Jahresrückblick 2019 der Wildvogelauffangstation

Viel zu tun gab es auch im Jahre 2019 in der zentralen Wildvogelauffangstation (WIVO) des Saarlandes, 

die in der ehemaligen Stadtgärtnerei an der Püttlinger Kläranlage untergebracht ist. Aufgrund der anhaltenden Hitze und Trockenheit waren auch  in diesem Jahr besonders viele Vögel in Not geraten. Mit 2222 verunglückten Jung- und Altvögel aus 67 Arten gab es einen neuen Aufnahmerekord. Die Vögel wurden medizinisch erstversorgt, gewärmt und gefüttert und mehr als zwei Drittel davon konnten wieder ausgewildert werden.  Am meisten vertreten waren diesmal folgende Arten: 270 Mauersegler, 269 Sperlinge, 72 Mehlschwalben, 59 Stockenten, 49 Buntspechte, 34 Rauchschwalben, 33 Turmfalken und 16 Waldkäuze.

Bei den Amseln und Meisen, die in den letzten Jahren am stärksten vertreten waren, machte sich der Usutu-Virus bemerkbar, der offensichtlich viele dahinraffte.

Unter der Sommerhitze litten besonders wieder die Mauersegler und Mehlschwalben, die gerne in Mauerspalten und unmittelbar unter dem Dach brüten. Wenn es dann unter den Ziegeln zu heiß wird, lassen sich die jungen Mauersegler und Mehlschwalben aus dem Nest fallen und landen dann häufig in der Wildvogelauffangstation (insgesamt 342 Aufnahmen). 

Eine Problemgruppe sind jedes Jahr auch die Turmfalken, die in großer Anzahl (33) in der WIVO landen, weil sie keine Nistmöglichkeiten finden. Die Kirchtürme sind verschlossen und sie versuchen dann verzweifelt in defekten Hausverkleidungen ein Nest zu bauen. Dort ist es meist zu eng und es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Trumfalkennachwuchs aus dem Nest fällt und dann versorgt werden muss.  In Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungszentrum (BBZ) Völklingen hat der NABU Köllertal deshalb Nistkästen für Turmfalken bauen lassen, die an Interessenten abgegeben werden. 

Dank gilt der LEVO-Bank Lebach und dem Sparverein des Saarlandes, die der Wildvogelauffangstation seit 2018 für 3 Jahre einen Peugeot Partner als Transportfahrzeug zur Verfügung stellen. Dank gilt auch Umweltminister Reinhold Jost, denn für die während des Betriebs der Station anfallenden laufenden Kosten wie Futter, Tierarztkosten, Medikamente, Strom oder Ähnliches wurden vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz Haushaltsmittel in Höhe von 25.000 € bereitgestellt. Auch die Kosten für 2 FÖJ-Stellen sowie 2 Minijobs wurden vom Ministerium übernommen. Eine weitere Mini-Job-Stelle wird vom NABU-Landesverband finanziert, so dass sich die personelle Situation weiter verbessert hat. Trotzdem ist die Wildvogelauffangstation auf viele ehrenamtliche Helfer angewiesen, denn rund um die 2222 betreuten Vögel gab es jede Menge Arbeit. Deshalb hatte das WiVo-Leitungsteam um Anke Scherer, Silvia Vollrath, Christoph Scherer und Ralf Bamberger zum Abschluss zu einem Helferfest eingeladen. Ein besonderes Dankeschön gab es dabei für die Absolventen des freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) Valentina Suck und Ben Weinrich. Sie werden abgelöst von Marina Nalbach (Schiffweiler) und Melanie Brücker, die aus Duisburg kommt und bis August 2020 in Püttlingen wohnt. Weitere Helfer/innen können sich bei der WiVo melden:

Tel: 06898-8706605, 0173-9422001, E-Mail: wivo-saarlandt-online.de

ProWin spendet erneut 20.000 € für den Aufbau und Betrieb der Wildvogelauffangstation

