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Interessante Vorträge im NABU-Treff

Am 25. Januar hält Bernd Konrad von der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen einen Lichtbildervortrag mit dem Thema "Heimische Natur".

Am 5. Februar hält der Feldherpetologe Dr. Christoph Bernd, Büro für Freilandforschungen, den Vortrag "Heimische Amphibien".

Weiterführende Informationen finden Sie unter dem Menü Termine.

Ehrung für langjährige Mitgliedschaft

Am 4. Januar 2018 fand die Jubilarehrung im NABU-Treff statt. Hier der Bericht dazu, der im Öffentlichen Anzeiger erschienen ist:

 

 

Öffentlicher Anzeiger 2018-02

Zweite Schulungsreihe zum aktivem Wildvogel-Schutz

Demnächst beginnt die weite Schulungsreihe zum aktivem Wildvogel-Schutz und der Wildvogel-Hilfe im Saarland. Wer Interesse hat, aktiv in der Wildvogelauffangstation mit zu helfen, sollte an der Schulung teilnehmen. Die einzelnen Themen und Termine können Sie hier nachlesen.

Baumpflanzaktion in Püttlingen und Köllerbach am 25. November 2017

Am 25. November wurden von Mitgliedern des "Runder Tisch Landschaft", dem auch der NABU Köllertal angehört,  in Püttlingen und Köllerbach 51 Bäume gepflanzt - kein leichtes Unterfangen nach den starken Regenfällen des Vortages und dem teils schweren Lehmboden.

Auf dem Friedhof wurden sieben Bäume gepflanzt. Foto: Hans-Adolf Klein
Foto: Hans-Adolf Klein
Foto: Hans-Adolf Klein

Zum Abschluss trafen sich alle Teilnehmer an der Hütte der Artenschutzgemeinschaft Köllertal im Espenwald. Dort wurde von Regionalverbandsdirektor Peter Gillo und Bürgermeister Martin Speicher der Baum des Jahres - die Fichte - gepflanzt. Hier der Artikel in der Saarbrücker Zeitung vom 28. November:

Einweihung der Wildvogelauffangstation am 30. September 2017

Am Samstag, 30. September 2017, wurde die Wildvogelauffangstation in der Räumlichkeit der ehemaligen Stadtgärtnerei eingeweiht.

Hier der Artikel in der Saarbrücker Zeitung über die Einweihung:

(den ausführlichen Bericht im Lokalteil der SZ können Sie unter "Wildvogelauffangstation" im Menü "Aktionen & Projekte" nachlesen)

Sparda-Bank Südwest unterstützt die Wildvogelauffangstation

Große Freude bei der NABU-Ortsgruppe Köllertal, denn die Sparda-Bank Südwest unterstützt zwei Projekte des rührigen Naturschutzvereins mit 2000 €. Dadurch können die Wildvogelauffangstation und das Beweidungsprojekt mit jeweils 1000€ weiterentwickelt werden.

„Es freut uns sehr, dass wir helfen und als Genossenschaftsbank einen Beitrag in der Region leisten können. Beim NABU wird ehrenamtliches Engagement großgeschrieben. Das ist ganz im Sinne des Genossenschaftsgedankens der Sparda-Bank, sich einander zu helfen und sich gegenseitig zu unterstützen“ so Patric Weiland von der Sparda-Bank Südwest. Er dankte auch allen Sparda-Bank-Kunden, die Gewinnlose kaufen und damit das soziale Engagement der Sparda-Bank Südwest erst ermöglichen.

„Wir haben in diesem Jahr bereits über 1600 Vögel in der Wildvogelauffangstation aufgezogen, das ist ein Drittel mehr als im Vorjahr“, stellte die WiVo-Leiterin Anke Scherer bei der Scheckübergabe fest. “Dadurch steigen auch die Futterkosten und wir sind für jede Unterstützung froh“.

