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Jetzt wird es Zeit für die Vogelfütterung

Die Vogelfütterung im Winter hat eine lange Tradition. Viele einheimische Vögel profitieren davon, da unsere Gärten und Parks immer weniger Futter zur Verfügung stellen.

Als Futter grundsätzlich ungeeignet sind alle gewürzten und gesalzenen Speisen. Auch Brot ist nicht zu empfehlen, da es im Magen der Vögel aufquillt. In ihrer Ernährungsweise teilen sich die Vögel in zwei Gruppen: die Weichfutterfresser und die Körnerfresser. 

Bewährt für beide Gruppen haben sich Sämereien und Futtermischungen. Diese Futtermischungen sowie Fütterhäuschen und Futtersilos sind preiswert beim NABU Köllertal zu erwerben. Der NABU –Treff in der Marktstraße 21 ist jeweils samstags, 10 Uhr bis 12 Uhr geöffnet. 

Weitere Informationen unter 06898-2001995 oder nabu-koellertal@gmx.de


Breitblättrige Stendelwurz in Püttlingen entdeckt

Püttlingen entwickelt sich immer mehr zu einem Dorado für wildwachsende Orchideenarten. Deutschlandweit gibt es noch etwa 60 wildwachsende Orchideenarten, die aber alle vom Aussterben bedroht sind. Ursachen dafür sind die Überdüngung der Standorte, aber auch die Verbuschung führt zum Verschwinden der attraktiven Pflanzen. Von Birgit Freiheit, die beim NABU-Landesverband das landesweite Orchideenprojekt betreut, werden deshalb mit den Besitzern oder Pächtern der Orchideenstandorte entsprechende Pflegemaßnahmen festgelegt.

In Püttlingen gibt es schon seit vielen Jahren einen Bestand des gefleckten Knabenkrautes auf Feuchtwiesen am Rande des Espenwaldes. Diese Feuchtwiesen, die viele Jahre vom Natur- und Vogelschutzverein gepflegt wurden, sind inzwischen an den dort ansässigen Reitsportverein Püttlingen übergegangen, mit der Maßgabe, dass eine Beweidung oder ein Mähen der Fläche „orchideenfreundlich“ erfolgen muss, also frühestens nach der Blütezeit des Knabenkrautes nach dem 15. Juni.  Inzwischen ist das gefleckte Knabenkraut auch auf einer feuchten Mähwiese an der Römerstraße entdeckt worden. Birgit Freiheit und Evelyn Moschel, Umweltbeauftragte der Stadt Püttlingen, werden prüfen, welche Maßnahmen zur dauerhaften Erhaltung dieser neu entdeckten Orchideenbestände ergriffen werden können.

Im vorigen Jahr wurde in einem Privatgarten in Köllerbach ein Bestand von über 20 Bienenragwurz-Orchideen entdeckt (die SZ berichtete darüber). Die Hausbesitzer übernehmen hier die Pflege, indem sie die Rasenfläche erst nach der Blütezeit der Orchideen mähen.

Eine weitere Orchideenart, nämlich die Breitblättrige Stendelwurz entdeckten in diesem Sommer die Brüder Johann und Michael Rosch aus Püttlingen, die seit 3 Jahren phänologische Beobachtungen  durchführen und jetzt erstmals diese seltenen Orchideen auf der Beweidungsfläche der Hochlandrinder im Mühlengrund und der Beweidungsfläche der Wasserbüffel am Köllerbach feststellten. Mit ihren Beobachtungen beteiligten sie sich am landesweiten Wettbewerb „Schüler experimentieren“ und erreichten in der Kategorie Geo- und Raumwissenschaft den 1. Platz (die SZ berichtete darüber). Stolz zeigten die beiden 11 und 14 Jahre alten Schüler jetzt die abgeblühten Stendelwurz-Orchideen Birgit Freiheit und Evelyn Moschel. „Da sieht man die Vorteile der Beweidung“ stellten beide fest“, denn die Rizome waren sicher schon länger in der Erde, konnten sich aber nicht gegen die Verbuschung durchsetzen. Dadurch dass die Rinder das Gras kurz halten, kommen die Orchideen wieder zum Vorschein“. Könnte also gut sein, dass im nächsten Jahr noch weitere Orchideen zum Vorschein kommen. 

 

 

Johann und Michael Rosch präsentieren Birgit Freiheit und Evelyn Moschel die neuentdeckte Stendelwurz auf der Weide der Hochlandrinder (v.l.n.r.)
Foto: HJ Schmidt

Köllertal auf dem Weg zur Arche-Region

Ein großer Schritt in Richtung „Arche-Region“ ist im Köllertal gelungen, denn die Liste der vom Aussterben bedrohten Nutztierrassen ist in der Kategorie Schweine erweitert worden: In Völklingen-Fürstenhausen halten Markus und Sandra Bauer-Both neben Gallowayrindern und Therapiepferden auch die vom Aussterben bedrohten Mangalitza-Schweine, die wegen ihres Aussehens auch Wollschweine genannt werden.