Große Freude bei den Mitarbeitern der saarländischen Wildvogelauffangstation (WiVo), die in der ehemaligen Püttlinger Gärtnerei an der Kläranlage im Mühlengrund untergebracht ist. Denn die „proWIN pro nature-Stiftung“ unterstützt den Ausbau der Auffangstation mit weiteren 20 000 €. Vorausgegangen war ein Besuch des proWIN-Geschäftsführer Ingolf Winter in der WiVo, wobei ihm vom Kernteam Anke Scherer, Sylvia Vollrath, Christoph Scherer und Ralf Bamberger die neuen Schwalbenräume vorgestellt wurden. Diese beiden Volieren, in denen Schwalben lernen, Insekten im Flug zu erhaschen, konnten durch eine 20 000 €- Spende von „proWin pro nature“  im Vorjahr gebaut werden. Ingolf Winter war begeistert: „Ihr leistet hier wertvolle ehrenamtliche Arbeit, das will ich mit weiteren 20 000 € unterstützen“.

 Mit der großzügigen Spende kann ein weiterer Teil des ehemaligen Gewächshauses umgestaltet werden. „Wir können jetzt weitere Volieren aufbauen und dadurch zukünftig auch mehr Vögel aufnehmen, denn auch in diesem Sommer musste zweimal ein Aufnahmestopp durchgeführt werden“, so Anke Scherer, die den Kooperationsrat der Wildvogelauffangstation leitet.

Jahresrückblick 2018 der Wildvogelauffangstation

Viel zu tun gab es im Jahre 2018 in der zentralen Wildvogelauffangstation (WIVO) des Saarlandes, die in der ehemaligen Stadtgärtnerei an der Püttlinger Kläranlage untergebracht ist. Aufgrund der anhaltenden Hitze und Trockenheit waren in diesem Jahr besonders viele Vögel in Not geraten. Exakt 1845 verunglückte Jung- und Altvögel aus 67 Arten wurden aufgenommen, versorgt und mehr als zwei Drittel davon wieder ausgewildert. Am meisten vertreten waren folgende Arten: 

282 Amseln, 247 Haussperlinge, 127 Blaumeisen, 99 Kohlmeisen, 94 Ringeltauben, 92 Rabenkrähen,

53 Hausrotschwänze und  52 Stare 

 Unter der Hitze leiden besonders die Mauersegler, die gerne in Mauerspalten unmittelbar unter dem Dach brüten. Wenn es dann unter den Ziegeln zu heiß wird, lassen sich die jungen Mauersegler aus dem Nest fallen und landen dann häufig in der Wildvogelauffangstation (167 Aufnahmen). Erstmals ist dies in diesem extremheißen Sommer auch bei Mehlschwalben zu beobachten, die sich ebenfalls aus ihren Nestern unter Dachvorsprüngen fallen lassen und dabei dann oft zu Tod kommen oder von Katzen gefressen werden. So wurden auch 54 Mehlschwalben und 27 Rauchschwalben in der WiVo abgegeben. 

Eine Problemgruppe sind jedes Jahr die Turmfalken, die in großer Anzahl (27) in der WIVO landen, weil sie keine Nistmöglichkeiten finden. Die Kirchtürme sind verschlossen und sie versuchen dann verzweifelt in defekten Hausverkleidungen ein Nest zu bauen. Dort ist es meist zu eng und es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Trumfalkennachwuchs aus dem Nest fällt und dann versorgt werden muss.  In Zusammenarbeit mit dem Berufsbildungszentrum (BBZ) Völklingen hat der NABU Köllertal deshalb Nistkästen für Turmfalken bauen lassen, die an Interessenten abgegeben werden.

Zur Vorbereitung auf die neue Generation an Jungvögeln, die ab März wieder in der WiVo abgegeben wurden, wurde ab Februar 2018 ein Fortbildungslehrgang angeboten, an dem aktuelle und zukünftige Helfer/innen der WiVo kostenlos teilnehmen konnten. Insgesamt 7 Themen wurden ausführlich behandelt, die entsprechenden Teilnahmebestätigungen gab es beim 1. „Tag der offenen Tür“ in der WiVo (Foto: HJ Schmidt), der große Resonanz in der Bevölkerung fand.

Dank gilt der LEVO-Bank Lebach und dem Sparverein des Saarlandes, die uns seit 2018 für 3 Jahre einen Peugeot Partner als Transportfahrzeug zur Verfügung stellen.

