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Zweite Orchideenart in Püttlingen entdeckt

Püttlingen entwickelt sich allmählich auch zu einem Dorado für Orchideenfreunde. Zunächst wurde das „Breitblättrige Knabenkraut“  in zwei Püttlinger Feuchtwiesen nachgewiesen.  Diese Orchideenart steht in besonderer Verantwortung Deutschlands und ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützt, da sie auch im Saarland stark vom Aussterben bedroht ist und in die Rote Liste aufgenommen wurde. Jetzt wurde bei einer NABU-Familie in Köllerbach mit der Bienenragwurz eine weitere seltene und vom Aussterben bedrohte Orchideenart entdeckt.

„Das 1. Exemplar entdeckten wir 2013 direkt an einer ehemaligen  Grillstelle. Wir haben den Rasen dann immer erst nach dem Verblühen der Orchideen gemäht, so dass es jedes Jahr mehr wurden“ stellen die beiden naturbegeisterten Hausbesitzer fest. Der Höchststand wurde 2016 mit 150 Exemplaren erreicht, in diesem Jahr erblühten lediglich 35 Bienenragwurz-Orchideen. „Das ist für dieses trockene Frühjahr völlig normal“, stellt die Orchideen-Betreuerin des NABU-Landesverbandes,  Birgit Freiheit, fest.

Die Bienenragwurz taucht immer wieder auch in städtischen Räumen auf, da ihre Samen sehr klein und leicht sind und daher problemlos sehr weit verbreitet werden können. Die Blüten der Bienenragwurz, die eine Wuchshöhe bis zu 50 cm erreichen kann, werden selten von Insekten bestäubt, so dass Selbstbestäubung für die Fortpflanzung notwendig ist. Vom Samen bis zur Blüte dauert es dann bis zu 4 Jahren, so dass in Köllerbach noch einige der seltenen Orchideen zu erwarten sind. Wer solche Pflanzen in seinem Rasen entdeckt, sollte sich mit der NABU-Ortsgruppe Köllertal (Tel: 06898-2001995, E-Mail: nabu-koellertal@gmx.de) in Verbindung setzen.

Mit der Bienenragwurz wurde nun eine weitere seltene Orchideenart in Püttlingen festgestellt Foto: G. Formicka

Fledermausabend im Rahmen des Sommerferienprogramms

Der Monat August steht jährlich ganz im Zeichen der Fledermäuse. Während die ersten Sommergäste wie Kuckuck und Mauersegler bereits gen Süden geflogen sind, fliegen die Eltern-Fledermäuse jetzt schnell und wendig mit ihrem Nachwuchs am dämmrigen Nachthimmel. Sie wirklich auszumachen und zu beobachten fällt allerdings schwer. Um auf diese schützenswerte und bedrohte Tiergruppe aufmerksam zu machen, findet alljährlich im August die Internationale Fledermausnacht statt. Deshalb hatte auch die NABU-Ortsgruppe Köllertal im Rahmen des Sommerferienprogramms zu einer Fledermausexkursion eingeladen, um  über die Kobolde der Nacht zu informieren. Mit über 40 Teilnehmern, in der Mehrzahl Kinder,  fand sie auch eine große Resonanz.

Zunächst stellte die saarländische Fledermaus-Expertin Dr. Christine Harbusch in einem Lichtbildervortrag im NABU-Treff die im Saarland lebenden Fledermausarten vor. Bei der anschließenden Wanderung entlang des Köllerbachs zum Trimm-Treff konnten diverse Fledermausarten mit Hilfe von Ultraschalldetektoren bei der Insektenjagd entdeckt werden. Es waren in der Mehrzahl Zwergfledermäuse, aber auch Langohrfledermäuse und der seltene Abendsegler waren zu hören. „Ich bin begeistert, wieviele Fledermäuse hier noch auf Insektenjagd gehen“ stellte Christen Harbusch erfreut fest.
Unsere heimischen Fledermäuse fressen nur Insekten und zwar in großen Mengen. Sie sind also ausgesprochen nützliche Tiere, die unsere Insektenbestände regulieren.
Alle Fledermausarten  sind streng geschützte, bedrohte Tierarten, da leider oft aus Unwissenheit ihre Sommer- und Winterquartiere zerstört werden.

Wer Fledermäuse an seinem Haus, in Scheunen oder hohlen Bäumen entdeckt, sollte dies an die NABU-Ortsgruppe Köllertal melden (Tel: 06898-2001995, E-Mail: nabu-koellertal@gmx.de

Der NABU möchte die Lage der Fledermäuse verbessern und hilft ihnen mit der Anbringung von Fledermauskästen, dem Ausbau von Winterquartieren und der Sicherung von Sommerquartieren.

Im Köllertal gehen noch viele Fledermäuse auf Insektenjagd. Aber die Sommer- und Winterquartiere müssen gesichert werden. Foto: NABU

Spende des Vereins "Fröhner Wald – für Mensch und Natur e.v." an die WiVo

Große Freude bei der Wildvogelauffangstation des Saarlandes (WiVo), denn der Verein „Fröhner Wald – für Mensch und Natur e.v.“ unterstützt die engagierte  Naturschutzarbeit mit 500 €. Das ist der Reinerlös des diesjährigen Sommerfestes, der jetzt von Sabine Schulz und weiteren Vorstandsmitarbeiter/innen in der WiVo an Anke Scherer überreicht wurden.