„Wir wollen Schweinefleisch in Freilandhaltung produzieren und sind dann im Internet auf die robusten „Wollschweine“ gestoßen“, begründet Markus Both  die Entscheidung für die seltene Schweinerasse, die es im Saarland wohl nicht mehr gibt. „Zudem wollten wir die Idee des „Naturnahen Köllertals“ unterstützen.“ Both musste 3 Sauen in Baden-Württemberg und den Eber in der Eifel abholen. Dabei wurden Mangalitza-Schweine früher in großen Herden in Ungarn und Rumänien gehalten und dann zum Schlachten in die Großstädte bis Wien getrieben. Noch um 1900 gab es 6,5 Millionen Wollschweine, vorwiegend im osteuropäischen Raum. In den 1960er-Jahren begann der Niedergang, denn den Verbrauchern wurde eingebläut, dass Fett schlecht und gesundheitsschädlich ist. In den 1980er Jahren gab es weltweit nur noch rund 200 Exemplare, da das Wollschwein auch für industrielle Massentierhaltung nicht geeignet ist. Pro Wurf gibt es nur 3-6 Ferkel und bei enger Stallhaltung verliert es die Lust, sich zu paaren. Aber in der freien Natur und im großen Familienverbund fühlen sie sich sauwohl und alle 3 Sauen haben mittlerweile in Fürstenhausen Nachwuchs bekommen und sind bereits wieder trächtig. 

Inzwischen steigen in Europa wieder die Wollschwein-Bestände, denn die excellente Fleischqualität hat sich herumgesprochen und das relativ fette, aber geschmacksintensive Fleisch wird in der Gastronomie wieder nachgefragt und angeboten. „Erhalten durch Aufessen“ ist deshalb auch das Motto der Familie Bauer-Both, die frühestens im Januar/Februar 2019 Fleisch des Wollschweins anbieten wird. Nur so ist das Überleben der Wollschweine langfristig gesichert.

Die Chancen, aus dem Köllertal eine „Arche-Region zu entwickeln, sind dadurch angestiegen. Diese Auszeichnung der „Gesellschaft zur Erhaltung alter Haustierrassen (GEH) gibt es für Regionen, in denen mindestens 9 vom Aussterben bedrohte Rassen aus den Kategorien Rinder, Pferde, Schweine, Esel (Kategorie A), Ziegen, Schafe (B) und Geflügel, Kaninchen, Hunde (C) gehalten werden. In einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der GEH, Dr. Peter Schweiger (Augsburg) hat der Initiator der Köllertal-Vision, Dr. Hans-Friedrich Willimzik, das Köllertal mit den bereits hier lebenden Haustierrassen vorgestellt. Beim gemeinsamen Besuch der 1. Archeregion in Deutschland in den niedersächsischen Elbtalauen konnte der saarländische Tierschutzbeauftragte die Zusammenarbeit mehrerer Betriebe bei der Erhaltung und Vermarktung seltener Tierrassen kennenlernen, mit entsprechenden neuen Erkenntnissen ist er ins Köllertal zurückgekehrt.

Wie in Wolle verpackt wirken die jungen Mangalitza-Schweine, die sich im Freien sauwohl fühlen. Foto: HJ Schmidt

Schichtwechsel beim NABU Köllertal und der Wildvogelauffangstation des Saarlandes

Valentina Suck und Ben Weirich füttern einen jungen Kolkraben in der Wildvogelauffangstation Foto: HJ Schmidt

Seit 1. September ist die Einsatzstelle für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) beim NABU-Köllertal neu besetzt und zwar durch die beiden Abiturienten Valentina Suck aus Riegelsberg und Ben Weinrich aus Wadgassen. Beide sehen das „Freiwillige Ökologische Jahr“ als Übergangsphase zwischen Abitur und Studium und wollen es als Orientierungsjahr für das zukünftige Berufsleben nutzen. Sie beginnen das FÖJ  zunächst in der Wildvogelauffangstation, wo noch einige Vögel wie Schwalben, Mauersegler, Amseln und Wildtauben auf ihre Auswilderung vorbereitet werden. Aber auch verletzte Arten wie Bussard, Kolkrabe und Singvögel sind täglich zu füttern, was den beiden Tierschützern besonders viel Freude bereitet.

Auch bei der Vorbereitung und Durchführung der Naturschutzjugend (NAJU)-Projekte werden die beiden Abiturienten mit einbezogen. Im Kellerraum der Wildvogelauffangstation soll zudem eine Werkstatt eingerichtet werden, so dass in den Wintermonaten dort Nistkästen und Futterhäuser gebaut werden können. Beim Beweidungsprojekt mit Steppenrindern soll die Weide nach dem 1. Januar erweitert werden. Vorbereitet werden auch die Amphibienschutzprojekte, denn je nach Witterung können sich bereits im Februar Frösche, Kröten und Molche auf den Weg zu ihrem Laichgewässer machen. Der NABU-Köllertal betreut dabei den Schutzzaun am Völklinger Wildpark, am Völklinger Forsthaus und auch in der verlängerten Von-der-Heydtstraße. Für die vom Aussterben bedrohten Gelbbauchunken sind bereits Felsteichbecken angelegt worden, auch bei der Säuberung und Vorbereitung der nächsten Laichsaison werden die beiden 18-jährigen dann mithelfen. „Wir arbeiten gerne für gefährdete Tiere und freuen uns, dass wir hier ökologisch Wertvolles tun  und einiges über unsere Umwelt lernen können“, sehen Valentina und Ben die ersten Wochen bereits positiv. Haupteinsatzort wird ab April dann wieder die Wildvogelauffangstation sein, wo täglich viele Nestlinge zu versorgen sind. Aber beide freuen sich auch über die Führung von Schulklassen und Projektgruppen durch das „naturnahe Köllertal“, denn beide können sich auch einen Arbeitsplatz als Lehrer oder Lehrerin in einer Schule durchaus vorstellen.