Durch das finanzielle Engagement der Sparda-Bank kann zudem ein Grundstück erworben werden, das zu einer Streuobstwiese umgestaltet wird und später dann als Beweidungsfläche für die Wasserbüffel genutzt werden kann. „Ohne Unterstützung von außen können wir keine weiteren Grundstücke erwerben, deshalb vielen Dank dem Sparda-Gewinnsparverein“, so Hans-Joachim Schmidt, Vorsitzender der NABU-Ortsgruppe Köllertal.

Anke Scherer (2.v.l.) und Hans-Joachim Schmidt (3.v.l.) freuen sich über die Unterstützung der Sparda-Bank Foto: Sparda-Bank Südwest

Zweite Orchideenart in Püttlingen entdeckt

Püttlingen entwickelt sich allmählich auch zu einem Dorado für Orchideenfreunde. Zunächst wurde das „Breitblättrige Knabenkraut“  in zwei Püttlinger Feuchtwiesen nachgewiesen.  Diese Orchideenart steht in besonderer Verantwortung Deutschlands und ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützt, da sie auch im Saarland stark vom Aussterben bedroht ist und in die Rote Liste aufgenommen wurde. Jetzt wurde bei einer NABU-Familie in Köllerbach mit der Bienenragwurz eine weitere seltene und vom Aussterben bedrohte Orchideenart entdeckt.

„Das 1. Exemplar entdeckten wir 2013 direkt an einer ehemaligen  Grillstelle. Wir haben den Rasen dann immer erst nach dem Verblühen der Orchideen gemäht, so dass es jedes Jahr mehr wurden“ stellen die beiden naturbegeisterten Hausbesitzer fest. Der Höchststand wurde 2016 mit 150 Exemplaren erreicht, in diesem Jahr erblühten lediglich 35 Bienenragwurz-Orchideen. „Das ist für dieses trockene Frühjahr völlig normal“, stellt die Orchideen-Betreuerin des NABU-Landesverbandes,  Birgit Freiheit, fest.

Die Bienenragwurz taucht immer wieder auch in städtischen Räumen auf, da ihre Samen sehr klein und leicht sind und daher problemlos sehr weit verbreitet werden können. Die Blüten der Bienenragwurz, die eine Wuchshöhe bis zu 50 cm erreichen kann, werden selten von Insekten bestäubt, so dass Selbstbestäubung für die Fortpflanzung notwendig ist. Vom Samen bis zur Blüte dauert es dann bis zu 4 Jahren, so dass in Köllerbach noch einige der seltenen Orchideen zu erwarten sind. Wer solche Pflanzen in seinem Rasen entdeckt, sollte sich mit der NABU-Ortsgruppe Köllertal (Tel: 06898-2001995, E-Mail: nabu-koellertal@gmx.de) in Verbindung setzen.

Mit der Bienenragwurz wurde nun eine weitere seltene Orchideenart in Püttlingen festgestellt Foto: G. Formicka

Fledermausabend im Rahmen des Sommerferienprogramms

Der Monat August steht jährlich ganz im Zeichen der Fledermäuse. Während die ersten Sommergäste wie Kuckuck und Mauersegler bereits gen Süden geflogen sind, fliegen die Eltern-Fledermäuse jetzt schnell und wendig mit ihrem Nachwuchs am dämmrigen Nachthimmel. Sie wirklich auszumachen und zu beobachten fällt allerdings schwer. Um auf diese schützenswerte und bedrohte Tiergruppe aufmerksam zu machen, findet alljährlich im August die Internationale Fledermausnacht statt. Deshalb hatte auch die NABU-Ortsgruppe Köllertal im Rahmen des Sommerferienprogramms zu einer Fledermausexkursion eingeladen, um  über die Kobolde der Nacht zu informieren. Mit über 40 Teilnehmern, in der Mehrzahl Kinder,  fand sie auch eine große Resonanz.