Hintergrund ist die Rettung eines jungen Rotmilans, der im Fröhner Wald aus seinem Horst gefallen war und völlig abgemagert und dehydriert in die WiVo nach Püttlingen gebracht wurde. Christoph Scherer: „Er konnte kaum noch schlucken und weder Flüssigkeiten , noch feste Nahrung aufnehmen“. Deshalb wurden Infusionen angelegt und nach 2 Tagen konnten erstmals Baby-Mäuse verfüttert werden. Sylvia Vollrath: “Nach 3 weiteren Tagen wurde er wieder agiler und konnte zerkleinerte Küken und Mäuse aufnehmen. Weiteren 2 Wochen später war er in der Lage, selbst seine Nahrung zu zerkleinern und wurde dann in die Greifvogelauffangstation nach Weiskirchen gebracht.“ In einer großen Voliere konnte er dort auch das Fliegen erlernen. Inzwischen ist er in seiner Heimat im Fröhner Wald wieder ausgewildert, wird sich im Herbst dann auf den Weg in ein südeuropäisches Winterquartier machen und im Frühjahr 2018 hoffentlich wieder ins Köllertal zurückkommen.

Sabine Schulz vom Verein „Fröhner Wald – für Mensch und Natur“ überreicht einen Spendenscheck über 500 € an Anke Scherer von der Wildvogelauffangstation.
Foto: Ute Maria Meiser

Schwalbenausstellung in der Klinik Püttlingen

Um auf die Probleme der immer seltener werdenden Schwalben und Mauersegler hinzuweisen, veranstaltet die NABU-Ortsgruppe Köllertal in Zusammenarbeit mit der Klinik Püttlingen eine Ausstellung im Foyer des Krankenhauses. Verwaltungsdirektor Ralf Beckstein verwies bei der Eröffnung darauf, dass in der Tiefgarage der Klinik schon seit Jahren Rauchschwalben nisten, die Zahl der Nester sogar zunimmt und jetzt erstmals auch ein Kunstnest belegt wurde. Beigeordnete Denise Klein konnte auf Bestrebungen der Stadt Püttlingen zum Schwalbenschutz hinweisen: „An mehreren öffentlichen Gebäuden, unter anderem auch am Rathaus haben wir Kunstnester angebracht, die auch belegt sind. Zudem freuen wir uns, dass die saarländische Wildvogelauffangstation jetzt langfristig in Püttlingen ausgebaut wird“.

Christoph Braunberger vom Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz (LUA) und Vogelschutzexperte des NABU-Landesverbandes nannte bei der Ausstellungseröffnung vor allem die Sanierung der Gebäude und den Verlust von Viehställen als Ursachen für den Rückgang der Schwalben. Oft fehlen auch Lehmpfützen, die für den Bau der Schwalbennester notwendig sind, zudem gibt es durch den vermehrten Einsatz von Pestiziden auch weniger Insekten, die die Nahrungsgrundlage für Schwalben und Mauersegler sind.

Der NABU-Landesverband hat deshalb die Aktion „Schwalben willkommen“ gestartet und würdigt mit einer Plakette Haus- und Stallbesitzer, die Schwalbenkolonien am Haus oder im Stall dulden.

Zudem bietet die NABU-Ortsgruppe Köllertal Kunstnester an, die man unter dem Dachvorsprung für Mehlschwalben und in Ställen oder Garagen für Rauchschwalben anbringen kann. Damit Hauswände und Balkone nicht durch Schwalbenkot verschmutzt werden, kann man 60 cm unter dem Nest ein Kotbrett anbringen, was ebenfalls von der NABU-Ortsgruppe angeboten wird. Mit einem naturnahen Garten, der vielen Insekten Nahrung bietet, hilft man zudem den Schwalben, Nahrung zu finden.

Wer Schwalben in seiner Umgebung fördern will, kann sich beim NABU Köllertal melden:

06898-2001995 oder E-Mail: nabu-koellertal(at)gmx.de

Katharina Kühn (LUA), Klinik-Verwaltungsdirektor Ralf Beckstein, Franz Bund (NABU), Christoph Braunberger (LUA), Beigeordnete Denise Klein und Hans-Joachim Schmidt (NABU) eröffnen die Schwalbenausstellung im Foyer der Klinik Püttlingen Foto: Stefan Waltner

Verleihung der Plakette "Schwalben willkommen"

Seit Mitte April sind sie aus dem Süden zurückgekehrt, Ende August ist mit dem Abflug der Schwalben wieder zurück nach Afrika zu rechnen. Mit dem Projekt „Schwalben willkommen“ will der NABU Saarland diesen Frühlingsboten seine besondere Aufmerksamkeit widmen. Denn besonders die Bestände von Rauchschwalben und Mehlschwalben, aber auch der Mauersegler, die in direktem Umfeld des Menschen nisten, sind seit Jahren rückläufig 

Am besten ist den Schwalben geholfen, wenn bestehende Kolonien geschützt und unterstützt werden. Die NABU-Ortsgruppe Köllertal hatte deshalb die Öffentlichkeit befragt, wo im Köllertal noch Mehl-oder Rauchschwalben sowie Mauersegler nisten. 25 Besitzer von Häusern oder Pferdeställen, an denen noch Schwalbenkolonien vorkommen, hatten sich daraufhin gemeldet. Gemeinsam mit dem Staatssekretär im Umweltministerium Roland Krämer  und dem Europaabgeordneten Jo Leinen wurden nun diese Hausbesitzer, die diesen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten, im Rahmen des Büffelfestes mit der Plakette „Schwalben willkommen“ und einer Urkunde ausgezeichnet. Krämer erinnerte daran, dass leider immer mehr Kolonien verlorengehen, weil alte Gebäude renoviert oder abgerissen werden. Dabei ist der Gesetzgeber eindeutig auf der Seite der Schwalben: Schwalbennester dürfen nicht entfernt werden und wer sie dennoch zerstört, muss Ersatz schaffen. Jo Leinen bemüht sich, dass der Vogel- und damit auch der Schwalbenschutz in allen europäischen Ländern gesetzlich verankert wird.