 

Die Wasserbüffel im Köllertal an den Hundstagen

Diese „Hundstage“ sind auch für die Weidetiere eine starke Belastung. Am besten kommen die Wasserbüffel mit der Sommerhitze klar, denn sie legen sich einfach in den Köllerbach und können sich dadurch wunderbar abkühlen. Als Schutz vor Stechfliegen wird anschließend ein Schlammloch aufgesucht und ausgiebig gesuhlt. Entsprechend „lehmig“ sehen die Wasserbüffel im Sommer aus. Dieses abkühlende Verhalten ist bei Steppenrindern und Hochlandrindern nicht zu beobachten. Der Experte Tierarzt Dr. Hans-Friedrich Willimzik klärt auf: „Wenn „normale“ Rinder sich in Bäche oder Schlammkuhlen legen würden, so wäre das für sie lebensgefährlich, denn sie würden durch den After voll Wasser laufen. Nur Wasserbüffel haben so starke Schließmuskeln, dass sie sich in Wasser legen können.“  Von diesem Verhalten der Wasserbüffel profitiert der Eisvogel. Durch das gemeinsame Bad der Büffelherde wurde der Köllerbach an einigen Stellen vertieft, so dass dort am Ufer Steilwände entstanden sind, die der Eisvogel für seine Neströhre genutzt hat. 

Erster Storch in der WiVo des Saarlandes

Als Brutvogel ist er im Köllertal noch nicht angekommen, aber in der Wildvogelauffangstation (WiVo) in der ehemaligen Püttlinger Stadtgärtnerei hat jetzt erstmals ein Storch mehrere Tage verbracht. Es handelt sich um einen Jungstorch dieses Jahres, der im Bliesgau (Reinheim) ausgebrütet wurde. Bei seinen ersten Flugversuchen kollidierte er mit einer Hochspannungsleitung und fiel zu Boden. Aufmerksame Nachbarn benachrichtigten die Tiernotrettung, die den Vogel in die Püttlinger WiVo brachte. Dort stellte man erleichtert fest, dass nicht gebrochen war. Mit Mäusen und Küken wurde er in den folgenden Tagen versorgt. Inzwischen ist er wieder in Reinheim ausgewildert und hat direkt wieder Anschluss an seine Familie gefunden.

Wer in der WiVo bei der Fütterung der Jungvögel mithelfen will, sollte sich mit Anke Scherer in Verbindung setzen: 0160-93815288.  

Heißer Sommer setzt Vögeln zu — Umweltminister Jost zu Besuch in der Wildvogel-Auffangstation

Mauersegler und Amseln piepsen ungeduldig. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer versorgen die hungrigen Piepmätze, so schnell sie können. Beim Besuch des Umweltministers Reinhold Jost herrscht reges Treiben in der Wildvogel-Auffangstation (WiVo) in Püttlingen. Aufgrund der anhaltenden Hitze und Trockenheit sind in diesem Jahr besonders viele Wildvögel in Not geraten. Allein in der Zentralen Auffangstation des Saarlandes wurden bereits mehr als 1.300 verunglückte Jung- und Altvögel versorgt und aufgepäppelt.

Jost: „Die vielen ehrenamtlichen Helfer in den Wildvogel-Auffangstationen leisten einen wichtigen Beitrag zum Tier- und Artenschutz. Doch nicht jeder gefundene Vogel benötigt menschlichen Beistand. Unbedacht oder vorschnell mitgenommene Vögel erschweren die Arbeit der Ehrenamtler.“

Doch was ist zu tun, wenn man einen Vogel findet? Grundsätzlich gilt: erst einmal beobachten! Oftmals handelt es sich um vermeintlich verlassene und hilflose Jungtiere, die fast flügge sind und bereits außerhalb des Nestes gefüttert werden. Die Eltern befinden sich meist auf Nahrungssuche in unmittelbarer Nähe. Ein menschliches Eingreifen ist hier nicht erforderlich und könnte schädlich sein.

Anders sieht es hingegen aus, wenn die Jungvögel noch nicht vollständig befiedert sind und man nach längerem Beobachten tatsächlich feststellt, dass sie verlassen oder gar aus dem Nest gefallen sind. Auch flugunfähige, gefangene oder verletzte Vögel, egal ob jung oder alt, bedürfen unserer Hilfe. Gleiches gilt für am Boden gefundene Mauersegler und Schwalben.

Tierfreunde, die einen verletzten Wildvogel auffinden, sollten das weitere Vorgehen stets mit den Experten der WiVo abstimmen. Sie erreichen die WiVo unter folgender Telefonnummer: 0173/9422001

Weitere Tipps zur „Ersthilfe“ finden Sie in dem Flyer „Vögel in Not“, der auf der Homepage des Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz heruntergeladen werden kann: https://www.saarland.de/213002.htm

Sie wollen die Arbeit der WiVo aktiv unterstützen? Die Mitarbeiter freuen sich über Ihre Mithilfe, sei es direkt am Tier oder als Fahrdienst zum Tierarzt.Die Wildvogel-Auffangstation erreichen Sie telefonisch oder per E-Mail (wivo-saarland@t-online.de).