Zunächst stellte die saarländische Fledermaus-Expertin Dr. Christine Harbusch in einem Lichtbildervortrag im NABU-Treff die im Saarland lebenden Fledermausarten vor. Bei der anschließenden Wanderung entlang des Köllerbachs zum Trimm-Treff konnten diverse Fledermausarten mit Hilfe von Ultraschalldetektoren bei der Insektenjagd entdeckt werden. Es waren in der Mehrzahl Zwergfledermäuse, aber auch Langohrfledermäuse und der seltene Abendsegler waren zu hören. „Ich bin begeistert, wieviele Fledermäuse hier noch auf Insektenjagd gehen“ stellte Christen Harbusch erfreut fest.
Unsere heimischen Fledermäuse fressen nur Insekten und zwar in großen Mengen. Sie sind also ausgesprochen nützliche Tiere, die unsere Insektenbestände regulieren.
Alle Fledermausarten  sind streng geschützte, bedrohte Tierarten, da leider oft aus Unwissenheit ihre Sommer- und Winterquartiere zerstört werden.

Wer Fledermäuse an seinem Haus, in Scheunen oder hohlen Bäumen entdeckt, sollte dies an die NABU-Ortsgruppe Köllertal melden (Tel: 06898-2001995, E-Mail: nabu-koellertal@gmx.de

Der NABU möchte die Lage der Fledermäuse verbessern und hilft ihnen mit der Anbringung von Fledermauskästen, dem Ausbau von Winterquartieren und der Sicherung von Sommerquartieren.

Im Köllertal gehen noch viele Fledermäuse auf Insektenjagd. Aber die Sommer- und Winterquartiere müssen gesichert werden. Foto: NABU

Spende des Vereins "Fröhner Wald – für Mensch und Natur e.v." an die WiVo

Große Freude bei der Wildvogelauffangstation des Saarlandes (WiVo), denn der Verein „Fröhner Wald – für Mensch und Natur e.v.“ unterstützt die engagierte  Naturschutzarbeit mit 500 €. Das ist der Reinerlös des diesjährigen Sommerfestes, der jetzt von Sabine Schulz und weiteren Vorstandsmitarbeiter/innen in der WiVo an Anke Scherer überreicht wurden.

Hintergrund ist die Rettung eines jungen Rotmilans, der im Fröhner Wald aus seinem Horst gefallen war und völlig abgemagert und dehydriert in die WiVo nach Püttlingen gebracht wurde. Christoph Scherer: „Er konnte kaum noch schlucken und weder Flüssigkeiten , noch feste Nahrung aufnehmen“. Deshalb wurden Infusionen angelegt und nach 2 Tagen konnten erstmals Baby-Mäuse verfüttert werden. Sylvia Vollrath: “Nach 3 weiteren Tagen wurde er wieder agiler und konnte zerkleinerte Küken und Mäuse aufnehmen. Weiteren 2 Wochen später war er in der Lage, selbst seine Nahrung zu zerkleinern und wurde dann in die Greifvogelauffangstation nach Weiskirchen gebracht.“ In einer großen Voliere konnte er dort auch das Fliegen erlernen. Inzwischen ist er in seiner Heimat im Fröhner Wald wieder ausgewildert, wird sich im Herbst dann auf den Weg in ein südeuropäisches Winterquartier machen und im Frühjahr 2018 hoffentlich wieder ins Köllertal zurückkommen.

Sabine Schulz vom Verein „Fröhner Wald – für Mensch und Natur“ überreicht einen Spendenscheck über 500 € an Anke Scherer von der Wildvogelauffangstation.
Foto: Ute Maria Meiser