Im Einzelnen wurden ausgezeichnet: Alfred Faas, Waltraud Franze, Helmut Jakob, Frank Lind, Günter Müller, Thomas Scherer, Ewald Serf, Michael Weber (alle Püttlingen), Viktor Feld (Hirtel), Karoline Neu (Obersalbach), Isolde Heintz (Berschweiler), Hans Kuhn (Berschweiler), Albert Reinert (Walpershofen), Herbert Nimmesgern (Riegelsberg), Reinhard Weber (Hilschbach) und Nina Loncar (Numborn). Sie schilderten, dass die Schwalben schon sehr lange in ihrem Umfeld leben, einige legen sogar Lehmpfützen an, damit die Schwalben Nistmaterial finden. Als großen Vorteil schilderten sie unisono, dass weniger Stechmücken sie und vor allem auch die Pferde drangsalieren. Der NABU Köllertal bietet den „Schwalbenfreunden“ das Anbringen von Kotbrettern und von Kunstnestern an, die Verleihung der Plaketten an „Schwalbenunterstützer“ wird in den kommenden Jahren fortgesetzt.

Delegation des Luxemburger Umweltministeriums besichtigt Weideprojekte

Interessante Erfahrungsaustauschmöglichkeiten zum Thema „Ganzjahresbeweidung“ gibt es gegenwärtig in der Stadt Püttlingen. Nach dem Umweltausschuss der Gemeinde Heusweiler war in diesen Tagen eine Delegation des Luxemburgischen Umweltministeriums zu Gast, die sich ebenfalls über die verschiedenen Beweidungsprojekte in der Stadt Püttlingen informieren wollten. Klaus Nickels, Umweltbeauftragter der Stadt Püttlingen und der saarländische Tierschutzbeauftragte Dr. Hans-Friedrich Willimzik  empfingen die Naturschutzabteilung mit ihrem Sprecher Jean-Marc Berg zunächst bei den Steppenrindern, die stolz ihren Nachwuchs präsentierten.

Steppenrinderbetreuer Peter Telli konnte dabei erfreut feststellen, dass bereits nach 2 Jahren Beweidung sich die Arten- und Strukturvielfalt erhöht. Durch den Verzicht auf Pflegemaßnahmen wie Mähen und Walzen werden Ameisennester nicht mehr zerstört, Bodenbrüter wie Fasan und Feldhuhn haben sich wieder angesiedelt. Durch den Kot der Rinder hat sich offensichtlich die Anzahl der Insekten erhöht, wovon wiederum viele Fledermäuse profitieren. Ähnliche Beobachtungen konnte auch Wasserbüffelbetreuer Günter von dem Broch schildern. Wasserbüffel nutzen vor allem bei den heißen Temperaturen stärker die vorhandenen Gewässer und legen sich vermehrt Suhlen (Badewannen) an. Davon profitieren offensichtlich viele Amphibien, denn das morgen- und abendliche Froschkonzert war früher nicht zu hören.

Christoph Scherer konnte ebenfalls eine Zunahme von Pflanzen- und Tierarten im Weideprojekt mit schottischen Hochlandrindern feststellen. Erstmals ist dort der Neuntöter als Brutvogel aufgetaucht. Der betreuende Tierarzt Dr. Hans-Friedrich Willimzik bestätigte, dass die Auswahl der Weidetiere richtig war, da sie mit dem angebotenen Futter und Wasser gut zurecht kommen und nur im Winter zugefüttert werden muss. Das beweisen auch die jährlich durchgeführten Blutuntersuchungen. Eine Behandlung mit Antibiotika oder Parasitenmitteln war bisher nicht notwendig.

„Genau dies ist unser Problem in Luxemburg“ stellte Jean-Marc Berg abschließend fest. „Wir haben vor genau 10 Jahren mit einer Ganzjahresbeweidung im Tal der Syr (Sauer) angefangen, Waserbüffel wurden damals nicht akzeptiert. Deshalb entschieden wir uns für Galloway-Rinder und haben nun immer mehr Ausfälle durch Leberegel. Wir wollen deshalb jetzt auf Wasserbüffel umstellen“.

Die Püttlinger Beweidungsprojektleiter werden noch in diesem Jahr zu einem Gegenbesuch in Luxemburg eingeladen, wobei auch ein Besuch der dortigen Wildvogelauffangstation vorgesehen ist.

Erneuter Nachwuchs bei den Steppenrindern

Am Montag, 12. Juni, hat auch unsere zweite Kuh ein Kälbchen geboren. Den SZ-Artikel vom 14. Juni können Sie hier noch einmal nachlesen.