Christoph Scherer (WiVo) und Minister Jost mit einem jungen Falken. Foto: Jessica Witzmann/MUV

proWin-Stiftung unterstützt die Wildvogelauffangstation

Hier der Bericht im Öffentlichen Anzeiger über den Besuch der beiden proWin-Geschäftsführer Ingolf und Michael Winter der Wildvogelauffangstation und der großzügigen Spende über 20.000 €, die den weiteren Ausbau der Auffangstation ermöglicht:

BBZ Völklingen und NABU- Ortsgruppe Köllertal starten Werkstattkooperation Berufsbezogene Projektarbeit im Umweltbereich durch Vertrag besiegelt

Hans-Joachim Schmidt (NABU-Köllertal), Norbert Moy (BBZ Völklingen) und Uli Heintz (NABU Landesverband) mit den Koopertionsverträgen, die mit den Schüler/innnen und Lehrer/innen des Nachhaltigkeitsprojektes aufgestellt wurden.
Foto: BBZ Völklingen

Mit einem besonderen Akt beendete die Schulgemeinschaft des Völklinger Berufsbildungszentrums das Schuljahr. Die Schule unterzeichnete im Beisein des saarländischen NABU Vorsitzenden Uli Heintz einen Kooperationsvertrag mit der NABU Ortsgruppe Köllertal, die zwischen Etzenhofen und Walpershofen ein großes Weideprojekt mit ungarischen Steppenrindern unterhält. Nachdem in einem Pilotversuch Schüler und Lehrer des BBZ aktiv an der Vergrößerung der Weideflächen beteiligt waren, wandten sich die begeisterten Schüler zwecks Fortsetzung und Ausweitung des Projektes an ihre Lehrer, die diesen Wunsch auch gerne erfüllten und gemeinsam mit dem Vorstand des NABU Köllertal einen Kooperationsplan aufstellten. Dieser konnte nun in einer kleinen Feierstunde offiziell mit einem Kooperationsvertrag besiegelt werden. Schulleiter Norbert Moy und der Köllertaler Nabu-Vorsitzende Hans Joachim Schmidt betonten in ihrer kurzen Ansprache die Bedeutung der Projektarbeit im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung als sehr realitätsbezogene berufsvorbereitende Maßnahme, da sie Umweltbewusstsein, Gestaltungskompetenz und Teamfähigkeit der Schüler besonders fördert. Maßgeblich beteiligt an den Kooperationsaktivitäten ist die schulische Werkstatt durch Bau von Nisthilfen, Werbe- und Infotafeln, Bienenwänden sowie die Gestaltung einer NABU-Website. Weitere Zusammenarbeit ist möglich beim Aufbau der Wildvogelauffangstation sowie bei dem Amphibienschutzprogramm des NABU Köllertal. Bei einem kurzen Rundgang staunten die NABU Mitglieder nicht schlecht, als sie bei einer Führung durch die große Werkstatthalle die bereits hergestellten Nisthilfen für Vögel und Insekten bewunderten. Schulleiter MOY zeigte sich dabei auch sehr erfreut  über die Anwesenheit des saarländischen NABU Vorsitzenden Uli Heintz. Dieser würdigte die Zusammenarbeit der Ortsgruppe Köllertal mit dem BBZ als wegweisende Kooperation und beispielhaft für andere NABU-Ortsgruppen.

Das Völklinger Berufsbildungszentrum wird somit weiterer Akteur des bundesweit sehr angesehenen saarländischen Umweltnetzwerkes und kann  zukünftig sein ganzes handwerkliches und technisches Know-how im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung unter Beweis stellen und einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.

Öffentlicher Anzeiger 2018/23

Schüler der Grundschule Köllerbach brüten Küken aus

Einen besonderen Anschauungsunterricht gab es für die Schüler der Klasse 1.2 der Grundschule Köllerbach: HaJo Schmidt, erster Vorsitzender des NABU Köllertal, brachte einen Brutkasten mit und überließ die Betreuung über das Schlüpfen der Küken hinaus den Schülern. Hier der Bericht in Ausgabe 2018-23 des Öffentlichen Anzeiger.

Großer Besucherandrang beim Büffelfest 2018

Der Öffentliche Anzeiger berichtete in Ausgabe 2018/23 über das Büffelfest, das am Fronleichnamstag 31. Mai stattfand:

Öffentlicher Anzeiger 2018/23

NABU wächst weiter: 500. Mitglied im Köllertal, 19000. Mitglied im Saarland

Vier Jahre nach der Gründung kann die NABU-Ortsgruppe Köllertal bereits das 500. Mitglied begrüßen. Es handelt sich um die Familien von Susanne Rieke und Sandra Bauer-Both, die aus unterschiedlichen Motiven sich dem NABU anschlossen. Susanne Rieke, die als Mitarbeiterin der Kleintierklinik Köllertal bereits tatkräftig die Wildvogelauffangstation unterstützt, möchte beim Aufbau der Naturschutzjugend (NAJU) mithelfen. Sandra Bauer-Both will die Idee eines naturnahen Köllertals unterstützen. Zusammen mit ihrem Mann Markus Both halten sie auf ihrem landwirtschaftlichen Betrieb in Völklingen-Fürstenhausen vom Aussterben bedrohte Wollschweine. Dort fand dann auch die Ehrung statt, die von den Vorsitzenden Hans-Joachim Schmidt (NABU Köllertal) und Uli Heinz (NABU-Landesverband) vorgenommen wurde. Anwesend waren auch Beate, Harald und Fynn Schnur aus Lebach-Aschbach, die das 19000. Mitglied im NABU-Landesverband geworden sind. „Damit sind wir prozentual der mitgliederstärkste Landesverband in Deutschland“, stellte Uli Heinz stolz fest.