Dank gilt auch Umweltminister Reinhold Jost, denn für die während des Betriebs der Station anfallenden laufenden Kosten wie Futter, Tierarztkosten, Medikamente, Strom oder Ähnliches wurden vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz Haushaltsmittel in Höhe von 25. 000 € bereitgestellt. Auch die Kosten für 2 FÖJ-Stellen sowie 2 Minijobs wurden vom Ministerium übernommen.

Dank gilt aber besonders den vielen ehrenamtlich Helfern, denn rund um die 1845 betreuten Vögel gab es jede Menge Arbeit. Weitere Interessenten können sich bei der WiVo melden:

Tel: 06898-8706605, 0173-9422001, E-Mail: wivo-saarlandt-online.de

Einweihung der Wildvogelauffangstation in neuen Räumlichkeiten am 30. September 2017

In der ehemaligen Stadtgärtnerei der Stadt Püttlingen wurde am Samstag, 30. September 2017, die Wildvogelauffangstation eingeweiht. 

Hier der ausführliche Artikel der Saarbrücker Zeitung über die Einweihungsfeier: (zur besseren Darstellung können Sie sich auch das pdf-Dokument des Artikels anschauen)

Uhu vor dem sicheren Erstickungstod gerettet

In der Wildvogelauffangstation (WiVo) Köllertal landen nicht nur Jungvögel, die aus dem Nest gefallen sind, sondern auch ausgewachsene Altvögel, die gegen Fensterscheiben oder fahrende Autos fliegen. Letzte Woche kam nun ein Anruf aus Göttelborn, dass ein Greifvogel gegen eine Wäscheleine geflogen sei. Dem Anrufer zufolge war es ein großer Vogel mit orange-gelben Augen, der beim Sich- Annähern unentwegt Knack-Geräusche von sich gab. Dies war bereits der erste Hinweis, dass es sich um eine Eulenart handeln musste.

Nach ihrer Ankunft fanden Ralf Bamberger und Christoph Scherer dann eine kleine Sensation vor, denn vor ihnen lag ein ausgewachsener Uhu völlig bewegungsunfähig. Er war offensichtlich bei seinen nächtlichen Jagdflügen gegen die Wäscheleine geprallt, hatte sogar  einen Wäscheleinenpfosten bei seinem anschließenden Kampf umgerissen.

Mit einer größeren Leinendecke wurde der Vogel abgedeckt, eingewickelt und behutsam in eine Transportbox gelegt und zur Kleintierklinik Köllertal gefahren. Zusammen mit den anwesenden Tierärztinnen  wurde der Uhu aus den Fängen der Wäscheleine befreit. „Wir mussten feststellen, dass die Schnur sich mehrmals um den Hals und um jeden Flügel verwickelt hatte. Die Leinen mussten mehrmals durchschnitten werden, es lag erfreulicherweise kein Flügelbruch vor; lediglich das Federkleid wurde im Halsbereich in Mitleidenschaft gezogen“, stellte Christoph Scherer nach der Befreiung erleichtert fest. 

Der Uhu ist die größte lebende Eulenart der Erde. Er jagt kleine bis mittelgroße Säugetiere, darunter auch Füchse, Marder, Igel und auch Vögel, wie Krähen,Tauben und  Falken.

Sie können Beutetiere im Flug wegtragen, die etwa zwei Drittel ihres eigenen Körpergewichtes betragen. Die Kraftentwicklung ist mit der enormen Spannweite von 160-170 cm zu erklären und macht  so auch den umgerissenen Gartenpfosten verständlich .Im Saarland war er ausgestorben.“ Mittlerweile haben sich die Bestände gut erholt und wir schätzen bis 20 Brutpaare im Saarland, die oft in Sandgruben und Steinbrüchen brüten“ erklärt Ernst Kollmann von der Eulen-AG des NABU-Landesverbandes.

Nach der Befreiungsaktion wurde der Uhu in die WiVo-Auffangstation im Haus Waldkauz (Ritterstraße) gebracht und medizinisch versorgt. Inzwischen ist er in Weiskirchen in der Auffangstation für Greifvögel gelandet und kann sicher bald wieder in Göttelborn ausgewildert werden.

Die Knackgeräusche sind nun nicht mehr zu hören, denn die mit dem Schnabel erzeugten Drohgebärden sind überflüssig geworden.