Wildvogelauffangstation (WiVo) Püttlingen ist Gewinner der Aktion „WATT für Deinen Verein“

Die Wildvogelauffangstation hat im vorigen Jahr über 1200 Vögel aufgepäppelt und wieder in die Natur entlassen und hat in diesem Jahr ihr neues Domizil an der Kläranlage bezogen. Dieses Engagement wird jetzt belohnt: Das Gemeinschaftsprojekt ist Gewinner der Aktion „WATT für deinen Verein“, welche der Energieversorger energis und seine Stadtwerkepartner ins Leben gerufen haben. Neben dem Titel „Verein des Monats“ gab es auch 300 Euro für die Vereinskasse, die Jochen Strobel (energis) überreichte. „Um ‚Verein des Monats‘ zu werden, muss man couragierten Einsatz zeigen, manchmal auch über die eigenen Vereinsgrenzen hinaus. Das zeigt die Wildvogelauffangstation in ihrer täglichen Arbeit“, erklärt Strobel.

Nachhaltigkeit ist wichtiges Ziel 
Das Team um Anke Scherer, Sylvia Vollrath, Ralf Bamberger und Christoph Scherer übernimmt vielfältige Aufgaben rund um den Schutz der Tiere. Über 300 Tiere haben die Station in diesem Jahr bereits durchlaufen, bevor sie wieder ausgewildert werden konnten. Kindergärten und Schulen können Führungen buchen. Die Kinder können so den heimischen Artenschutz ganz aus der Nähe erleben. „Die Nachhaltigkeit unserer Arbeit liegt uns sehr am Herzen“ sagt Christoph Scherer, der mit seinem Team den Titel entgegengenommen hat. Vielleicht hat der Verein auch Glück und kann sich am Jahresende über einen großen Gewinn freuen. Denn alle Gewinner eines jeden Monats sind automatisch für die Wahl zum „Verein des Jahres“ nominiert, dem dann noch einmal 5.000 Euro winken. 

Jochen Strobel (energis) /1.v.l.) überreicht die Auszeichnung „Verein des Monats“ an das Team der Wildvogelauffangstation. Foto: energis

Nachwuchs bei unseren Steppenrindern

Nachdem die Herde um einen jungen Bullen im letzten Jahr erweitert wurde, hat sich jetzt der erhoffte Nachwuchs bei den Steppenrindern eingestellt, ein weibliches Kalb. In der Saarbrücker Zeitung erschien am 10. Mai ein Beitrag zu diesem Ereignis:

Ausstellung über den Waldkauz im Foyer der Knappschaftsklinik Püttlingen

Mit einer Ausstellung im Foyer der Knappschaftsklinik Püttlingen richtet der NABU Köllertal die Aufmerksamkeit auf den Vogel des Jahres, den Waldkauz. In der Saarbrücker Zeitung erschien am 9. Mail ein Artikel zur Ausstellungseröffnung.

Bilanz der diesjährigen Amphibienwanderung an den Schutzzäunen

Die Amphibienwanderung, bei der Frösche, Kröten und Molche ihre Laichgewässer aufsuchen, hat ihr Ende erreicht; zum Abschluss der Schutzmaßnahmen erschien am 12. April in der Saarbrücker Zeitung ein Bericht mit der diesjährigen Bilanz:

Übergabe Zuwendungsbescheid zur Finanzierung der FÖJ-Stellen

Große Freude bei der NABU-Ortsgruppe Köllertal und der Wildvogelauffangstation des Saarlandes, denn seit dem 1. März ist die 2. Stelle im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) durch Angela Salm aus Riegelsberg besetzt. Finanziert wird auch diese 2. Stelle durch das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz. Einen entsprechenden Zuwendungsbescheid über 5400 € überreichte in diesen Tagen Umwelt-Staatssekretär Roland Krämer an den NABU-Landesvorsitzenden Uli Heinz. Zusammen mit Hendrik Woll hilft Angela Salm jetzt beim täglichen Amphibientransport, zudem sind beide beim Umzug der Wildvogelauffangstation in die alte Stadtgärtnerei gefordert.

„Die beiden FÖJ-Stellen wollen wir auch in den kommenden Jahren finanzieren“ versprach Günter Heinrich, der Leiter des saarländischen Umweltausschusses. „Das ist für uns eine großartige Unterstützung“ bedankte sich Anke Scherer vom NABU Köllertal und ergänzte: „Anscheinend bieten wir eine attraktive und abwechslungsreiche Mitarbeitsmöglichkeit, denn für das am 1. September 2017 beginnende neue FÖJ-Jahr haben wir bereits 4 Bewerbungen.“

Hendrik Woll (1.v.l.) und Angela Salm praktizieren ein Freiwilliges ökologisches Jahr beim NABU Köllertla und freuen sich über den Zuwendungsbescheid, den Staatssekretät Roland Krämer, Stefan Scheid und Günter Heinrich an den NABU-Landesvorsitzenden Uli Heinz überreicht haben (v.l.n.r.) Foto: Hans-Adolf Klein

Die Stadt Püttlingen ehrte Mitglieder aus Naturschutz treibenden Vereinen

Zu den Personen, die von der Stadt Püttlingen geehrt wurden, gehört auch unsere zweite Vorsitzende, Anke Scherer.