Für die naturbegeisterten Neumitglieder  gab es blühende insektenfreundliche Weigelien und einen Vogelnistkasten.

Ehrung für neue Mitglieder auf einem Bauernhof in Fürstenhausen
(v.l.n.r.): Hans-Joachim Schmidt, Sandra Bauer-Both, Markus Both, Susanne Rieke, Uli Heinz, Harald, Beate und Fynn Schnur
Foto: Rudi Reiter

NAJU Köllertal gegründet

Seit 2014 gibt es die NABU-Ortsgruppe Köllertal und seitdem steigt die Anzahl der NABU-Aktiven, die beim Beweidungsprojekt mit Steppenrindern, in der Wildvogelauffangstation oder beim Amphibienschutz anpacken und praktischen Naturschutz vor Ort durchführen. Um dieses Engagement langfristig zu sichern, ist es wichtig, bereits Kinder und Jugendliche frühzeitig an die Natur heranzuführen. Denn nur wer Pflanzen, Tiere und Lebensräume kennen und schätzen gelernt hat, kann sich später auch für deren Schutz und Erhalt einsetzen.

Deshalb hatte der rührige NABU Köllertal nun erstmals zu einer Exkursion für Kinder eingeladen: bei einer Wanderung durch das naturnahe Köllertal wurden Löwenzahnblüten gesammelt und andere essbare Kräuter am Wegesrand bestimmt. Zurück im NABU-Treff wurden die Blüten dann eingeweicht und zu Gelee verarbeitet. Claudia Göbel hatte Löwenzahnblütengelee bereits vorbereitet, der von den eifrigen Sammler/innen nun zu Brot und Butter verkostet wurde. Offensichtlich hat es allen geschmeckt. 

Um weitere Aktionen für die neue Naturschutzjugendgruppe (NAJU) Köllertal vorzubereiten, wurde anschließend ein Jugendausschuss gegründet, der für weitere Mitarbeiter/innen offen ist. Ihm gehören Susanne Rieke, Bianca Fries, Alexandra Geier, Anna Hippchen und Lukas Seger an. Nächstes Projekt der NAJU-Gruppe ist die Beteiligung am Büffelfest, das am 31. Mai (Fronleichnam) in der Köllertalaue gefeiert wird. Zur Vorbereitung weiterer Aktivitäten trifft sich der „Jugendausschuss“ am Dienstag, 22. Mai 2018 um 19 Uhr im NABU-Treff.

Foto: NABU Köllertl

Festumzug 50 Jahre der Stadt Püttlingen - Wir waren dabei

50 Jahre Stadt Püttlingen - anlässlich dieses Ereignisses nahm unsere Ortsgruppe am Festumzug am 13. Mai 2018 teil. Hier einige Fotos:

Fotos: NABU Köllertal

Bilanz der Amphibiensammlung im Wochenspiegel

Enorme Steigerung bei der diesjährigen Amphibiensammlung

Die SZ berichtete in ihrer Ausgabe vom 4. April über die Amphibiensammlung 2018:

Mitgliederversammlung am 22. März 2016

Die NABU-Ortsgruppe Köllertal entwickelt sich seit ihrer Gründung im Juni 2014 weiterhin sehr positiv. Sichtbares Zeichen dafür ist, dass bei der diesjährigen Mitgliederversammlung der Vorstand weiter vergrößert werden konnte, so dass zusätzliche Projekte gestartet werden können. 

Vorsitzender Hans-Joachim Schmidt verwies darauf, dass die rührige Ortsgruppe seit 2017 als Einsatzstelle für „Freiwilliges Ökologisches Jahr“ und für HTW-Praktikanten anerkannt sei. „Dadurch arbeiten jetzt  junge Praktikanten mit uns zusammen, was sich als großer Vorteil erweist“ zog er eine erste Bilanz. Auch die Zusammenarbeit mit anderen naturschutztreibenden Vereinen beim „runden Tisch“ der Stadt Püttlingen wurde lobend erwähnt. „Wir helfen bei der Frühjahrsputzaktion „Saarland picobello“, unterstützen das gemeinsame Büffelfest und beteiligen uns am „Tag des Baumes“ erinnerte Geschäftsführer Hans-Adolf Klein. Viel zu tun gab es beim Umzug und Umbau der Wildvogelauffangstation in der alten Stadtgärtnerei. Projektleiterin Anke Scherer bedankte sich bei vielen ehrenamtlichen Helfer/innen, die im vergangenen Jahr über 1800 Vögel aufzogen und wieder in die Natur entließen. Auch beim Beweidungsprojekt mit den Steppenrindern gab es viel zu tun, denn die Weidefläche wurde von dem Team um Peter Telli  um 3 Hektar vergrößert. Auch beim Amphibientransport nahm die Zahl der Helfer/innen zu. „Dadurch können wir nun erstmals auch in der verlängerten Von-der-Heydtstraße einen Schutzzaun betreuen und die Straße muss nicht gesperrt werden“ stellte Projektleiter Franz Bund erfreut fest. Der Kassenbericht von Thomas Scherer zeigte, dass weiterhin Sponsoren gesucht werden müssen, um die zahlreichen Projekte finanzieren zu können. Ihm wurde von den Kassenprüfern Annegret Kramp-Karrenbauer und Karl-Heinz Redemann eine vorbildliche Bilanzierung attestiert. Auch NABU-Landesvorsitzender Uli Heinz dankte dem aktiven Vorstand für die vielfältigen Naturschutzaktivitäten und führte die Entlastung des Vorstandes durch. Unter seiner Versammlungsleitung wurde anschließend folgender Vorstand für die beiden Folgejahre gewählt: 1. Vorsitzender: Hans-Joachim Schmidt, 2. Vorsitzende: Anke Scherer, Kassenwart: Helmut Müller, Geschäftsführer: Helmut Detzler, Schriftführerin: Martina Breuer, Beisitzer: Ralf Bamberger, Gerd Bender, Margit Bode, Franz Bund, Angelika Feld, Gabi und Joachim Feld, Hans-Adolf Klein, Michele Fugmann, Christoph Scherer, Thomas Scherer, Peter Telli, Dr. Hans-Friedrich Willimzik.

Erstes Ziel für 2018 ist der Aufbau einer Kinder/Jugendgruppe, zudem soll ein Projekt zum naturgemäßen Insektengarten initiiert werden. Am Sonntag, 15. April 2018 wird eine Exkursion ins Naturschutzgebiet „Haff Remich“ an der Mosel bei Schengen angeboten. 

800 € für Wildvogelauffangstation

Eine Spende von 800 € überreichte in diesen Tagen ein „Familienquartett“ aus Ludweiler. Sie organisieren seit sieben Jahren eine Vorweihnachtsfeier jeweils am 23.12. an „Diehls Hütte“.

Anfangs ging es darum, die Anwohner, Spaziergänger und Hundehalter ins Gespräch zu bringen bei dampfendem Glühwein, duftendem Kaffee und Kuchen sowie brutzelnden Würsten. Das Besondere ist auch, dass es keine festgelegten Preise gibt und die Besucher um eine Spende gebeten werden.

Und die Spendierfreudigkeit nahm jedes Jahr zu. Diesmal waren exakt 801 € in der Spendenbox und die wurden nun an die Wildvogelauffangstation (WiVo) in Püttlingen überreicht. Den Kontakt hatte Ulrike Schirmbeck hergestellt, die bei der Aufzucht von Nestlingen und Ästlingen in der ehemaligen Stadtgärtnerei eifrig mithilft.

Herbert Diehl, Patrick Schirmbeck, Franz-Josef Bettscheider und Walter Luketitsch überreichen in einem Vogelnistkasten 800 € an Mitarbeiter der Wildvogelauffangstation Foto: WiVo

Der Star - Vogel des Jahres 2018

„Der Star ist bekannt als Allerweltsvogel – den Menschen vertraut und weit verbreitet. Doch seine Präsenz in unserem Alltag täuscht, denn der Starenbestand nimmt ab. Es fehlt an Lebensräumen mit Brutmöglichkeiten und Nahrung – insbesondere verursacht durch die industrielle Landwirtschaft“, sagt Heinz Kowalski, NABU-Präsidiumsmitglied.

„Eine Million Starenpaare haben wir alleine in Deutschland in nur zwei Jahrzehnten verloren. Jetzt gilt es, den Star durch praktischen Naturschutz und Sicherung des Lebensraums zu unterstützen“, sagt Dr. Norbert Schäffer, LBV-Vorsitzender.

Der Bestand des Stars in Deutschland schwankt jährlich zwischen 3 und 4,5 Millionen Paaren, je nach Nahrungsangebot und Bruterfolg im Vorjahr. Das sind zehn Prozent des europäischen Starenbestandes, der bei 23 bis 56 Millionen liegt. Trotzdem ist der schillernde Geselle ein typisches Beispiel für den stillen Rückgang der häufigen Vogelarten, denn sein Bestand nimmt stetig ab. In der aktuellen deutschlandweiten Roten Liste ist der Star sogar direkt von „ungefährdet“ (RL 2007) auf „gefährdet“ (RL 2015) hochgestuft worden, ohne auf der Vorwarnliste zu stehen.

Die Nahrung des Stars ist abhängig von den Jahreszeiten. Im Frühjahr stehen Kleintiere aus dem Boden auf dem Speiseplan. Im Sommer und Herbst schätzen Stare zusätzlich Früchte und Beeren. 

Gründe für seinen Rückgang sind der Verlust und die intensive Nutzung von Weiden, Wiesen und Feldern, auf denen der Star nicht mehr genug Würmer und Insekten zum Fressen findet. Werden Nutztiere nur im Stall gehalten, fehlt der Mist, der Insekten anlockt. Biozide und Agrochemikalien vernichten zudem weitere Nahrungstiere. Beerentragende Hecken zwischen den Feldern sucht man vielerorts ebenfalls vergebens. Geeignete Nistplätze fehlen dort, wo alte Bäume mit Bruthöhlen entfernt werden. 

Angepasst hat sich der Star an die Stadt: Der urbane Geselle nutzt Nistkästen oder Hohlräume an Dächern und Fassaden zum Nestbau. Parkanlagen, Friedhöfe und Kleingärten liefern ihm Nahrung. Doch auch dort droht ihm Lebensraumverlust durch Bauvorhaben, Sanierungen oder Verkehrssicherungsmaßnahmen.

Obwohl als „Allerweltsvogel“ betitelt, ist der Vogel des Jahres 2018 doch eher der „Star“ unter den Vögeln. Bewundert werden seine Schwarmflüge im Herbst, die als einzigartiges Naturschauspiel gelten. Im Frühjahr sticht das Starenmännchen durch sein metallisch glänzendes Gefieder heraus. Helle Punkte verzieren vor allem das Prachtkleid des Weibchens. Im Spätsommer nach der Mauser enden die dunkelbraunen Federn der Jungtiere in einer weißen Spitze, einem Perlmuster ähnlich. Zum Gesamtpaket dazu kommt sein Talent der Imitation: Der Star kann andere Vögel und Umgebungsgeräusche perfekt nachahmen und in seinen Gesang einbauen. Zu hören sind dann auch Handyklingeltöne, Hundebellen oder Alarmanlagen.

Anke Scherer zu Gast beim Neujahrsempfang des Bundespräsidenten

„Das war ein aufregendes aber auch sehr interessantes Erlebnis“ urteilte Anke Scherer aus Püttlingen nach der Teilnahme am Neujahrsempfang des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier in Berlin. Sie war dort eine von 70 Ehrenamtlern, die aus ganz Deutschland (davon 4 aus dem Saarland) zu diesem Empfang geladen waren. „Ich habe dort stellvertretend für viele ehrenamtlich tätige Mitstreiter/innen der saarländischen Wildvogelauffangstation (WiVo) in Püttlingen teilgenommen. Als Gastgeschenk habe ich dem Bundespräsidenten ein Fotobuch der WiVo und den Kalender der NABU-Ortsgruppe Köllertal überreicht.“ Vielleicht haben ja die Fotos über die Arbeit in der WiVo und aus dem Köllertal Lust auf einen Besuch in Püttlingen gemacht – eventuell beim nächsten Saarlandbesuch des Bundespräsidenten, wenn es die engbegrenzte Zeit zulässt. Im März kommt er erstmals ins Saarland…

Bildnachweis: Bundesregierung / Kugler, Steffen

levo-Bank spendet der Wildvogelauffangstation ein Auto

Am 11. Januar war bei der levo-Bank in Lebach die Übergabe eines KFZ an den NABU. Dieses Fahrzeug wird zukünftig von der Wildvogelauffangstation genutzt. Hier der Artikel des Wochenspiegel von der Übergabe:

Ehrung für langjährige Mitgliedschaft

Am 4. Januar 2018 fand die Jubilarehrung im NABU-Treff statt. Hier der Bericht dazu, der im Öffentlichen Anzeiger erschienen ist:

 

 

Öffentlicher Anzeiger 2018-02

Sparda-Bank Südwest unterstützt die Wildvogelauffangstation

Große Freude bei der NABU-Ortsgruppe Köllertal, denn die Sparda-Bank Südwest unterstützt zwei Projekte des rührigen Naturschutzvereins mit 2000 €. Dadurch können die Wildvogelauffangstation und das Beweidungsprojekt mit jeweils 1000€ weiterentwickelt werden.

„Es freut uns sehr, dass wir helfen und als Genossenschaftsbank einen Beitrag in der Region leisten können. Beim NABU wird ehrenamtliches Engagement großgeschrieben. Das ist ganz im Sinne des Genossenschaftsgedankens der Sparda-Bank, sich einander zu helfen und sich gegenseitig zu unterstützen“ so Patric Weiland von der Sparda-Bank Südwest. Er dankte auch allen Sparda-Bank-Kunden, die Gewinnlose kaufen und damit das soziale Engagement der Sparda-Bank Südwest erst ermöglichen.

„Wir haben in diesem Jahr bereits über 1600 Vögel in der Wildvogelauffangstation aufgezogen, das ist ein Drittel mehr als im Vorjahr“, stellte die WiVo-Leiterin Anke Scherer bei der Scheckübergabe fest. “Dadurch steigen auch die Futterkosten und wir sind für jede Unterstützung froh“.

Durch das finanzielle Engagement der Sparda-Bank kann zudem ein Grundstück erworben werden, das zu einer Streuobstwiese umgestaltet wird und später dann als Beweidungsfläche für die Wasserbüffel genutzt werden kann. „Ohne Unterstützung von außen können wir keine weiteren Grundstücke erwerben, deshalb vielen Dank dem Sparda-Gewinnsparverein“, so Hans-Joachim Schmidt, Vorsitzender der NABU-Ortsgruppe Köllertal.

Anke Scherer (2.v.l.) und Hans-Joachim Schmidt (3.v.l.) freuen sich über die Unterstützung der Sparda-Bank Foto: Sparda-Bank Südwest

Zweite Orchideenart in Püttlingen entdeckt

Püttlingen entwickelt sich allmählich auch zu einem Dorado für Orchideenfreunde. Zunächst wurde das „Breitblättrige Knabenkraut“  in zwei Püttlinger Feuchtwiesen nachgewiesen.  Diese Orchideenart steht in besonderer Verantwortung Deutschlands und ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützt, da sie auch im Saarland stark vom Aussterben bedroht ist und in die Rote Liste aufgenommen wurde. Jetzt wurde bei einer NABU-Familie in Köllerbach mit der Bienenragwurz eine weitere seltene und vom Aussterben bedrohte Orchideenart entdeckt.

