesucht

Endlich regt sich etwas. Inzwischen wird unseren sechsbeinigen Flug- und Krabbelkünstlern tatsächlich die gesellschaftliche Aufmerksamkeit zuteil, die sie eigentlich schon lange verdienen. Maßgeblich dazu beigetragen hat der Entomologische Verein Krefeld, der mit den Ergebnissen seiner Langzeitstudie 2017 weltweit für Erschütterung gesorgt hat: Um bis zu 75 Prozent ist die Biomasse von Fluginsekten in den vergangenen 27 Jahren eingebrochen. Seit 1989 haben die Forscherinnen und Forscher ihre Daten an über 60 Standorten überwiegend in Nordrhein-Westfalen gesammelt. Inzwischen haben zahlreiche weitere Studien den Befund auch im Saarland bestätigt. Die Frage ist also nicht mehr, ob die Insektenwelt in Schwierigkeiten steckt, sondern wie das Insektensterben zu stoppen ist. Für den massiven Rückgang gibt es eine Reihe an Gründen, darunter auch die Zunahme von „Steinwüsten“ im Umfeld unserer Häuser. Der NABU Köllertal will deshalb vorbildlich gestaltete und blühende Vorgärten mit dieser Plakette auszeichnen. Meldung an nabu-koellertalgmx.de oder 06898-2001995

Platz für (Wild)-Bienen, Schmetterlinge und Co

Neben Magerrasen und Feuchtwiesen zählen auch Ackerstandorte zu den artenreichsten Wildbienen-Standorten. Dort leben sie vor allem in den Ackerrandstreifen und Brachflächen.

Diese sind allerdings in den letzten Jahrzehnten durch die Intensivierung der Landwirtschaft stark zurückgegangen. Deshalb hat der NABU Köllertal  jetzt eine 40 Ar große ehemalige Ackerfläche in Püttlingen und eine 60 Ar große ehemalige Ackerfläche in Riegelsberg zu einer Blühfläche umgestaltet. Von Biolandwirt Valentin Puhl wurden die Flächen mit Pflug und Egge zunächst umgebrochen und am Wochenende brachten jetzt fleißige Insektenschützer die Tübinger Saatmischung aus, die dafür sorgen soll, dass bis in den November blühende Pflanzen Wildbienen, Hummeln und Schmetterlingen Nahrung anbieten. Unterstützt wurde der NABU dabei von Schüler/innen der Grundschule Pflugscheid, die die Samen mit Sand mischten und auf der Fläche entlang der Wolfskaulstraße ausbrachten. Anschließend wurden beide Flächen gewalzt und nun warten alle Insektenschützer auf Regen, damit die Saat auch keimt und zum Blühen kommt. Finanziert wurde das Projekt vom Insektenschutzfonds des NABU-Bundesverbandes. 

Um diesen Fonds zu unterstützen, wird im NABU-Treff in der Marktstr. 21 eine Sammelstelle für ausgediente Handys eingerichtet. Bei der Aktion „Handys für Hummel, Biene und CO“ werden die Althandys wieder funktionsfähig gemacht oder recycelt, da 80 Prozent der Bestandteile eines Handys wertvolle Rohstoffe enthalten, die wiederverwertet werden können. Dieses Geld fließt in den NABU Insektenschutzfonds. Der NABU-Treff ist mittwochs und samstags jeweils von 10 Uhr bis 12 Uhr geöffnet.

Wir freuen uns über weitere Flächen, die wir im kommenden Jahr zum Blühen bringen wollen.

Meldungen bitte an nabu-koellertal@gmx.de

Hausbesetzung

Eigentlich wollte der NABU Köllertal den Waldkauz fördern, der sich neu im Köllertal angesiedelt hat. Für ihn wurde eine spezielle Nisthilfe in der Köllertalaue nahe des Trimm-Treffs aufgehängt, um ihn hier langfristig anzusiedeln. Groß war die Überraschung, als in diesen Tagen der Nistkasten kontrolliert wurde und vier junge Eichhörnchen sich im und auf dem Kasten zeigten. Der Waldkauz ist wohl auch fündig geworden, denn in der morgen- und abendlichen Dämmerung sind seine Balzrufe deutlich zu hören. Inzwischen ist auch das „kiwitt“ eines Kauzweibchens zu hören, das früher als „Komm-mit“ interpretiert wurde und ihm den unverdienten Namen „Totenvogel“ einbrachte. 

NABU-Mitglieder produzieren für NABU-Mitglieder

Honig, Marmelade, Liköre, Eier, Nistkästen, Fütterhäuser, Insektenhotels... Viele Produkte aus der Region bieten wir in unserem NABU-Treff in der Martkstr. 21, 66346 Püttlingen, an. Geöffnet ist unsere Geschäftsstelle mitwwochs und samstags von 10 bis 12 Uhr. Schauen Sie mal rein ...

Veranstaltungskalender 2020

Die für das erste Halbjahr 2020 geplanten Veranstaltungen finden Sie im Menü Termine.

Melden Sie uns vorbildlich gestaltete und blühende Vorgärten

Wir wollen Ihren insektenfreundlich gestalteten Vorgarten mit einer Plakette auszeichnen. Weitere Informationen können Sie hier nachlesen.

Machen Sie mit bei der Aktion "Insektensommer" des NABU

Mit der Mitmachaktion will der NABU erstmals die kleinen, fleißigen Helfer unserer Ökosysteme näher in den Fokus rücken. Der „Insektensommer" ist eine bundesweite Aktion, um eine kontinuierliche Erfassung der Insekten zu etablieren. Die Meldeaktion ist die erste Zählung dieser Art. Sie können helfen Daten zur Artenvielfalt und der Häufigkeit der Insekten zu sammeln. Jedes Insekt zählt! Die Aktion läuft vom 29. Mai bis 7. Juni und vom 31. Juli bis zum 9. August. 

Wie das funktioniert und Zählhilfen zum Runterladen finden Sie auf der Seite Insektensommer des NABU-Bundesverbandes.