Eichhörnchen-Workshop der NAJU Köllertal

Am Samstag, 24. September 2022, traf sich die Naturschutzjugend des Köllertals, um mehr über unser heimisches Hörnchen zu erfahren. Um unsere Nager beim Anlegen des Wintervorrats zu unterstützten, bauten die Kinder und Gruppenleiter Futterhäuschen. Gemeinsam wurde ein ausgewogenes und artgerechtes Menü aus Walnüssen, Haselnüssen, Erdnüssen und weiteren Sämereien zusammengestellt. Die zusammengebauten Futterhäuschen wurden gefüllt und gleich im Anschluss am Köllerpädchen in Püttlingen aufgehängt. Aufgrund ihres putzigen Aussehens sind Eichhörnchen recht beliebt und zum Glück derzeit nicht gefährdet. Die Kinder lernten z.B. im Workshop, dass der Eichhörnchen-Schwanz sich neben Balance- und Steuerhilfe beim Navigieren über Äste auch prima als Decke oder Schattenspender eignet. Daneben dient er auch der Kommunikation mit Artgenossen.

Vor dem Winter fressen sich Eichhörnchen nur wenig Winterspeck an und verstecken stattdessen Nahrung in Depots, die sie bei Nahrungsengpässen plündern. Mit dem Verstecken tragen Eichhörnchen zur Verbreitung von Baum- und Straucharten bei. Nadel- und Mischwälder sind ein günstigerer Lebensraum als Laubwälder, deren zu Boden fallende Früchte auch andere Tiere nutzen. Hoch in Nadelbäumen hängende Zapfen müssen mit weniger Nahrungskonkurrenten geteilt werden. Das passende Futter gibt es auch in unserem Nabutreff, der mittwochs und samstags geöffnet ist.

Wer am Samstag nicht dabei sein konnte und ein Futterhaus bauen möchte, kann einen Bausatz vorbestellen.

Am 8. Oktober haben wir für unsere NAJU und interessierte Kinder ab 7 Jahren eine Urwaldexkursion von 14-17 Uhr geplant. Wer teilnehmen möchte, kann sich gerne unter naju.koellertal@gmx.de anmelden. Wir freuen uns, mit euch in der Natur zu sein!

Besuch der Wildvogelauffangstation Püttlingen

Am Samstag, 14. Mai,  öffnete die Wivo in Püttlingen ihre Türen für interessierte Kinder und Jugendliche der NAJU Köllertal. Christoph Scherer leitet die Wivo und wird dabei von Anke Scherer und Ralf Bamberger unterstützt. Die Wivo besteht aus einem großen, engagierten Team und hat gerade jetzt in der Brutzeit alle Hände voll zu tun. In einem sehr interessanten Vortrag erfuhren die Teilnehmer, welche Vögel die Wivo bereits seit über 5 Jahren versorgt und vor allem auch wie sie richtig gefüttert werden. So werden z.B. die Jungvögel des Sperlings zunächst mit Insekten gefüttert, später erfolgt dann langsam die Umstellung auf Körnerfutter, so wie es auch in der freien Natur unter Aufzucht der Vogeleltern geschieht. Verschiedene Gründe führen dazu, dass Vögel in die Wivo gebracht werden, häufig sind sie durch Menschen verursacht, z.B. durch Baumfällungen, Stacheldrahtzäune oder Verkehrstraumata. Aber auch der Klimawandel trägt seinen Teil dazu bei. Im Anschluss durften die Kinder auch ganz praktisch helfen, die hungrigen Schnäbel satt zu bekommen. 

Derzeit werden so viele Vögel betreut, dass man dort an seine Grenzen kommt und ein Aufnahmestopp notwendig wurde, um den bereits aufgenommenen Vögeln vor Ort gerecht zu werden. Es liegt uns allen am Herzen, den Naturschutz-Nachwuchs bereits frühzeitig für solch wichtige Themen zu sensibilisieren. Gleich zwei unserer NAJU-Mitglieder möchten zukünftig in der Wivo mithelfen. Wir freuen uns über die weitere, enge Zusammenarbeit und den Austausch mit der Wivo, die eine Kooperation des NABU Köllertal, des NVV Püttlingen, des NABU Saarland, der Stadt Püttlingen und des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz ist.