„Das 1. Exemplar entdeckten wir 2013 direkt an einer ehemaligen  Grillstelle. Wir haben den Rasen dann immer erst nach dem Verblühen der Orchideen gemäht, so dass es jedes Jahr mehr wurden“ stellen die beiden naturbegeisterten Hausbesitzer fest. Der Höchststand wurde 2016 mit 150 Exemplaren erreicht, in diesem Jahr erblühten lediglich 35 Bienenragwurz-Orchideen. „Das ist für dieses trockene Frühjahr völlig normal“, stellt die Orchideen-Betreuerin des NABU-Landesverbandes,  Birgit Freiheit, fest.

Die Bienenragwurz taucht immer wieder auch in städtischen Räumen auf, da ihre Samen sehr klein und leicht sind und daher problemlos sehr weit verbreitet werden können. Die Blüten der Bienenragwurz, die eine Wuchshöhe bis zu 50 cm erreichen kann, werden selten von Insekten bestäubt, so dass Selbstbestäubung für die Fortpflanzung notwendig ist. Vom Samen bis zur Blüte dauert es dann bis zu 4 Jahren, so dass in Köllerbach noch einige der seltenen Orchideen zu erwarten sind. Wer solche Pflanzen in seinem Rasen entdeckt, sollte sich mit der NABU-Ortsgruppe Köllertal (Tel: 06898-2001995, E-Mail: nabu-koellertal@gmx.de) in Verbindung setzen.

Mit der Bienenragwurz wurde nun eine weitere seltene Orchideenart in Püttlingen festgestellt Foto: G. Formicka

Spende des Vereins "Fröhner Wald – für Mensch und Natur e.v." an die WiVo

Große Freude bei der Wildvogelauffangstation des Saarlandes (WiVo), denn der Verein „Fröhner Wald – für Mensch und Natur e.v.“ unterstützt die engagierte  Naturschutzarbeit mit 500 €. Das ist der Reinerlös des diesjährigen Sommerfestes, der jetzt von Sabine Schulz und weiteren Vorstandsmitarbeiter/innen in der WiVo an Anke Scherer überreicht wurden.

Hintergrund ist die Rettung eines jungen Rotmilans, der im Fröhner Wald aus seinem Horst gefallen war und völlig abgemagert und dehydriert in die WiVo nach Püttlingen gebracht wurde. Christoph Scherer: „Er konnte kaum noch schlucken und weder Flüssigkeiten , noch feste Nahrung aufnehmen“. Deshalb wurden Infusionen angelegt und nach 2 Tagen konnten erstmals Baby-Mäuse verfüttert werden. Sylvia Vollrath: “Nach 3 weiteren Tagen wurde er wieder agiler und konnte zerkleinerte Küken und Mäuse aufnehmen. Weiteren 2 Wochen später war er in der Lage, selbst seine Nahrung zu zerkleinern und wurde dann in die Greifvogelauffangstation nach Weiskirchen gebracht.“ In einer großen Voliere konnte er dort auch das Fliegen erlernen. Inzwischen ist er in seiner Heimat im Fröhner Wald wieder ausgewildert, wird sich im Herbst dann auf den Weg in ein südeuropäisches Winterquartier machen und im Frühjahr 2018 hoffentlich wieder ins Köllertal zurückkommen.

Sabine Schulz vom Verein „Fröhner Wald – für Mensch und Natur“ überreicht einen Spendenscheck über 500 € an Anke Scherer von der Wildvogelauffangstation.
Foto: Ute Maria Meiser

Freiwilliges Ökologisches Jahr

Die NABU-Ortsgruppe Köllertal ist vom saarländischen Umweltministerium als Einsatzstelle für das „Freiwillige Ökologische Jahr“ (FÖJ) anerkannt worden, so dass ab 1. November 2016 zwei  Jugendliche bzw. junge Erwachsene bis 27 Jahre bei den verschiedenen Umweltprojekten mitarbeiten können. Wer also die Schule abgeschlossen hat und noch auf einen Ausbildungs-, Studien- oder Referendariatsplatz wartet, kann bis Ende August 2017 viel Praktisches lernen bei Projekten des NABU Köllertal zum Fledermaus- oder Amphibienschutz, beim Anlegen eines interkulturellen Gartens oder bei Beweidungsprojekten des naturnahen Köllertals. Haupteinsatzzeit ist dann ab April 2017 in der neuen Wildvogelauffangstation in der ehemaligen Stadtgärtnerei Püttlingens zu absolvieren. Weitere Informationen bei Hans-Joachim Schmidt, Tel: 06898-65710 oder nabu-koellertal@gmx.de. 

Zentrale Wildvogelauffangstation seit 1. Mai 2016 in Betrieb

Von 07:00 Uhr bis 20:00 Uhr ist die Wildvogelauffangstation täglich unter 0173 9422001 erreichbar.

Am 1. Mai 2016 hat die Wildvogelauffangstation für das Saarland ihren Betrieb aufgenommen. Beteiligt sind der Natur- und Vogelschutzverein Köllerbach, der Natur- und Vogelschutzverein Püttlingen, der NABU Köllertal und der NABU Riegelsberg. Unterstützt wird das Projekt vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, dem NABU Landesverband und der Stadt Püttlingen.

Adresse der Wildvogelauffangstation:

An der Kläranlage 1
66346 Püttlingen

 

 

Anfahrtskizze