Mehlschwalben erfolgreich ausgewildert

Mehl- und Rauchschwalben sowie Mauersegler sind Kulturfolger und haben ihren Lebensraum in Dörfer und Städte verlagert. Häuser, Kirchen, Ställe und Tiefgaragen sind für sie Ersatz-Felslandschaften, in denen sie Spalten, Ritze und Höhlen suchen, um dort Nester zu bauen und den Nachwuchs aufzuziehen.  Genau dies ist aber heute ihr Problem: Sanierungsmaßnahmen an Fassaden und Dächern führen dazu, dass die Schwalben ihre Quartiere verlieren. Ein weiteres Problem ist der Verlust an Lehmpfützen, wo sie das Baumaterial für ihre Nester finden. Kein Wunder deshalb, dass auch in diesem Jahr wieder Nester von Mehlschwalben komplett abbrachen, die jungen Schwalben landeten dann in der Wildvogelauffangstation (WiVo) Köllertal.

Über 20 Mehlschwalbenjunge waren in den letzten Wochen dort angekommen, 18 Mehlschwalben davon konnten nun erfolgreich in die freie Natur entlassen werden, nachdem sie vom Nestlings- bis zum Ästlingstatus im Haus Waldkauz (Bildchenstraße) hochgepäppelt wurden.

Kurz nachdem sie flügge geworden waren, wurden sie zunächst einmal in einem speziell präparierten Raum mit abgehängten Fensterscheiben fliegen gelassen, damit sie ihre Flugmuskulatur vollständig ausbilden und kräftigen konnten. Zudem wurde Ihnen das Fangen von Fliegen und Heimchen (wie man die Futtergrillen bezeichnet) antrainiert. Dabei ist das Fliegenfangen unbedingt erforderlich, da sie in der freien Natur dies von ihren Eltern beigebracht bekommen.

Ausgewildert wurden die Mehlschwalben in der Paul-Marienstraße und Ringstraße im Püttlinger Stadtteil Ritterstraße, wo schon seit Jahren Schwalbennester an den Häusern gehegt und gepflegt werden.  Dort fanden die Jungvögel dann gleich Anschluss an eine bereits bestehende Kolonie. Bleibt zu hoffen, dass die Schwalben auch Ende August den Flug nach Afrika meistern und sich im nächsten Jahr dann als Brutvögel wieder auf der Ritterstraße einfinden.

Umweltministerium stellt personelle Unterstützung der Wildvogelauffangstation sicher

Umweltstaatssekretär Roland Krämer hat an den stellvertretenden Landesvorsitzenden des NABU-Landesverbandes Saarland, Rudi Reiter, einen Zuwendungsbescheid über 20.000 Euro überreicht. Die finanziellen Mittel sollen die personelle Unterstützung für die Wildvogelauffangstation in Püttlingen bis Ende 2017 sicherstellen.

Die Wildvogelauffang- und Pflegestation wurde am 6. Mai dieses Jahres offiziell eröffnet. Vorausgegangen war eine Initiative des NABU-Landesverbandes, des Tierschutzbeauftragen, der NABU-Ortsgruppen Köllertal und Riegelsberg sowie der Natur- und Vogelschutzvereine Köllerbach und Püttlingen, die als „Netzwerk Wildvogelhilfe im Saarland“ den Aufbau einer zentralen Auffang- und Pflegestation für notleidende Vögel vorantrieben.

„Die Wildvogelauffangstation ist eine wichtige Einrichtung im Saarland, die für den Arten- und Tierschutz von enormer Bedeutung ist“, betont Staatssekretär Krämer. „Seit der Eröffnung ist das Team in der Station ohne Unterbrechung im Einsatz und hilft kranken oder notleidenden Vögeln. Als Ministerium unterstützen wir dieses Engagement, indem wir die Kosten für zwei hauptamtliche Helfer bis Ende 2017 übernehmen.“

Die während des Betriebs der Station anfallenden laufenden Kosten wie Futter, Tierarztkosten, Medikamente, Fahrtkosten oder Ähnliches werden ebenfalls vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel von etwa  10.000 Euro im Jahr getragen.