Hier die Begründung für die Ehrung von Anke Scherer, die von der Püttlinger Beigeordneten Denise Klein vorgetragen wurde:

  • Anke Scherer ist im Amphibienschutz schon seit vielen Jahren tätig
  • 2014 Gründungsmitglied der NABU-Ortsgruppe Köllertal und seitdem 2. Vorsitzende
  • Projektleitung bei der Verlagerung der Wildvogelauffangstation (WiVo) nach Püttlingen
  • Konzepterstellung für einen Fortbildungslehrgang über 14 Abende zur Vorbereitung der WiVo
  • ab April 2016 Aufnahme von über 1200 Vögeln zum Aufpäppeln und Auswildern
  • Leiterin des WiVo- Kooperationsrates, der die Verlagerung der WiVo in die ehemalige Püttlinger Stadtgärtnerei organisiert
Zeitungsartikel der SZ vom 16.03.2017

Liebe ist in der Luft…

Denn die Tage werden allmählich länger und die Vögel werden wieder aktiver und gehen auf Brautschau. Die Balzzeit beginnt in Kürze und die Vögel halten Ausschau nach einem geeigneten Brutplatz. Beim NABU Köllertal hat man Vorsorge getroffen und Nistkästen für verschiedene Vogelarten gebaut.

Meisen(1,7,8), Mauersegler(2), Turmfalke(3), Schwalben(4), Waldkauz(5), Rotschwänzchen(6)

Sie können erworben werden jeweils Samstag 10.00-12.00 Uhr im NABU-Treff, Marktstr. 21 oder können bestellt werden.

Telefon: 06898/2001995

E-Mail: nabu-koellertal@gmx.de

Weitere Infos auch unter www.koellertal.nabu-saar.de

Beim NABU Köllertal gibt es viele Vogelnistkästen zu erwerben

Erweiterung der Weidefläche für die Ungarischen Steppenrinder

Jetzt im Frühjahr wird die Weidefläche für unsere Ungarischen Steppenrinder um ein Gelände aus städtischem Eigentum erweitert. Am 3. Februar erschien in der Saarbrücker Zeitung ein Bericht dazu, den Sie hier nachlesen können:

Freiwilliges Ökologisches Jahr von Hendrik Woll beim NABU Köllertal

Hendrik Woll absolviert beim NABU Köllertal ein Freiwilliges Ökologisches Jahr. Am 21. Januar erschien in der Saarbrücker Zeitung ein Beitrag über ihn, den Sie im Folgenden nachlesen können:

Bekommen unsere Steppenrinder ausreichend Futter?

Diese Frage stellten sich besorgte Mitbürger und informierten das staatliche Veterinäramt. In der Saarbrücker Zeitung vom 13. Januar 2017 erschien hierzu ein Bericht, den Sie im Folgenden nachlesen können:

Jubilarehrung beim NABU Köllertal

Zum Neujahrsempfang mit Jubilarehrung hatte die NABU-Ortsgruppe Köllertal in diesen Tagen in den NABU-Treff eingeladen. NABU-Landesvorsitzender Uli Heintz  verlieh dabei Urkunden und Ehrennadeln an folgende Mitglieder:

Aus Püttlingen:
Für 10-jährige Mitgliedschaft:
Werner Els, Margot und Harald Geiger, Joachim Hoffmann, Irmgard und Paul Maximini, Stefan Wirtz
Für 20-jährige Mitgliedschaft:
Ilona Becker, Marita, Sandra und Balthasar Günther, Dirk Heuser, Elke und Hans Krämer, Yvonne Kreutzberger, Magdalena und Johann Müller, Dr. Iris Zirpel

Aus Heusweiler:
Für 10-jährige Mitgliedschaft:
Philipp Jan Feld, Rüdiger Flöhl, Barbara, Ida und Fritz Gerstner, Daniela, Luca, Klaus und Jeanne Wieland, Melanie und Jonas Lang, Emil Hoffmann, Dagmar Köbrich, Ina Müller, Markus Stemler, Britta Schäfer

Er bedankte sich für die jahrelange finanzielle Unterstützung, denn durch den NABU-Beitrag werden Projekte im NABU-Bundesverband, -Landesverband und in der Ortsgruppe erst möglich.

Eine besondere Ehrung wurde Gerd Bender zuteil, der bereits seit 35 Jahren den NABU unterstützt und den Wahlschieder Vogelzucht- und Vogelschutzverein leitet. Auch Mia Jungmann ist bereits seit 30 Jahren NABU-Mitglied und hat jahrelang den Vogelschutzverein Püttlingen geleitet.

In einem Lichtbildervortrag erinnerte Hans-Adolf Klein an die vielfältigen Aktivitäten  des vergangenen Jahres, wie Aufbau der Wildvogelauffangstation, Gelbbauchunken- und Amphibienschutzprogramm, Beweidungs- und Vogelschutzprojekte.

Besonders geehrt wurden Mia Jungmann und Gerd Bender für langjährige NABU-Mitgliedschaft
Foto: Andreas Engel

Für den neuen Standort der „Zentralen Wildvogelauffangstation Köllertal“ übergibt Umweltminister Jost 150.000 Euro

Hier der Text der Pressemitteilung des Ministeriums für Umwelt- und Verbraucherschutz anlässlich der Übergabe des Zuschussbescheids:

 

Bald werden in der ehemaligen Püttlinger Stadtgärtnerei neue Töne erklingen: Umweltminister Reinhold Jost hat für den neuen Standort der „Zentralen Wildvogelauffangstation Köllertal“ 150.000 Euro an den Vorsitzenden des Naturschutzbundes im Saarland (NABU), Uli Heintz, übergeben. Der Umzug vom „Haus Waldkauz“ in die ehemalige Stadtgärtnerei ist im Frühling 2017 vorgesehen. 

„Ein großer Dank gilt den Kooperationspartnern der NABU- und Naturschutzverbände, die sich der Suche nach einem neuen Standort der Zentralen Wildvogelauffangstation im Köllertal angenommen haben. Mit der Unterstützung der Stadt Püttlingen kann aus der Übergangslösung im „Haus Waldkauz“ endlich eine neue und bedarfsgerechte Auffangstation in den Räumlichkeiten der ehemaligen Stadtgärtnerei etabliert werden“, betont Jost bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids. Die Stadt Püttlingen stellt die ehemalige Stadtgärtnerei kostenlos zur Verfügung.

„Für den NABU im Saarland erfüllt sich mit dieser außergewöhnlichen Unterstützung ein lange gehegter Wunsch“, so der NABU Landesvorsitzende Heintz, „der am Ende vor allem der heimischen Vogelwelt zu Gute kommt.“ 

Die finanziellen Zuwendungen aus dem Umweltministerium stammen aus einem Sonderinvestitionsprogramm, welches Umweltminister Jost für den Tierschutz ins Leben gerufen hat. Die Gesamtkosten des Umbaus betragen 157.900 Euro. Den Eigenanteil von 7.900 Euro an den Maßnahmekosten übernimmt der NABU Saar.

Die insgesamt sechs Kooperationspartner (NABU Ortsgruppe Köllertal; NABU Ortsgruppe Riegelsberg; NABU Saarland; Natur- und Vogelschutzverein Püttlingen; Stadt Püttlingen; Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz) hatten Anfang November einen Kooperationsvertrag zur Errichtung und zum Betrieb der Zentralen Wildvogel-Auffangstation im Saarland unterschrieben. Mit der finanziellen Zuwendung erfüllt das MUV einen vertraglich festgelegten Leistungsanteil. 

Bereits im Laufe des Jahres 2016 hat das MUV mit einer Zuwendung dem NABU als Betreiber der Zentralen „WiVo-Station“ 20.000 Euro für die Finanzierung von zwei geringfügig Beschäftigten für die Jahre 2016 und 2017 gewährt. Des Weiteren werden durch das Ministerium die laufenden Kosten für Futter, Tierarzt, Medikamente und Fahrtkosten im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel von 10.000 Euro im Jahr übernommen. 

Umweltminister Reinhold Jost übergibt einen Zuschussbescheid über 150.000 € an den NABU-Landesvorsitzenden Uli Heintz vor der ehemaligen Püttlinger Stadtgärtnerei, die zur Wildvogelauffangstation umgebaut werden soll. Foto: Umweltministerium

proWin unterstützt die Wildvogelauffangstation Püttlingen

Hier der Pressetext von proWin anlässlich der Preisverleihung im Wettbewerb "aktiv & engagiert 2016":

Das Illinger Vertriebsunternehmen proWIN Winter GmbH ist als einer der Sieger des Wettbewerbs „aktiv & engagiert 2016“ hervorgegangen. Innerhalb eines Festaktes in der IHK Saarbrücken wurde Firmenchef Ingolf Winter der Preis in Form einer Stahlstele durch Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger überreicht.

Der gemeinsam vom Wirtschaftsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, der Landesarbeitsgemeinschaft Pro Ehrenamt e. V. und IHK Saarland initiierte Wettbewerb zeichnet Unternehmen aus, die eine hohe gesellschaftliche Verantwortung zeigen und im besonderen Maße bürgerliches Engagement leisten.

Gemeinsam mit proWIN freute sich die Wildvogelaufzuchtstation Püttlingen. Sie wurde im vergangenen Jahr mit 4000 € durch proWin unterstützt und als stellvertretender Projektpartner der proWIN pro nature-Stiftung erhielt sie einen weiteren Scheck in Höhe von 200 Euro.

Die Gründerfamilie Winter/Schäfer setzt sich bereits seit Jahren für karitative Zwecke sowie die Erhaltung unserer Natur ein – mittlerweile mit Hilfe von zwei firmeneigenen Stiftungen: über die proWIN Stiftung (Unterstützung notleidender Kinder im In- und Ausland) und die proWIN pro nature-Stiftung (Engagement zum Schutz der Natur und der Artenvielfalt).

Die proWIN Winter GmbH hat von Beginn an auf eine moderne und soziale Personalpolitik gesetzt. Die Bemühungen von Personalchefin Gabi Winter, neben guten Arbeitsbedingungen auch gute Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu schaffen, wurden bereits mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem gab es dafür 2014 das IHK-Gütesiegel „Familienfreundliches Unternehmen“.

Durch dieses vielfältige Engagement der Firma sah die Jury des Wettbewerbs die Voraussetzungen für einen Sieg in der Kategorie „engagiert“ erfüllt.

Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zum Betrieb der Wildvogelauffangstation

Die künftigen Arbeiten in der WiVo werden durch einen Kooperationsrat festgelegt. Mitglieder sind (v.l.n.r.): Hans-Jürgen Walter, Christian Müller, Reinhold Jost, Hans-Joachim Schmidt, Christoph Scherer und Rudi Reiter. Weitere Mitarbeiter sind Anke Scherer, Ralf Bamberger und Dr. Hans-Friedrich Willimzik
Foto: MUV

Die zentrale Auffang- und Pflegestation für Wildvögel wird auch in den nächsten Jahren in Püttlingen angesiedelt. Durch einen Kooperationsvertrag haben jetzt Umweltminister Reinhold Jost, Püttlingens Beigeordneter Christian Müller, Rudi Reiter vom NABU-Landesverband, Hans-Joachim Schmidt vom NABU Köllertal, Hans-Jürgen Walter vom NABU Riegelsberg und Christoph Scherer vom Natur- und Vogelschutzverein Püttlingen ihre Bereitschaft bekräftigt, in Püttlingen in der ehemaligen Stadtgärtnerei die zentrale Wildvogelauffangstation für das Saarland zu entwickeln und zu betreuen. Die Stadt Püttlingen stellt dieses Gebäude kostenlos zur Verfügung, ein entsprechender Pachtvertrag ist in Vorbereitung. Für die Bevölkerung wird im Püttlinger Mühlengrund die zentrale Anlaufstelle geschaffen, um dort hilfsbedürftige Wildvögel abzugeben.

Gegenwärtig beginnen die Planungen für die Umgestaltung der Stadtgärtnerei, die in enger Abstimmung mit der Stadt Püttlingen erfolgen. Für den Umbau stellt das Umweltministerium maximal 150 000 € zur Verfügung und beteiligt sich an den Futter-, Medikamenten- und Fahrtkosten. Personell übernimmt das Umweltministerium die Kosten für 2 geringfügig Beschäftigte sowie von 2 Stellen des Freiwilligen Ökologischen Jahres. Betreiber der Station ist dann der NABU-Landesverband in Zusammenarbeit mit den 3 genannten Naturschutzvereinen. Zusammen übernehmen sie die jährlich anfallenden Strom- und Wasserkosten.

Freiwilliges Ökologisches Jahr

Die NABU-Ortsgruppe Köllertal ist vom saarländischen Umweltministerium als Einsatzstelle für das „Freiwillige Ökologische Jahr“ (FÖJ) anerkannt worden, so dass ab 1. November 2016 zwei  Jugendliche bzw. junge Erwachsene bis 27 Jahre bei den verschiedenen Umweltprojekten mitarbeiten können. Wer also die Schule abgeschlossen hat und noch auf einen Ausbildungs-, Studien- oder Referendariatsplatz wartet, kann bis Ende August 2017 viel Praktisches lernen bei Projekten des NABU Köllertal zum Fledermaus- oder Amphibienschutz, beim Anlegen eines interkulturellen Gartens oder bei Beweidungsprojekten des naturnahen Köllertals. Haupteinsatzzeit ist dann ab April 2017 in der neuen Wildvogelauffangstation in der ehemaligen Stadtgärtnerei Püttlingens zu absolvieren. Weitere Informationen bei Hans-Joachim Schmidt, Tel: 06898-65710 oder nabu-koellertal@gmx.de. 

Zweiter Platz des Möbel-Martin-Naturschutzpreises 2016 für den Runden Tisch Landschaft

Prof. Dr. Sylvia Martin und Umweltminister Reinhold Jost überreichen Scheck und Urkunde an die Vertreter des „Runden Tisches Landschaft“ (v.l.n.r.): Hans-Joachim Schmidt, Beigeordneten Christian Müller, Klaus Nickels und Christoph Scherer.
Foto: Möbel Martin

Große Freude bei der Stadt Püttlingen und den Mitstreiterinnen beim „runden Tisch Landschaft“, denn beim Möbel-Martin-Naturschutzpreis 2016 erhielt man den mit 2500 € dotierten 2. Preis. „Mehr Natur im Stadt- und Arbeitsumfeld“ lautete das Motto des zum 32. Mal ausgeschriebenen Naturschutzpreises und mehr als 20 Städte, Gemeinden und auch Firmen aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz bewarben sich mit ihren Fördermaßnahmen um biologische Vielfalt im Siedlungsbereich.

Die Jury lobte die Initiative „Runder Tisch Landschaft“, die von der Stadt Püttlingen bereits 2003 ins Leben gerufen wurde. Zunächst gab es mit den naturschutztreibenden Vereinen gemeinsame Frühjahrsputz- und Pflanzaktionen, seit 2010 versucht man darüber hinaus, die von Verbuschung bedrohte Köllertalaue durch Beweidungsprojekte offenzuhalten. Mittlerweile helfen Wasserbüffel, Konikpferde, Hochlandrinder und Steppenrinder, die Kulturlandschaft entlang des Köllerbachs zu erhalten und zu pflegen. Das Anlegen eines Bienenlehrpfades und die Verlagerung der Wildvogelauffangstation nach Püttlingen waren weitere Pluspunkte für die Auszeichnung der Püttlinger Initiative. Besonders gelobt wurde auch die jährliche gemeinsame Ausrichtung eines Büffelfestes, das von der Bevölkerung sehr gut angenommen wird.

Geschäftsführerin Prof. Dr. Sylvia Martin und Reinhold Jost, saarländischer Minister für Umwelt und Verbraucherschutz lobten bei der Preisverleihung, dass in Püttlingen „ ehrenamtliche Kräfte durch gemeinsame Aktionen viel erreicht haben für den Naturschutz, aber auch für die Bürgerinnen und Bürger, bei denen die Aktionen große Zustimmung finden“. Klaus Nickels, der für die gemeinsamen Aktionen bei der Stadtverwaltung verantwortlich zeichnet, versprach, dass das Preisgeld für weitere Aktivitäten und Projekte des Runden Tisches Landschaft Verwendung finden wird. Weitere Ideen und Pläne sind bereits in Vorbereitung.