Das nächste Projekt der NAJU Köllertal findet am 11.06.22 statt. Hier können Kinder und Jugendliche Insektenhotels herstellen und sich unter naju.koellertalgmx.de anmelden.

Bau von 15 Winterchalets für unsere heimischen Igel

Am Samstag, 6. November 2021,  trafen sich die Mitglieder der NAJU und interessierte Kinder, um für unseren vierbeinigen Stachelträger schöne Winterquartiere zu bauen. Denn jetzt ist die Zeit, in der die Igel in den Wintenrschlaf gehen. Mit einem vorgefertigten Holz-Baukasten, Leim, Nägelchen, Hammer und Pinseln gingen die Kinder, unterstützt durch die Gruppenleiter, ans Werk. 

In der ersten Stunde wurde es laut, denn es wurde zunächst fleißig gehämmert. Nachdem das Häuschen stand, pinselten die Teilnehmer das Holz noch mit einer Portion Bio-Leinöl ein, um es wetterbeständiger zu machen. Im Anschluss konnte jeder noch sein Igelhaus ganz individuell mit Baumrinde, Kastanien oder kleinen ausgesägten Holzigeln, Blatt- und Pilzfiguren dekorieren. Eine kurze Videodokumentation gab erste Einblicke in die Lebensweise des Braunbrustigels. Anschließend erkl#rte das NAJU-Team den Kindern noch weitere, spezifische Merkmale, z.B. was auf dem Speiseplan der Igel steht. Kleiner Tipp: Igel lieben ungewürztes Rührei. 

Die Kinder und Jugendlichen erhielten außerdem Informationen, was zu tun ist, wenn sie einen hilfebedürftigen Igel in der kalten Jahreszeit finden. Woran erkennt man einen kranken Igel? Ist das Tier kräftig genug für den Winter? Hat es eine Verletzung? Den Kindern und Jugendlichen wurde vermittelt, wie sie artgerecht „erste Hilfe“ leisten können. Entsprechende Informationen, Kontaktadressen und bereits fertiges Igelfutter liegen auch im NABU-Treff bereit. Das Projekt Igelhausbau hat uns allen großen Spaß gemacht. Abgesehen von der schönen Zeit des Bastelns und Handwerkelns freut sich sicher noch der ein oder andere Igel über sein neues Zuhause, welches die Kinder zu Hause in ihrem Garten aufstellen. Aufgrund der hohen Resonanz werden wir das Projekt im nächsten Herbst sicher wieder anbieten.

Am 11.12.21 treffen wir uns zur Herstellung von Futterhölzern und Futtertassen, damit unsere heimischen Vögel gut durch den Winter kommen. Die Anmeldung erfolgt wie immer über naju.koellertalgmx.de. Gerne kann jeder, der noch alte Tassen zu Hause hat, diese auch im Nabutreff (Mi und Sa 10-12 Uhr) vorbeibringen, damit wir sie mit Futter befüllen und an Bäumen aufhängen können.

Pilzwanderung der NAJU Köllertal

Am Samstag, den 02.10.21 traf sich die NAJU Köllertal am Naturfreundehaus Püttlingen um heimische Pilze zu erkunden. Gemeinsam ging es durch den dichten Wald unter Begleitung des erfahrenen Umweltpädagogen und  Pilzkenner Günther von Bünau.
Nach kurzer Zeit entdeckten die Kinder und Jugendlichen die ersten Pilze und Herr von Bünau erklärte uns anhand der Exemplare wichtige Merkmale, woran man essbare und giftige Pilze unterscheiden kann. Außerdem lernte die NAJU, dass Pilze auf einen feuchten Lebensraum angewiesen sind, sie einen ganz wichtigen Teil des Ökosystems Wald darstellen und was man unter Symbiose versteht. So konnten wir trotz des relativ wenigen Regens in den vorangehenden Tagen einige verschiedene Pilzarten, wie z.B. den Krempling, den Schwefelkopf, den Bovist, Schwindlinge, den Flaschen-Stäublin, den Rehbraunen Dachpilz, den Gelben Knollenblätterpilz, den Schwefelritterling und zuletzt den Schwarzblättrigen Täubling finden. 

