Entdeckungstour durch den Urwald vor den Toren der Stadt

Am 15.06.24 starteten wir gemeinsam mit Guido Geisen eine spannende Entdeckungstour in den Urwald vor den Toren der Stadt. Los ging es an der Scheune Neuhaus, wo wir auf einer Übersichtskarte den gesamten Urwald vor den Toren der Stadt sehen konnten. 

Das Gebiet ist so groß wie ca. 1000 Fußballfelder nebeneinander! Urwald wird das Projekt genannt, weil hier seit 27 Jahren keine wirtschaftliche Nutzung mehr stattfindet. Die Natur wird sich selbst überlassen. Neben Käfern und Würmern konnten wir am Bach auch Molche und einen Frosch entdecken. Nach einer kleinen Stärkung an einem Platz am ganz besonderen Baum ging unsere Wanderung weiter. Leider konnten wir auf unserer Tour auch einige tote Bäume sehen, die unter anderem Schädlingen zum Opfer gefallen sind. Am Bach angekommen wurde nochmals gekeschert und der pH-Wert und Nitrat-Wert des Wassers gemessen. Die seltenen Gelbbauchunken konnten wir an diesem Tag zwar leider nicht sehen, aber dafür haben wir viele unterschiedliche Aspekte und Aufgaben des Waldes kennengelernt und konnten sehen, dass alle Lebewesen im Wald ihre wichtige Aufgabe erfüllen. Eine tolle Wanderung!

Gefährdete Haustierrassen - Besichtigung Hühnerhof am 27. April

Im April versammelte sich sie NAJU auf dem Sofias Hühnerhof um über gefährdete Hühnerrassen und ihre Lebensweise zu erfahren. Sogar einige Küken, die  besonders von den Kindern liebevoll bedrachtet wurden haben das Glück auf dem Hühnerhof artgerecht aufwachsen zu dürfen. 
Fazit "Ohne Huhn kein Frühstücksei!" 
 

Amphibienexkursion am 23. März

Zum Thema Amphibien kamen die Kinder am 23.03.2024 im Stadtteil Ritterstrasse zusammen, um den Weg zum Leichgewässer für Kröten, Gelbbauchunken, Frösche und Molche zu erleichtern und vorallem unverletzt an ihr Ziel zu kommen.
Deshalb wird jedes Jahr eine Absperrung am Straßenrand aufgestellt um ein Verenden der Tiere durch den starken Straßenverkehr zu vermeiden. Um die Amphibien etwas näher kennen zu lernen haben wir uns nun über die Lebensweise sowie über die unterschiedlichen Merkmale mit Hilfe einiger Steckbriefe unterhalten. Dabei haben wir bemerkt, dass sie sich sehr stark unterscheiden.
Nebenbei sammelten die Kinder am Waldrand Glas-und Plastikmüll ein, der nicht dahin gehört, vielmehr Mensch und Tiere schadet.
 

NAJU Köllertal aktiv für den Biber und unsere Singvögel

Im Februar wurde die NAJU-Köllertal aktiv: wir pflanzten gemeinsam Weidestöcke am Gewässer der Köllerbach, entlang der Weideflächen der Ungarischen Steppenrinder. Damit möchten wir den Lebensraum für das größte heimische Nagetier, den Biber, vergrößern. Der Biber wurde bereits etwas weiter oberhalb in der Köllerbach gesichtet. Bei unserem Treffen konnten wir ihn leider nicht entdecken, dafür aber Fraßspuren und allgemein konnten wir viel zum Thema Biber lernen. Z. B. dass er sich rein vegetarisch ernährt und viel größer wird, als die meisten Menschen glauben. Er ist ein richtiger Baumeister und bessert seinen Bau immer wieder nach. Damit der Eingang des Baus immer unter Wasser liegt, sodass seine Fressfeinde ihn nicht erreichen können, staut er sogar manchmal Wasser auf. Dazu baut er aus Holz richtige Dämme.

Dieses faszinierende Tier, war aber nicht das Einzige, dem wir an diesem Tag tatkräftig halfen: Danach haben die Kinder einige Vogelnistkästen vom NABU Köllertal, die dort in der Nähe angebracht wurden, zum Ausfegen aufgesucht. Mit Hilfe einer Stufenleiter hatten die Kinder sichtlich viel Freude an der Arbeit. Es ist wichtig, die Vogelnistkästen im Spätwinter auszukehren, damit die Vögel im Frühjahr neue Nester bauen können. Auf das Ergebnis sind nun alle sehr gespannt.

NAJU Köllertal startet mit einer winterlichen Wanderung ins neue Jahr 2024

Am 17.01.24 traf sich die NAJU Köllertal zu einer Wanderung der besonderen Art: einer winterlichen Waldkauzwanderung. Bei wunderbarem Schnee und einbrechender Dunkelheit trafen wir uns, um den Waldkauz näher kennenzulernen. Genauer gesagt: den Balzruf des Waldkauzes. Diesen kennt wahrscheinlich jeder von uns: es ist das typische hu-huu, das oft bei Krimis im Fernsehen zu hören ist. Dabei ist der Waldkauz eigentlich gar nicht gruselig. Er ist eine unserer häufigsten Eulenarten und beginnt bereits im Herbst mit seiner Balz. Im Februar oder März schlüpfen die kleinen Käuzchen in Baumhöhlen. Im Winter hört man die männlichen Waldkäuze besonders gut rufen. Mit einer speziellen Flöte haben wir den Lockruf nachgeahmt und hofften, dass uns ein Kauz antwortet. Leider war an diesem Tag wohl kein Waldkauz in der Nähe. Dennoch konnten wir viel über diese schöne Eulenart lernen und hatten einen tollen Spaziergang im Schnee.

Jahresabschluss mit DIY-Kurs Heilsalbe und Seife

Die Naturschutzjugend Köllertal traf sich letztes Wochenende zum Jahresabschluss, um gemeinsam mit der Kräuterkundlerin Dagmar Jakob-Schulte eine Ringelblumensalbe selbst herzustellen. Ringelblumen enthalten zahlreiche Inhaltsstoffe wie z.B. Flavonoide, denen eine heilende Wirkung nachgesagt wird. Sie hat z.B. entzündungshemmende Eigenschaften bei der Wundpflege.  Nach einem traditionellen Rezept rührten die Kinder mit etwas Unterstützung die Salbe mit Bio-Sonnenblumenöl, Bienenwachs und getrockneten Bio-Ringelblumenblüten an. Im Anschluss wurden sie in kleinen Gläschen zum Mitnehmen abgefüllt. Im zweiten Teil konnten sich die Kinder noch ein Seifenrezept in Raupenform aussuchen. Mithilfe einer Gruppenleiterin stellten die Kinder eine duftende Lavendelseife mit getrockneten Lavendelblüten her, die direkt aus einem naturnahen Garten im Köllertal stammten. Die Seife kann von den Kindern selbst genutzt werden bzw. möchten einige der Kinder sie ihren Eltern oder Großeltern zu Weihnachten schenken. 
Wir freuen uns auf die kommende Saison und auf gemeinsame Kräuterwanderungen mit Dagmar Jakob Schulte.
Vielleicht sehen wir uns wieder im Januar zu einer Schneewanderung mit Spurensuche oder einer Waldkauz-Exkursion? Euer NAJU-Team Köllertal

Apfelernte der NAJU und des NABU Köllertal für den Apfelsaftverkauf

Ende September trafen wir uns mit den Kindern und Jugendlichen der NAJU Köllertal und Mitgliedern des NABU Köllertal bei bestem Wetter auf unserer Streuobstwiese in Riegelsberg. Nach einem Quiz, bei dem die Kinder Fakten und Wissen über das bei uns in Deutschland stark bedrohte Biotop erfahren konnten - z.B. für welche Tierarten die Streuobstwiese ein wichtiger Lebensraum ist - starteten wir mit Apfelpflückern ausgerüstet die Ernte. Insgesamt 180 Liter Apfelsaft konnten anschließend in der Kelterei des OGV Köllerbach gekeltert werden. Natürlich blieb noch genug Fallobst für die Tiere, die die Streuobstwiese bewohnen, zurück. Jedes Kind bekommt wieder eine Flasche Apfelsaft von den selbst gepflückten Äpfeln.

Bergschafworkshop August 2023

Da der Workshop bei den schwarzen Bergschafen im Naturschutzgebiet „Bergehalde Viktoria“ in Köllerbach bisher auf so großes Interesse stieß, boten wir ihn erneut im August auch im Rahmen des Sommerferienprogramms an. Die Teilnehmer lernten verschieden Futtermittel kennen wie z.B. Luzerne und welches ausgeklügelte Verdauungssystem Wiederkäuer haben, um Raufutter wie Heu überhaupt verdauen zu können und daraus Energie zu gewinnen.  Diesmal bauten wir Spindeln aus Draht und befüllten diese mit der unbehandelten dunklen Schafswolle. Jedes Kind konnte sich diese mit nach Hause nehmen und z.B. im Garten oder auf dem Balkon aufhängen, damit Vögel die Wolle als Nisthilfe nutzen können. Zum Abschluss gab es noch einen Becher frische Schafsmilch und kleine „Kuschelrunde“.