Vogelauffangstation hat fast 1000 gerettete Wildvögel in die Freiheit entlassen

In der Saarbrücker Zeitung erschien am 26. Oktober 2016 eine Bilanz über den Betrieb der Wildvogelauffangstation im ersten Halbjahr ihres Bestehens:

 

 

Möglicher neuer Standort für die Wildvogelauffangstation

Der Stadtrat von Püttlingen hat einem Umzug der Wildvogelauffangstation in die alte Gärtnerei als Dauerstandort zugestimmt. Das entspricht auch unserem ursprünglichen Wunsch, zumal diese Räumlichkeiten für den Betrieb der WiVo besser geeignet sind, als die Übergangslösung im Haus Waldkauz.

Hier der Artikel zum Stadtratsbeschluss aus der Saarbrücker Zeitung vom 07. Oktober:

NABU Köllertal pflanzt Baum im interkulturellen Garten in Püttlingen

Zur Eröffnung des neuen Begegnungszentrums stiftete de NABU-Ortsgruppe Köllertal  einen Olivenbaum, der in den  ersten interkulturellen Garten Püttlingens gepflanzt wurde.  Der Ölbaum ist eine der ältesten Kulturpflanzen für die Völker am Mittelmeer und gilt als Symbol des Friedens. Hier in Püttlingen ist der Olivenbaum noch eine Seltenheit, es geht ihm sicherlich ähnlich wie den Flüchtlingen: er muss sich hier an die Umwelt anpassen und zurechtfinden, er muss Wurzeln schlagen und anwachsen, irgendwann blühen und Früchte bilden. 

Einen Olivenbaum pflanzen in den interkulturellen Garten (v.l.n.r.) HaJo Schmidt, Nadine Fauß, Maher Kbawa, Angelika Feld, Carmen Helfgen, Bürgermeister Martin Speicher

Schwalben willkommen

NABU-Mitarbeiter Franz Bund überreicht die ersten Plaketten an Lore Schampel und Michael Weber

Schwalben willkommen heißt ein neues Projekt des NABU-Landesverbandes, denn die Bestände der Mehl- und Rauchschwalben nehmen rapide ab. Schwalben sind Kulturfolger und nisten in unmittelbarer Nachbarschaft des Menschen, wo sie früher als Glücksbringer verehrt wurden.

Aber dieses Glück ist bedroht, warnt der NABU: Feldwege, Einfahrten und Dorfplätze werden zunehmend versiegelt, so dass die Schwalben keinen Lehm zum Nestbau mehr finden. An modernen Fassaden haften die Nester nicht mehr oder werden sogar abgeschlagen. In Stallungen sind sie aus Hygienegründen oft unerwünscht und in der intensiv genutzten Ackerlandschaft gibt es immer weniger Insekten als Nahrung.

 Am besten ist den Schwalben geholfen, wenn bestehende Kolonien geschützt und unterstützt werden. Die NABU-Ortsgruppe Köllertal möchte deshalb wissen, wo im Köllertal noch Mehl-oder Rauchschwalben nisten. Gemeinsam mit dem Umweltministerium und dem NABU-Landesverband will man solche Hausbesitzer auszeichnen, die diesen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten. Wer Mehlschwalbennester am Haus oder Rauchschwalbennester im Stall oder Garage hat,  kann auf Antrag die Plakette „Schwalben willkommen“  erhalten (siehe Foto).  Außerdem darf er ein hochwertiges Kunstnest zur Erweiterung der Kolonie an seinem Haus anbringen. Meldungen an Franz Bund, Tel: 06898-67534 oder franz.bund@gmx.de.

Die ersten Plaketten wurden im Püttlinger Ortsteil Herchenbach verteilt, wo bei Michael Weber 18 Mehlschwalbenpaare und bei Lore Schampel 9 Mehlschwalbenpaare brüten. Michael Weber hat das Haus in der Kyllbergstraße 1999 gekauft, damals gab es 4 Nester unter dem Dachüberstand. Seitdem hat die Anzahl kontinuierlich zugenommen. „Fensterbänke und Vordach muss ich öfter vom Kot säubern, dafür habe ich keine Stechmücken mehr im Haus“ stellt Michael Weber erfreut fest. Bei Lore Schampel gab es immer schon Mehlschwalben unter dem Dach und Rauchschwalben im Stall. „Diese Jahr sind zum ersten Mal keine Rauchschwalben mehr gekommen, was ich sehr traurig finde“ so Lore Schampel. Gegen die Verschmutzung der Klappläden durch Schwalbenkot will der NABU ein Kotbrett anbringen.

Zentrale Wildvogelauffangstation seit 1. Mai 2016 in Betrieb

Von 07:00 Uhr bis 20:00 Uhr ist die Wildvogelauffangstation täglich unter 0173 9422001 erreichbar.

Am 1. Mai 2016 hat die Wildvogelauffangstation für das Saarland ihren Betrieb aufgenommen. Beteiligt sind der Natur- und Vogelschutzverein Köllerbach, der Natur- und Vogelschutzverein Püttlingen, der NABU Köllertal und der NABU Riegelsberg. Unterstützt wird das Projekt vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, dem NABU Landesverband und der Stadt Püttlingen.

Adresse der Wildvogelauffangstation:

An der Kläranlage 1
66346 Püttlingen

 

 

Anfahrtskizze

Der Saarländische Rundfunk berichtet in einem Beitrag vom 6. Mai 2016 über die Eröffnungsfeier. 

In der Mediathek des Saarländischen Rundfunks gibt es zum 6. Mai einen Beitrag im Aktuellen Bericht über die Wildvogelauffangstation. Der Bericht über die WiVo startet bei 16:38 Minuten.