Am Ende unserer zweistündigen Pilzwanderung durfte, wer sich traute noch einen "Waldkaugummi" kauen, nämlich ein Stück eines Baumpilzes. Ein etwas ungewohnter Geschmack nach "Wald und Erde", doch wie jetzt die jungen Teilnehmer wissen, sind einige Baumpilze ungiftig und essbar. Wir bedanken uns für die Kooperation und freuen uns auf eine nächste Zusammenarbeit.

Verkauf des NAJU-Apfelsaftes gestartet

Nach einer gelungenen Ernte konnte das Obst am Samstag, 25. September, zu einem leckeren, naturtrüben Apfelsaft verarbeitet werden. Es handelt sich um unbehandelte Äpfel von Köllertaler Streuobstwiesen. Die Kinder, Jugendlichen und Gruppenleiter*innen packten mit an, um die Äpfel in Körbe zu füllen und dann ging die Verarbeitung auch schon los. Durch einen Pasteurisierungsvorgang wurde der Apfelsaft haltbar gemacht. Danach konnte erst einmal ein kleiner Becher des „eigenen Apfelsaftes“ probiert werden. Er wurde einstimmig von allen für sehr gut befunden. Er kann ab sofort zu den Öffnungszeiten des NABU-Treffs in der Marktstraße 21 in Püttlingen für 2,50 Euro/ Liter erworben werden. Seid schnell, denn es sind schon einige Kasten bzw. auch 1L-Einzelflaschen verkauft.
Ihr erhaltet nicht nur einen qualitativ guten Apfelsaft, sondern unterstützt mit dem Kauf die NAJU Köllertal bei den geplanten Projekten. 

Wir freuen uns schon auf die nächste Zusammenarbeit mit dem OGV Köllerbach.

Ein voller Erfolg der Apfelernte der NAJU- Köllertal

Am  Samstag, 18. September,  trafen wir uns mit den Kindern und Jugendlichen der NAJU Köllertal bei bestem Wetter auf einer Streuobstwiese in Köllerbach. 
Nach einem Quiz, bei dem die Kinder Fakten und Wissen über das bei uns in Deutschland stark bedrohte Biotop erfahren konnten, starteten wir mit Apfelpflückern und Sauzahn ausgerüstet die Ernte. Die äußerst motivierten Teilnehmer ernteten gut 250kg Äpfel. Natürlich blieb noch genug Fallobst für die Tiere, die die Streuobstwiese bewohnen, zurück. Am kommenden Samstag, 25. September um 10.30 Uhr,  werden wir die Äpfel in der Kelterei des OGV Köllerbach (Schulstraße 19) zu Apfelsaft verarbeiten lassen. Jedes Kind bekommt eine Flasche Apfelsaft von den selbst gepflückten Äpfeln. Der Apfelsaft kann außerdem zu den gewohnten Öffnungszeiten im NABU-Treff in Püttlingen (mittwochs und samstags 10-12 Uhr) erworben werden. Der Erlös kommt der NAJU zu Gute, indem wir damit neues Material für spannende, weitere Projekte finanzieren können.
Die Streuobstwiese wird vom NABU/NAJU Köllertal zukünftig gepflegt, um sie als Biotop mit ihrem alten Obstbaumbestand und damit als Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen zu erhalten.

 Am 02.10.21 treffen wir uns zu einer Pilzwanderung. Woran erkennt man eigentlich, welcher Pilz essbar oder ungenießbar ist? Welcher Pilz sogar sehr giftig ist? Hast Du gewusst, dass die Pilze näher mit den Tieren als mit den Pflanzen verwandt sind? Bei unserer Pilzwanderung wirst Du einen Nachmittag in der Natur erleben und viel Wissenswertes über die Pilze (Fungi) erfahren (Anmeldeschluss 28.09.21). 

Außerdem werden wir am 16.10.21 die Vogelberingungsstation des NABU in Saarlouis besuchen. Hier werden jährlich über 10.000 Vögel gefangen, vermessen, beringt und wieder freigelassen (Anmeldeschluss 11.10.21).

Wenn Du im Oktober an einer unserer Exkursionen teilnehmen möchtest und zwischen 9-14 Jahren alt bist, dann sichere Dir schnell einen Platz und schreib uns unter naju.koellertalgmx.de.

Die NAJU Köllertal entdeckt die Welt der Schmetterlinge

Ende August hat sich die Natutschutzjugend (NAJU) Köllertal trotz etwas Regen auf den Weg gemacht, die Welt der Insekten, diesmal im Speziellen die Welt der Schmetterlinge zu entdecken. Mit Becherlupen ausgerüstet, wanderte die Gruppe entlang des „Köllerpädchens“ in Richtung Etzenhofen. Neben den Schmetterlingen, v.a. Kohlweißlingen, konnten die Kinder und Jugendliche auch Zebraspinnen, Libellen, Heuschrecken u.v.m. entdecken. Während eines kleinen Zwischenstopps malten die Kinder kreativ ihre entdeckten Tiere auf Steine. Einige Steine legten wir dann am „Köllerpädchen“ an dem Saarsteinfeld ab, ein Teil davon wurde auch als kleines Andenken mit nach Hause genommen. Beim Schmetterlingsquiz traten drei Teams gegeneinander an und konnten ihr Wissen über die Welt der Falter unter Beweis stellen und lernten u.a. dass es auch Schmetterlinge gibt, die hier überwintern. Die Kinder konnten außerdem die verschiedenen Stadien der Metamorphose kennenlernen. Um die erste Phase im Leben des Schmetterlings zu beobachten, wanderten wir zurück zum NABU-Treff und begutachteten dort unsere Raupen des Distelfalters. Mittlerweile sind sie alle verpuppt. In diesen Tagen sind die ersten Falter geschlüpft, sodass sich die Kinder dieses Phänomen auch vor Ort im NABU-Treff zu den gewohnten Öffnungszeiten (mittwochs und samstags von 10-12 Uhr) ansehen konnten.
Am Ende der Exkursion lernten die Kinder und Jugendliche, welchen Beitrag sie zum Naturschutz, besonders für den Erhalt der Schmetterlingsvielfalt leisten können. Wer z.B. einen Garten oder einen Balkon hat, kann Pflanzen wie Lavendel, Distel, Brennnessel, Löwenzahn u.v.m. pflanzen bzw. stehen lassen und damit eine Nahrungsquelle schaffen.

Lebensraum Wald erkundet

Der Wald ist ein sehr interessanter Lebensraum mit vielen Funktionen wie Wasser- und CO2-Speicher, Schutzgebiet für viele Tiere und Pflanzen, aber auch Erholungsraum für Menschen. Davon konnten sich die Teilnehmer der ersten Waldexkursion der Naturschutzjugend (NAJU) Köllertal überzeugen, die sich den Urwald vor den Toren der Stadt Saarbrücken dazu ausgesucht hatten.

Nach einem kurzen Kennenlernspiel galt es, eine etwa 30 Meter hohe Halde (den sogenannten Kleinen Fuji) zu ersteigen. Durch Holzstufen wird der anstrengende Aufstieg erleichtert, oben hat man dann einen tollen Ausblick auf den herbstlich gefärbten Wald (siehe Foto). Nach dem abenteuerlichen Abstieg erhielten die Jugendlichen jeweils einen Eierkarton und mussten beim Waldbingo die 10 abgebildeten Gegenstände (u. a. Tannenzapfen, Stöcke, verschiedene Blätter, Eicheln, Bucheckern oder Vogelfedern) möglichst schnell suchen. Beim anschließenden Waldquiz konnten die Teilnehmer/innen viel von ihrem Waldwissen einbringen und lernten, warum invasive Arten ein Problem für das heimische Ökosystem darstellen und welche die häufigste Baumart in Deutschland ist und warum gerade diese jetzt zu einem Problem wird. Abschließend wurde auch die Kreativität gefördert, denn die Teilnehmer/innen mussten aus den Gegenständen auf dem Waldboden ein Waldbild herstellen, was zu lustigen Ergebnissen führte. Alle bedauerten, dass nach 3 Stunden bereits die Heimfahrt angetreten werden musste.

Nächstes Angebot der rührigen NAJU-Gruppe Köllertal unter Leitung von Michèle Fugmann, Tanja Hasselbacher, Bianca Fries, Friedrich Kuhn und Marius Schäfer ist ein Besuch der Vogelberingungsstation in Lisdorf am Samstag, 31. Oktober. Treffpunkt dazu ist um 9 Uhr am NABU-Treff in Püttlingen, Marktstr. 21. Da die Veranstaltung wetterabhängig ist, informieren wir vorher nochmals.