Exkursion zum Lebensraum Wasser Juli 2023

Ende Juli boten wir im Rahmen des Sommerferienprogramms eine Exkursion zum Lebensraum Wasser an. Bei schönstem Sonnenschein machten wir uns nach einer kurzen Kennenlern-Runde gemeinsam mit Becherlupen und Keschern auf und entdeckten die Tierwelt am Fischweiher in Riegelsberg. Welche Tiere leben im Wasser, welche am Gewässerrand? Was ist der Unterschied zwischen einem stehenden Gewässer und einem Bach? Wie funktioniert der Wasserkreislauf? All diesen Fragen sind wir gemeinsam auf die Spur gegangen und konnten neben Fröschen, Wasserläufern und Libellen sogar für einen kurzen Moment eine Ringelnatter beobachten.

Nach einer stärkenden Pause auf der Wiese ging es zum kreativen Teil des Nachmittags über: Aus Korken, Zahnstochern und Papier sind tolle Boote entstanden, die wir am nahegelegenen Bach zu einem Wettschwimmen starten lassen konnten. Zum Abschluss des Nachmittags wurde die Geschichte der Wassergeister erzählt, die im Einklang mit den Gewässern leben und die Menschen daran erinnern sollen, dass die Gewässer ein wichtiger Teil der Natur sind, auf den wir Acht geben sollten.

Workshop Bergschafe und dunkle Biene für den Naturschutznachwuchs im NSG

Ende April nahmen insgesamt 18 Nachwuchs-Naturschützer am Workshop im Naturschutzgebiet Bergehalde Viktoria teil. Hier ist das Beweidungsprojekt mit den vom Aussterben bedrohten schwarzen Bergschafen angesiedelt. 

Außerdem befinden sich dort mittlerweile auf der Streuobstwiese Völker der bedrohten dunklen Biene (Saarimkereigaul.de).

Die Kinder erhielten einen Einblick über das Verhalten der durchaus zutraulichen Bergschafe, warum sie mehrere Mägen wie den Blätter-oder Netzmagen benötigen um Raufutter zu verwerten, was gesundes Futter für Wiederkäuer darstellt und warum das Landschaf überhaupt auf der roten Liste steht. 

Die Wolle der Schafe eignet sich nicht nur zum Basteln, sondern auch hervorragend zur Düngung im Garten oder kann als Nistmaterial für Vögel angeboten werden.

Bei der dunklen Biene konnten die Kinder mit entsprechender Kopfbedeckung ganz nah sehen, wie die Bienen Waben anlegen und Pollen eintragen. Die Bienenkönigin konnte auch kurz beobachtet werden.
Als Abschluss konnten die Kinder noch von dem frischen Naturprodukt Honig direkt aus dem Stock probieren.

Bei Interesse an dem Projekt oder an einer Patenschaft Kontakt unter nabu.neudeckgmail.com.
Schafwolle kann im Nabutreff mittwochs und samstags vormittags erworben werden.

Plastikmüllvermeidung und Herstellung von Bienenwachstüchern

Am letzten Januarwochenende fertigten die Kinder und Jugendliche der NAJU Köllertal Bienenwachstücher an. Solche Wachstücher habe viele positive Eigenschaften. Neben der leicht antibakteriellen Wirkung aufgrund der Inhaltsstoffe des Wachses sind sie vor allem sehr nachhaltig. Sie können bei etwas Pflege ganz lange wiederverwendet werden, egal ob zum Einpacken von Pausenbroten oder zum Abdecken der Schnittstellen von z.B. Gurke oder Apfel. Ziel des Workshops war es, unseren Nachwuchs für das Thema Plastik und umweltschonende Alternativen zu sensibilisieren. Allein in Deutschland werden jährlich über 400.000 Tonnen Kunststoff in die Umwelt freigesetzt. Kunststoff findet sich in synthetischen Textilien, Kosmetika, Einkaufstüten, Waschmittel uvm. Mikroplastikpartikel haben weitreichende Konsequenzen für unseren Planeten. Denn Mikroplastik benötigt viele Hundert Jahre bis zum Zerfall und reichert sich in Fischen und Meeresfrüchten an, die z.T. auf unseren Tellern landen. Aber eine ordentliche Mülltrennung ist auch für „natürliche“ Abfallprodukte wichtig. Eine im Wald entsorgte Bananenschale benötigt nämlich auch mehrere Jahre bis sie verrottet. Deshalb stellten die Kinder sich mit Hilfe von im Saarland gewonnenem Bienenwachs (Saarimkereigaul.de) und Bio-Kiefernharz sowie bunten Baumwollstoffen ihre eigenen bunten Wachstücher her. Das Wachs eines jeden Bienenvolkes hat eine einzigartige Zusammensetzung, die nicht nachgebaut werden kann. Die Bienen stellen Wachs mit Hilfe besonderer Drüsen selbst her, kneten es sozusagen mit ihren Mundwerkzeugen und etwas Speichel einmal durch und formen Waben daraus. Wie die Waben dann in einem Bienenvolk aussehen und angeordnet sind, können die NAJU-Mitglieder im April live in einem weiteren Workshop auf der Weide der schwarzen Bergschafe im Naturschutzgebiet „Bergehalde Viktoria“ in Köllerbach zwischen Streuobst erleben. Hier sind mittlerweile einige Völker der vom Aussterben bedrohten dunklen Biene (Apis mellifera mellifera) angesiedelt.

Jahresrückblick 2022 der NAJU Köllertal

Wir blicken auf ein aufregendes Jahr 2022 mit vielen Exkursionen und Workshops zurück.
Die NAJU Köllertal widmet sich jeden Monat einem spannenden Naturschutzthema. Dadurch wird den Kindern und Jugendlichen theoretisches Wissen vermittelt, welches sie direkt praktisch umsetzen können. So bauten wir Anfang des Jahres artgerechte Fledermausquartiere aus Holz um den fliegenden Säugetieren bei ihrer immer mehr fortschreitenden Wohnungsnot Unterkünfte anzubieten. Auch wurden die Kinder dafür sensibilisiert, was jeder tun kann um den teils stark bedrohten Fledermäusen zu helfen. Dazu gehören zum Beispiel naturnahe Gärten, die Insekten anlocken und den Fledermäusen als Nahrungsquelle dienen, denn eine Fledermaus kann nachts schonmal bis zu 4.000 Insekten verspeisen. Im Sommer unternahmen wir mit Detektor ausgestattet eine Fledermauswanderung entlang des Netzbachweihers sodass wir  die verschiedenen Laute von z.B. der Zwergfledermaus und der Wasserfledermaus hörbar machen konnten. Von Hand aufgezogene, verwaiste Zwergfledermausjungen konnten im Anschluss etwas genauer bei der Fütterung beobachtet werden.

Außerdem besuchten wir in diesem Jahr die Wildvogelauffangstation.  In einem sehr interessanten Vortrag erfuhren die jungen Naturschützer, welche Vögel die Wivo bereits seit über 5 Jahren versorgt und vor allem auch wie sie richtig gefüttert werden. So werden z.B. die Jungvögel des Sperlings zunächst mit Insekten gefüttert, später erfolgt dann langsam die Umstellung auf Körnerfutter, so wie es auch in der freien Natur unter Aufzucht der Vogeleltern geschieht. Im Sommer bauten wir außerdem Insektenhotels und  die jungen Naturschützer lernten z.B. die Stadien bei der Entwicklung von Mauerbienen und Co in ihren Niströhren.

Eine Bachexkursion in diesem extrem trockenen und heißen August bot der NAJU eine willkommene Abkühlung während es einiges zu entdecken gab. Mit Becherlupen, Kescher, Messstäbchen und verschiedenen Bestimmungshilfen ausgestattet, wurde den Kindern erklärt, was es bei der Suche nach Lebewesen im Fließgewässer zu berücksichtigen gibt, was der ph-Wert über das Gewässer aussagt und wie die Gewässergüteklasse mithilfe der von uns gefundenen Indikatororganismen bestimmt werden kann.

Im September befassten wir uns mit dem heimischen Eichhörnchen. Um unsere Nager beim Anlegen des Wintervorrats zu unterstützten, bauten wir mit den Kinder Futterhäuschen um sie dann anschließend mit einem ausgewogenen Menü aus Walnüssen, Haselnüssen, Erdnüssen und weiteren Sämereien zu bestücken. Ein  Futterhäuschen wurde  gleich im Anschluss am „Köllerpädchen“ in Püttlingen aufgehängt und ein weiteres im Naturschutzgebiet. Aufgrund ihres putzigen Aussehens sind Eichhörnchen recht beliebt und zum Glück derzeit nicht gefährdet. Die Kinder lernten z.B. im Workshop, dass der Eichhörnchen-Schwanz sich neben Balance- und Steuerhilfe beim Navigieren über Äste auch prima als Decke oder Schattenspender eignet. Daneben dient er auch der Kommunikation mit Artgenossen. Vor dem Winter fressen sich Eichhörnchen nur wenig Winterspeck an und verstecken stattdessen Nahrung in Depots, die sie bei Nahrungsengpässen plündern. Mit dem Verstecken tragen Eichhörnchen zur Verbreitung von Baum- und Straucharten bei.

Im Oktober unternahmen wir eine märchenhafte und abenteuerreiche Wanderung durch den Urwald vor den Toren der Stadt. Im November traf sich die NAJU zur Herstellung von Vogelfutterglocken aus Ton. Außerdem erfuhren sie Wissenswertes über die Nahrungsaufnahme vor allem im Winter und unsere Zugvögel wie Kranich, Kuckuck und Co. Dabei mischten die Kinder gemeinsam mit den Gruppenleitern hochkalorischen Rindertalg mit verschiedenen Sämereien und Nüssen. An die Weichfutterfresser wurde natürlich auch gedacht und passendes Futter wie z.B. Rosinen verarbeitet. Damit das Futter vor der Witterung geschützt ist, wurde es in Tontöpfchen abgefüllt. Jedes Kind kann nun selbst entscheiden, ob es das Töpfchen im Garten, auf dem Balkon oder an einem anderen Ort aufhängt. 

Um das Jahr ausklingen zu lassen, trafen wir uns für dieses Jahr noch ein letztes Mal, um bei einer Tasse Kinderpunsch und Lebkuchen Weihnachtsgrüße herzustellen, die im Frühjahr als Samenpapier in die Erde gepflanzt werden können und dann als Ackermalve, Borretsch, Ringelblumen und vielen verschiedenen Kräutern wieder für die Insekten blühen können und damit der Kreislauf wieder von neuem beginnen kann.

Wir bedanken uns für das Interesse und das fleißige Mitwirken unserer Naturschutzjugend und freuen uns auf spannende Treffen im Jahr 2023, um gemeinsam etwas für unsere Natur und Tiere zu bewirken.

Frohe Weihnachten! 

Eichhörnchen-Workshop der NAJU Köllertal

Am Samstag, 24. September 2022, traf sich die Naturschutzjugend des Köllertals, um mehr über unser heimisches Hörnchen zu erfahren. Um unsere Nager beim Anlegen des Wintervorrats zu unterstützten, bauten die Kinder und Gruppenleiter Futterhäuschen. Gemeinsam wurde ein ausgewogenes und artgerechtes Menü aus Walnüssen, Haselnüssen, Erdnüssen und weiteren Sämereien zusammengestellt. Die zusammengebauten Futterhäuschen wurden gefüllt und gleich im Anschluss am Köllerpädchen in Püttlingen aufgehängt. Aufgrund ihres putzigen Aussehens sind Eichhörnchen recht beliebt und zum Glück derzeit nicht gefährdet. Die Kinder lernten z.B. im Workshop, dass der Eichhörnchen-Schwanz sich neben Balance- und Steuerhilfe beim Navigieren über Äste auch prima als Decke oder Schattenspender eignet. Daneben dient er auch der Kommunikation mit Artgenossen.

Vor dem Winter fressen sich Eichhörnchen nur wenig Winterspeck an und verstecken stattdessen Nahrung in Depots, die sie bei Nahrungsengpässen plündern. Mit dem Verstecken tragen Eichhörnchen zur Verbreitung von Baum- und Straucharten bei. Nadel- und Mischwälder sind ein günstigerer Lebensraum als Laubwälder, deren zu Boden fallende Früchte auch andere Tiere nutzen. Hoch in Nadelbäumen hängende Zapfen müssen mit weniger Nahrungskonkurrenten geteilt werden. Das passende Futter gibt es auch in unserem Nabutreff, der mittwochs und samstags geöffnet ist.

Wer am Samstag nicht dabei sein konnte und ein Futterhaus bauen möchte, kann einen Bausatz vorbestellen.

Am 8. Oktober haben wir für unsere NAJU und interessierte Kinder ab 7 Jahren eine Urwaldexkursion von 14-17 Uhr geplant. Wer teilnehmen möchte, kann sich gerne unter naju.koellertal@gmx.de anmelden. Wir freuen uns, mit euch in der Natur zu sein!

Besuch der Wildvogelauffangstation Püttlingen

Am Samstag, 14. Mai,  öffnete die Wivo in Püttlingen ihre Türen für interessierte Kinder und Jugendliche der NAJU Köllertal. Christoph Scherer leitet die Wivo und wird dabei von Anke Scherer und Ralf Bamberger unterstützt. Die Wivo besteht aus einem großen, engagierten Team und hat gerade jetzt in der Brutzeit alle Hände voll zu tun. In einem sehr interessanten Vortrag erfuhren die Teilnehmer, welche Vögel die Wivo bereits seit über 5 Jahren versorgt und vor allem auch wie sie richtig gefüttert werden. So werden z.B. die Jungvögel des Sperlings zunächst mit Insekten gefüttert, später erfolgt dann langsam die Umstellung auf Körnerfutter, so wie es auch in der freien Natur unter Aufzucht der Vogeleltern geschieht. Verschiedene Gründe führen dazu, dass Vögel in die Wivo gebracht werden, häufig sind sie durch Menschen verursacht, z.B. durch Baumfällungen, Stacheldrahtzäune oder Verkehrstraumata. Aber auch der Klimawandel trägt seinen Teil dazu bei. Im Anschluss durften die Kinder auch ganz praktisch helfen, die hungrigen Schnäbel satt zu bekommen. 

Derzeit werden so viele Vögel betreut, dass man dort an seine Grenzen kommt und ein Aufnahmestopp notwendig wurde, um den bereits aufgenommenen Vögeln vor Ort gerecht zu werden. Es liegt uns allen am Herzen, den Naturschutz-Nachwuchs bereits frühzeitig für solch wichtige Themen zu sensibilisieren. Gleich zwei unserer NAJU-Mitglieder möchten zukünftig in der Wivo mithelfen. Wir freuen uns über die weitere, enge Zusammenarbeit und den Austausch mit der Wivo, die eine Kooperation des NABU Köllertal, des NVV Püttlingen, des NABU Saarland, der Stadt Püttlingen und des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz ist.

Das nächste Projekt der NAJU Köllertal findet am 11.06.22 statt. Hier können Kinder und Jugendliche Insektenhotels herstellen und sich unter naju.koellertalgmx.de anmelden.

Bau von 15 Winterchalets für unsere heimischen Igel

Am Samstag, 6. November 2021,  trafen sich die Mitglieder der NAJU und interessierte Kinder, um für unseren vierbeinigen Stachelträger schöne Winterquartiere zu bauen. Denn jetzt ist die Zeit, in der die Igel in den Wintenrschlaf gehen. Mit einem vorgefertigten Holz-Baukasten, Leim, Nägelchen, Hammer und Pinseln gingen die Kinder, unterstützt durch die Gruppenleiter, ans Werk. 

In der ersten Stunde wurde es laut, denn es wurde zunächst fleißig gehämmert. Nachdem das Häuschen stand, pinselten die Teilnehmer das Holz noch mit einer Portion Bio-Leinöl ein, um es wetterbeständiger zu machen. Im Anschluss konnte jeder noch sein Igelhaus ganz individuell mit Baumrinde, Kastanien oder kleinen ausgesägten Holzigeln, Blatt- und Pilzfiguren dekorieren. Eine kurze Videodokumentation gab erste Einblicke in die Lebensweise des Braunbrustigels. Anschließend erkl#rte das NAJU-Team den Kindern noch weitere, spezifische Merkmale, z.B. was auf dem Speiseplan der Igel steht. Kleiner Tipp: Igel lieben ungewürztes Rührei. 

Die Kinder und Jugendlichen erhielten außerdem Informationen, was zu tun ist, wenn sie einen hilfebedürftigen Igel in der kalten Jahreszeit finden. Woran erkennt man einen kranken Igel? Ist das Tier kräftig genug für den Winter? Hat es eine Verletzung? Den Kindern und Jugendlichen wurde vermittelt, wie sie artgerecht „erste Hilfe“ leisten können. Entsprechende Informationen, Kontaktadressen und bereits fertiges Igelfutter liegen auch im NABU-Treff bereit. Das Projekt Igelhausbau hat uns allen großen Spaß gemacht. Abgesehen von der schönen Zeit des Bastelns und Handwerkelns freut sich sicher noch der ein oder andere Igel über sein neues Zuhause, welches die Kinder zu Hause in ihrem Garten aufstellen. Aufgrund der hohen Resonanz werden wir das Projekt im nächsten Herbst sicher wieder anbieten.

Am 11.12.21 treffen wir uns zur Herstellung von Futterhölzern und Futtertassen, damit unsere heimischen Vögel gut durch den Winter kommen. Die Anmeldung erfolgt wie immer über naju.koellertalgmx.de. Gerne kann jeder, der noch alte Tassen zu Hause hat, diese auch im Nabutreff (Mi und Sa 10-12 Uhr) vorbeibringen, damit wir sie mit Futter befüllen und an Bäumen aufhängen können.

Pilzwanderung der NAJU Köllertal

Am Samstag, den 02.10.21 traf sich die NAJU Köllertal am Naturfreundehaus Püttlingen um heimische Pilze zu erkunden. Gemeinsam ging es durch den dichten Wald unter Begleitung des erfahrenen Umweltpädagogen und  Pilzkenner Günther von Bünau.
Nach kurzer Zeit entdeckten die Kinder und Jugendlichen die ersten Pilze und Herr von Bünau erklärte uns anhand der Exemplare wichtige Merkmale, woran man essbare und giftige Pilze unterscheiden kann. Außerdem lernte die NAJU, dass Pilze auf einen feuchten Lebensraum angewiesen sind, sie einen ganz wichtigen Teil des Ökosystems Wald darstellen und was man unter Symbiose versteht. So konnten wir trotz des relativ wenigen Regens in den vorangehenden Tagen einige verschiedene Pilzarten, wie z.B. den Krempling, den Schwefelkopf, den Bovist, Schwindlinge, den Flaschen-Stäublin, den Rehbraunen Dachpilz, den Gelben Knollenblätterpilz, den Schwefelritterling und zuletzt den Schwarzblättrigen Täubling finden. 

Am Ende unserer zweistündigen Pilzwanderung durfte, wer sich traute noch einen "Waldkaugummi" kauen, nämlich ein Stück eines Baumpilzes. Ein etwas ungewohnter Geschmack nach "Wald und Erde", doch wie jetzt die jungen Teilnehmer wissen, sind einige Baumpilze ungiftig und essbar. Wir bedanken uns für die Kooperation und freuen uns auf eine nächste Zusammenarbeit.

Verkauf des NAJU-Apfelsaftes gestartet

Nach einer gelungenen Ernte konnte das Obst am Samstag, 25. September, zu einem leckeren, naturtrüben Apfelsaft verarbeitet werden. Es handelt sich um unbehandelte Äpfel von Köllertaler Streuobstwiesen. Die Kinder, Jugendlichen und Gruppenleiter*innen packten mit an, um die Äpfel in Körbe zu füllen und dann ging die Verarbeitung auch schon los. Durch einen Pasteurisierungsvorgang wurde der Apfelsaft haltbar gemacht. Danach konnte erst einmal ein kleiner Becher des „eigenen Apfelsaftes“ probiert werden. Er wurde einstimmig von allen für sehr gut befunden. Er kann ab sofort zu den Öffnungszeiten des NABU-Treffs in der Marktstraße 21 in Püttlingen für 2,50 Euro/ Liter erworben werden. Seid schnell, denn es sind schon einige Kasten bzw. auch 1L-Einzelflaschen verkauft.
Ihr erhaltet nicht nur einen qualitativ guten Apfelsaft, sondern unterstützt mit dem Kauf die NAJU Köllertal bei den geplanten Projekten. 

Wir freuen uns schon auf die nächste Zusammenarbeit mit dem OGV Köllerbach.

Ein voller Erfolg der Apfelernte der NAJU- Köllertal

Am  Samstag, 18. September,  trafen wir uns mit den Kindern und Jugendlichen der NAJU Köllertal bei bestem Wetter auf einer Streuobstwiese in Köllerbach. 
Nach einem Quiz, bei dem die Kinder Fakten und Wissen über das bei uns in Deutschland stark bedrohte Biotop erfahren konnten, starteten wir mit Apfelpflückern und Sauzahn ausgerüstet die Ernte. Die äußerst motivierten Teilnehmer ernteten gut 250kg Äpfel. Natürlich blieb noch genug Fallobst für die Tiere, die die Streuobstwiese bewohnen, zurück. Am kommenden Samstag, 25. September um 10.30 Uhr,  werden wir die Äpfel in der Kelterei des OGV Köllerbach (Schulstraße 19) zu Apfelsaft verarbeiten lassen. Jedes Kind bekommt eine Flasche Apfelsaft von den selbst gepflückten Äpfeln. Der Apfelsaft kann außerdem zu den gewohnten Öffnungszeiten im NABU-Treff in Püttlingen (mittwochs und samstags 10-12 Uhr) erworben werden. Der Erlös kommt der NAJU zu Gute, indem wir damit neues Material für spannende, weitere Projekte finanzieren können.
Die Streuobstwiese wird vom NABU/NAJU Köllertal zukünftig gepflegt, um sie als Biotop mit ihrem alten Obstbaumbestand und damit als Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen zu erhalten.

 Am 02.10.21 treffen wir uns zu einer Pilzwanderung. Woran erkennt man eigentlich, welcher Pilz essbar oder ungenießbar ist? Welcher Pilz sogar sehr giftig ist? Hast Du gewusst, dass die Pilze näher mit den Tieren als mit den Pflanzen verwandt sind? Bei unserer Pilzwanderung wirst Du einen Nachmittag in der Natur erleben und viel Wissenswertes über die Pilze (Fungi) erfahren (Anmeldeschluss 28.09.21). 

Außerdem werden wir am 16.10.21 die Vogelberingungsstation des NABU in Saarlouis besuchen. Hier werden jährlich über 10.000 Vögel gefangen, vermessen, beringt und wieder freigelassen (Anmeldeschluss 11.10.21).

Wenn Du im Oktober an einer unserer Exkursionen teilnehmen möchtest und zwischen 9-14 Jahren alt bist, dann sichere Dir schnell einen Platz und schreib uns unter naju.koellertalgmx.de.

Die NAJU Köllertal entdeckt die Welt der Schmetterlinge

Ende August hat sich die Natutschutzjugend (NAJU) Köllertal trotz etwas Regen auf den Weg gemacht, die Welt der Insekten, diesmal im Speziellen die Welt der Schmetterlinge zu entdecken. Mit Becherlupen ausgerüstet, wanderte die Gruppe entlang des „Köllerpädchens“ in Richtung Etzenhofen. Neben den Schmetterlingen, v.a. Kohlweißlingen, konnten die Kinder und Jugendliche auch Zebraspinnen, Libellen, Heuschrecken u.v.m. entdecken. Während eines kleinen Zwischenstopps malten die Kinder kreativ ihre entdeckten Tiere auf Steine. Einige Steine legten wir dann am „Köllerpädchen“ an dem Saarsteinfeld ab, ein Teil davon wurde auch als kleines Andenken mit nach Hause genommen. Beim Schmetterlingsquiz traten drei Teams gegeneinander an und konnten ihr Wissen über die Welt der Falter unter Beweis stellen und lernten u.a. dass es auch Schmetterlinge gibt, die hier überwintern. Die Kinder konnten außerdem die verschiedenen Stadien der Metamorphose kennenlernen. Um die erste Phase im Leben des Schmetterlings zu beobachten, wanderten wir zurück zum NABU-Treff und begutachteten dort unsere Raupen des Distelfalters. Mittlerweile sind sie alle verpuppt. In diesen Tagen sind die ersten Falter geschlüpft, sodass sich die Kinder dieses Phänomen auch vor Ort im NABU-Treff zu den gewohnten Öffnungszeiten (mittwochs und samstags von 10-12 Uhr) ansehen konnten.
Am Ende der Exkursion lernten die Kinder und Jugendliche, welchen Beitrag sie zum Naturschutz, besonders für den Erhalt der Schmetterlingsvielfalt leisten können. Wer z.B. einen Garten oder einen Balkon hat, kann Pflanzen wie Lavendel, Distel, Brennnessel, Löwenzahn u.v.m. pflanzen bzw. stehen lassen und damit eine Nahrungsquelle schaffen.

Lebensraum Wald erkundet

Der Wald ist ein sehr interessanter Lebensraum mit vielen Funktionen wie Wasser- und CO2-Speicher, Schutzgebiet für viele Tiere und Pflanzen, aber auch Erholungsraum für Menschen. Davon konnten sich die Teilnehmer der ersten Waldexkursion der Naturschutzjugend (NAJU) Köllertal überzeugen, die sich den Urwald vor den Toren der Stadt Saarbrücken dazu ausgesucht hatten.

Nach einem kurzen Kennenlernspiel galt es, eine etwa 30 Meter hohe Halde (den sogenannten Kleinen Fuji) zu ersteigen. Durch Holzstufen wird der anstrengende Aufstieg erleichtert, oben hat man dann einen tollen Ausblick auf den herbstlich gefärbten Wald (siehe Foto). Nach dem abenteuerlichen Abstieg erhielten die Jugendlichen jeweils einen Eierkarton und mussten beim Waldbingo die 10 abgebildeten Gegenstände (u. a. Tannenzapfen, Stöcke, verschiedene Blätter, Eicheln, Bucheckern oder Vogelfedern) möglichst schnell suchen. Beim anschließenden Waldquiz konnten die Teilnehmer/innen viel von ihrem Waldwissen einbringen und lernten, warum invasive Arten ein Problem für das heimische Ökosystem darstellen und welche die häufigste Baumart in Deutschland ist und warum gerade diese jetzt zu einem Problem wird. Abschließend wurde auch die Kreativität gefördert, denn die Teilnehmer/innen mussten aus den Gegenständen auf dem Waldboden ein Waldbild herstellen, was zu lustigen Ergebnissen führte. Alle bedauerten, dass nach 3 Stunden bereits die Heimfahrt angetreten werden musste.

Nächstes Angebot der rührigen NAJU-Gruppe Köllertal unter Leitung von Michèle Fugmann, Tanja Hasselbacher, Bianca Fries, Friedrich Kuhn und Marius Schäfer ist ein Besuch der Vogelberingungsstation in Lisdorf am Samstag, 31. Oktober. Treffpunkt dazu ist um 9 Uhr am NABU-Treff in Püttlingen, Marktstr. 21. Da die Veranstaltung wetterabhängig ist, informieren wir vorher nochmals.