Schwalbenausstellung in der Klinik Püttlingen

Um auf die Probleme der immer seltener werdenden Schwalben und Mauersegler hinzuweisen, veranstaltet die NABU-Ortsgruppe Köllertal in Zusammenarbeit mit der Klinik Püttlingen eine Ausstellung im Foyer des Krankenhauses. Verwaltungsdirektor Ralf Beckstein verwies bei der Eröffnung darauf, dass in der Tiefgarage der Klinik schon seit Jahren Rauchschwalben nisten, die Zahl der Nester sogar zunimmt und jetzt erstmals auch ein Kunstnest belegt wurde. Beigeordnete Denise Klein konnte auf Bestrebungen der Stadt Püttlingen zum Schwalbenschutz hinweisen: „An mehreren öffentlichen Gebäuden, unter anderem auch am Rathaus haben wir Kunstnester angebracht, die auch belegt sind. Zudem freuen wir uns, dass die saarländische Wildvogelauffangstation jetzt langfristig in Püttlingen ausgebaut wird“.

Christoph Braunberger vom Landesamt für Umwelt und Arbeitsschutz (LUA) und Vogelschutzexperte des NABU-Landesverbandes nannte bei der Ausstellungseröffnung vor allem die Sanierung der Gebäude und den Verlust von Viehställen als Ursachen für den Rückgang der Schwalben. Oft fehlen auch Lehmpfützen, die für den Bau der Schwalbennester notwendig sind, zudem gibt es durch den vermehrten Einsatz von Pestiziden auch weniger Insekten, die die Nahrungsgrundlage für Schwalben und Mauersegler sind.

Der NABU-Landesverband hat deshalb die Aktion „Schwalben willkommen“ gestartet und würdigt mit einer Plakette Haus- und Stallbesitzer, die Schwalbenkolonien am Haus oder im Stall dulden.

Zudem bietet die NABU-Ortsgruppe Köllertal Kunstnester an, die man unter dem Dachvorsprung für Mehlschwalben und in Ställen oder Garagen für Rauchschwalben anbringen kann. Damit Hauswände und Balkone nicht durch Schwalbenkot verschmutzt werden, kann man 60 cm unter dem Nest ein Kotbrett anbringen, was ebenfalls von der NABU-Ortsgruppe angeboten wird. Mit einem naturnahen Garten, der vielen Insekten Nahrung bietet, hilft man zudem den Schwalben, Nahrung zu finden.

Wer Schwalben in seiner Umgebung fördern will, kann sich beim NABU Köllertal melden:

06898-2001995 oder E-Mail: nabu-koellertal(at)gmx.de

Katharina Kühn (LUA), Klinik-Verwaltungsdirektor Ralf Beckstein, Franz Bund (NABU), Christoph Braunberger (LUA), Beigeordnete Denise Klein und Hans-Joachim Schmidt (NABU) eröffnen die Schwalbenausstellung im Foyer der Klinik Püttlingen Foto: Stefan Waltner

Verleihung der Plakette "Schwalben willkommen"

Seit Mitte April sind sie aus dem Süden zurückgekehrt, Ende August ist mit dem Abflug der Schwalben wieder zurück nach Afrika zu rechnen. Mit dem Projekt „Schwalben willkommen“ will der NABU Saarland diesen Frühlingsboten seine besondere Aufmerksamkeit widmen. Denn besonders die Bestände von Rauchschwalben und Mehlschwalben, aber auch der Mauersegler, die in direktem Umfeld des Menschen nisten, sind seit Jahren rückläufig 

Am besten ist den Schwalben geholfen, wenn bestehende Kolonien geschützt und unterstützt werden. Die NABU-Ortsgruppe Köllertal hatte deshalb die Öffentlichkeit befragt, wo im Köllertal noch Mehl-oder Rauchschwalben sowie Mauersegler nisten. 25 Besitzer von Häusern oder Pferdeställen, an denen noch Schwalbenkolonien vorkommen, hatten sich daraufhin gemeldet. Gemeinsam mit dem Staatssekretär im Umweltministerium Roland Krämer  und dem Europaabgeordneten Jo Leinen wurden nun diese Hausbesitzer, die diesen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten, im Rahmen des Büffelfestes mit der Plakette „Schwalben willkommen“ und einer Urkunde ausgezeichnet. Krämer erinnerte daran, dass leider immer mehr Kolonien verlorengehen, weil alte Gebäude renoviert oder abgerissen werden. Dabei ist der Gesetzgeber eindeutig auf der Seite der Schwalben: Schwalbennester dürfen nicht entfernt werden und wer sie dennoch zerstört, muss Ersatz schaffen. Jo Leinen bemüht sich, dass der Vogel- und damit auch der Schwalbenschutz in allen europäischen Ländern gesetzlich verankert wird.

Im Einzelnen wurden ausgezeichnet: Alfred Faas, Waltraud Franze, Helmut Jakob, Frank Lind, Günter Müller, Thomas Scherer, Ewald Serf, Michael Weber (alle Püttlingen), Viktor Feld (Hirtel), Karoline Neu (Obersalbach), Isolde Heintz (Berschweiler), Hans Kuhn (Berschweiler), Albert Reinert (Walpershofen), Herbert Nimmesgern (Riegelsberg), Reinhard Weber (Hilschbach) und Nina Loncar (Numborn). Sie schilderten, dass die Schwalben schon sehr lange in ihrem Umfeld leben, einige legen sogar Lehmpfützen an, damit die Schwalben Nistmaterial finden. Als großen Vorteil schilderten sie unisono, dass weniger Stechmücken sie und vor allem auch die Pferde drangsalieren. Der NABU Köllertal bietet den „Schwalbenfreunden“ das Anbringen von Kotbrettern und von Kunstnestern an, die Verleihung der Plaketten an „Schwalbenunterstützer“ wird in den kommenden Jahren fortgesetzt.

Delegation des Luxemburger Umweltministeriums besichtigt Weideprojekte

Interessante Erfahrungsaustauschmöglichkeiten zum Thema „Ganzjahresbeweidung“ gibt es gegenwärtig in der Stadt Püttlingen. Nach dem Umweltausschuss der Gemeinde Heusweiler war in diesen Tagen eine Delegation des Luxemburgischen Umweltministeriums zu Gast, die sich ebenfalls über die verschiedenen Beweidungsprojekte in der Stadt Püttlingen informieren wollten. Klaus Nickels, Umweltbeauftragter der Stadt Püttlingen und der saarländische Tierschutzbeauftragte Dr. Hans-Friedrich Willimzik  empfingen die Naturschutzabteilung mit ihrem Sprecher Jean-Marc Berg zunächst bei den Steppenrindern, die stolz ihren Nachwuchs präsentierten.

Steppenrinderbetreuer Peter Telli konnte dabei erfreut feststellen, dass bereits nach 2 Jahren Beweidung sich die Arten- und Strukturvielfalt erhöht. Durch den Verzicht auf Pflegemaßnahmen wie Mähen und Walzen werden Ameisennester nicht mehr zerstört, Bodenbrüter wie Fasan und Feldhuhn haben sich wieder angesiedelt. Durch den Kot der Rinder hat sich offensichtlich die Anzahl der Insekten erhöht, wovon wiederum viele Fledermäuse profitieren. Ähnliche Beobachtungen konnte auch Wasserbüffelbetreuer Günter von dem Broch schildern. Wasserbüffel nutzen vor allem bei den heißen Temperaturen stärker die vorhandenen Gewässer und legen sich vermehrt Suhlen (Badewannen) an. Davon profitieren offensichtlich viele Amphibien, denn das morgen- und abendliche Froschkonzert war früher nicht zu hören.

Christoph Scherer konnte ebenfalls eine Zunahme von Pflanzen- und Tierarten im Weideprojekt mit schottischen Hochlandrindern feststellen. Erstmals ist dort der Neuntöter als Brutvogel aufgetaucht. Der betreuende Tierarzt Dr. Hans-Friedrich Willimzik bestätigte, dass die Auswahl der Weidetiere richtig war, da sie mit dem angebotenen Futter und Wasser gut zurecht kommen und nur im Winter zugefüttert werden muss. Das beweisen auch die jährlich durchgeführten Blutuntersuchungen. Eine Behandlung mit Antibiotika oder Parasitenmitteln war bisher nicht notwendig.

„Genau dies ist unser Problem in Luxemburg“ stellte Jean-Marc Berg abschließend fest. „Wir haben vor genau 10 Jahren mit einer Ganzjahresbeweidung im Tal der Syr (Sauer) angefangen, Waserbüffel wurden damals nicht akzeptiert. Deshalb entschieden wir uns für Galloway-Rinder und haben nun immer mehr Ausfälle durch Leberegel. Wir wollen deshalb jetzt auf Wasserbüffel umstellen“.

Die Püttlinger Beweidungsprojektleiter werden noch in diesem Jahr zu einem Gegenbesuch in Luxemburg eingeladen, wobei auch ein Besuch der dortigen Wildvogelauffangstation vorgesehen ist.

Erneuter Nachwuchs bei den Steppenrindern

Am Montag, 12. Juni, hat auch unsere zweite Kuh ein Kälbchen geboren. Den SZ-Artikel vom 14. Juni können Sie hier noch einmal nachlesen.

Liebe ist in der Luft…

Denn die Tage werden allmählich länger und die Vögel werden wieder aktiver und gehen auf Brautschau. Die Balzzeit beginnt in Kürze und die Vögel halten Ausschau nach einem geeigneten Brutplatz. Beim NABU Köllertal hat man Vorsorge getroffen und Nistkästen für verschiedene Vogelarten gebaut.

Meisen(1,7,8), Mauersegler(2), Turmfalke(3), Schwalben(4), Waldkauz(5), Rotschwänzchen(6)

Sie können erworben werden jeweils Samstag 10.00-12.00 Uhr im NABU-Treff, Marktstr. 21 oder können bestellt werden.

Telefon: 06898/2001995

E-Mail: nabu-koellertal@gmx.de

Weitere Infos auch unter www.koellertal.nabu-saar.de

Beim NABU Köllertal gibt es viele Vogelnistkästen zu erwerben

Freiwilliges Ökologisches Jahr

Die NABU-Ortsgruppe Köllertal ist vom saarländischen Umweltministerium als Einsatzstelle für das „Freiwillige Ökologische Jahr“ (FÖJ) anerkannt worden, so dass ab 1. November 2016 zwei  Jugendliche bzw. junge Erwachsene bis 27 Jahre bei den verschiedenen Umweltprojekten mitarbeiten können. Wer also die Schule abgeschlossen hat und noch auf einen Ausbildungs-, Studien- oder Referendariatsplatz wartet, kann bis Ende August 2017 viel Praktisches lernen bei Projekten des NABU Köllertal zum Fledermaus- oder Amphibienschutz, beim Anlegen eines interkulturellen Gartens oder bei Beweidungsprojekten des naturnahen Köllertals. Haupteinsatzzeit ist dann ab April 2017 in der neuen Wildvogelauffangstation in der ehemaligen Stadtgärtnerei Püttlingens zu absolvieren. Weitere Informationen bei Hans-Joachim Schmidt, Tel: 06898-65710 oder nabu-koellertal@gmx.de. 

Zentrale Wildvogelauffangstation seit 1. Mai 2016 in Betrieb

Von 07:00 Uhr bis 20:00 Uhr ist die Wildvogelauffangstation täglich unter 0173 9422001 erreichbar.

Am 1. Mai 2016 hat die Wildvogelauffangstation für das Saarland ihren Betrieb aufgenommen. Beteiligt sind der Natur- und Vogelschutzverein Köllerbach, der Natur- und Vogelschutzverein Püttlingen, der NABU Köllertal und der NABU Riegelsberg. Unterstützt wird das Projekt vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, dem NABU Landesverband und der Stadt Püttlingen.

Adresse der Wildvogelauffangstation:

An der Kläranlage 1
66346 Püttlingen

 

 

Anfahrtskizze