Über 550 Vögel in den ersten beiden Monaten des Betriebs der Wildvogelauffangstation

Seit 2 Monaten ist die Wildvogelauffangstation Köllertal jetzt in Betrieb und über 550 Vögel wurden bereits im Haus Waldkauz in der Püttlinger Bildchenstraße aufgenommen. Es handelt sich  meist um Jungvögel, die aus dem Nest gefallen sind und dann von freiwilligen Helfer/innen aufgepäppelt wurden und in Volieren auf die Freiheit vorbereitet wurden.

Augenblicklich sind es wieder viele Rauch- und Mehlschwalben sowie Mauersegler, die aus den Nestern fallen und dann von aufmerksamen Menschen in die Auffangstation gebracht werden.

Gut klappt die Zusammenarbeit mit der Greifvogelauffangstation in Weiskirchen-Rappweiler und Blieskastel, die bereits mehrere Turmfalken, Waldkäuze und Mäusebussarde aus dem Köllertal aufgenommen haben. Auch mit der Köllertaler Kleintierklinik von Dr. Hans-Friedrich Willimzik arbeitet man intensiv zusammen: verletzte Jungvögel, aber auch Altvögel, die gegen Fenster oder Fahrzeuge fliegen, werden hier kostenlos erstversorgt und kommen dann anschließend in die Auffangstation, wo sie anschließend auf die Auswilderung vorbereitet werden. Die Zahl der Helfer/innen, die das  Kernteam von 5 Personen unterstützen, ist mittlerweile auf über 10 angestiegen, dennoch kann weitere Unterstützung gebraucht werden, denn Futter muss vorbereitet werden, Käfige müssen gereinigt werden und schließlich  müssen Vögel von morgens 7 Uhr bis abends 21 Uhr gefüttert werden.

Wer dabei mithelfen will, kann sich mit der Auffangstation unter 0173-9422001 in Verbindung setzen.

Wer die aufwendige und wichtige Arbeit finanziell unterstützen will, kann dies durch eine Spende auf das Konto IBAN: DE 86590501010067092015 bei der Sparkasse Saarbrücken tun. 

Reger Andrang bei der Wildvogelauffangstation

Seit dem 1. Mai gibt es jetzt bereits die Wildvogelauffangstation (WiVo)in Püttlingen und die Überraschung ist groß, denn es wurden im ersten Monat über 200 hilflose Jungvögel und verletzte Wildvögel im Haus Waldkauz in der Püttlinger Bildchenstraße abgegeben.  Ein Teil davon wurde bereits ausgewildert, dennoch müssen täglich etwa 150 Vögel gefüttert werden. Das ist natürlich personell eine große Herausforderung, denn von morgens 7 Uhr bis abends 21 Uhr müssen diese Vögel mit Mehlwürmern, Heimchen oder aufgetauten Fleischstückchen versorgt werden. Die meiste Arbeit muss für die noch nackten Nestlinge und die Körnerfresser aufgewendet werden, denn sie bekommen eine Mischung aus Drohnenbrut und zerkleinerten Körnern.

 „Wir freuen uns, dass sich mittlerweile über 20 Unterstützer  eingefunden haben und unter Anleitung beim Füttern helfen, dennoch suchen wir weitere Helfer/innen, die stundenweise uns unterstützen können“, bittet Christoph Scherer um weitere Unterstützung. Kontaktaufnahme mit der WiVo unter 0173-9422001

Finanziell mussten im Mai bereits über 500 € für Futtermittel ausgegeben werden. Deshalb sucht Anke Scherer weitere Unterstützer, die durch eine Spende die Arbeit in der Wildvogelauffangstation unterstützen wollen. Spenden bitte auf das Konto der Wivo überweisen:

IBAN: DE 86 590501010067092015

Aufbau einer Wildvogelauffangstation

Die Versorgung verletzter oder verwaister Wildvögel wird im Saarland ausschließlich durch ehrenamtlich aktive Privatpersonen geleistet, die oft die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit - wie etwa bei der Katastrophe mit den Mauerseglern im Sommer 2015 - erreichen.

Um dieser Misere entgegenzusteuern, wollen wir eine Wildvogelauffangstation aufbauen. Wir verstehen dieses ambitionierte Projekt nicht als ein reines NABU-Projekt, andere Vereine und Schutzorganisationen - aber auch Privatpersonen - sind eingeladen, sich daran aktiv zu beteiligen: