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Anfahrtskizze zur Wildvogelauffangstation und Öffnungszeiten

Adresse:

An der Kläranlage 1
66346 Püttlingen

Telefonische Erreichbarkeit  0173 9422001 
zu Fragen der Erstversorgung während der Öffnungszeiten

Öffnungszeiten:

Sommer 1. April bis 30. September

  • Montag bis Freitag
    09:00 - 12:00 Uhr
    14:00 - 20:00 Uhr
  • an Wochenenden und Feiertagen
    10:00 - 12:00 Uhr
    15:00 - 18:00 Uhr

Winter 1. Oktober bis 31. März

  • Montag bis Freitag
    10:00 - 12:00 Uhr
    15:00 - 17:00 Uhr
  • an Wochenenden und Feiertagen
    10:00 - 11:00 Uhr
    15:00 - 16:00 Uhr

Sichtbar verletzte Vögel bitte zeitnah zu einem nächst möglich gelegenen Tierarzt bringen


Kleintierklinik Köllertal: Telefonische Erreichbarkeit 06806 922000 

Eine Abgabe von verletzten bzw. kranken Vögeln ist  - außerhalb der Sprechstunden nur nach telefonsicher Rücksprache - in der Kleintierklinik Köllertal möglich.

Sprechstunden

 

  • Montag bis Freitag
    09:00 - 12:00 Uhr und 16:00 - 19:00  Uhr
    Samstag
    10:00 - 12:00 Uhr und 16:00 - 18:00 Uhr
  • an Sonn- und Feiertagen
    Notfallsprechstunde von 10:00 - 12:00 Uhr und 16:00 - 18:00 Uhr

Kleintierklinik KöllertalIn den Siefen 3 - 566346 Püttlingen

 

 

 

 

 

Einweihung der Wildvogelauffangstation in neuen Räumlichkeiten am 30. September 2017

In der ehemaligen Stadtgärtnerei der Stadt Püttlingen wurde am Samstag, 30. September 2017, die Wildvogelauffangstation eingeweiht. 

Hier der ausführliche Artikel der Saarbrücker Zeitung über die Einweihungsfeier:

(zur besseren Darstellung können Sie sich auch das pdf-Dokument des Artikels anschauen)

Uhu vor dem sicheren Erstickungstod gerettet

In der Wildvogelauffangstation (WiVo) Köllertal landen nicht nur Jungvögel, die aus dem Nest gefallen sind, sondern auch ausgewachsene Altvögel, die gegen Fensterscheiben oder fahrende Autos fliegen. Letzte Woche kam nun ein Anruf aus Göttelborn, dass ein Greifvogel gegen eine Wäscheleine geflogen sei. Dem Anrufer zufolge war es ein großer Vogel mit orange-gelben Augen, der beim Sich- Annähern unentwegt Knack-Geräusche von sich gab. Dies war bereits der erste Hinweis, dass es sich um eine Eulenart handeln musste.

Nach ihrer Ankunft fanden Ralf Bamberger und Christoph Scherer dann eine kleine Sensation vor, denn vor ihnen lag ein ausgewachsener Uhu völlig bewegungsunfähig. Er war offensichtlich bei seinen nächtlichen Jagdflügen gegen die Wäscheleine geprallt, hatte sogar  einen Wäscheleinenpfosten bei seinem anschließenden Kampf umgerissen.

Mit einer größeren Leinendecke wurde der Vogel abgedeckt, eingewickelt und behutsam in eine Transportbox gelegt und zur Kleintierklinik Köllertal gefahren. Zusammen mit den anwesenden Tierärztinnen  wurde der Uhu aus den Fängen der Wäscheleine befreit. „Wir mussten feststellen, dass die Schnur sich mehrmals um den Hals und um jeden Flügel verwickelt hatte. Die Leinen mussten mehrmals durchschnitten werden, es lag erfreulicherweise kein Flügelbruch vor; lediglich das Federkleid wurde im Halsbereich in Mitleidenschaft gezogen“, stellte Christoph Scherer nach der Befreiung erleichtert fest. 

Der Uhu ist die größte lebende Eulenart der Erde. Er jagt kleine bis mittelgroße Säugetiere, darunter auch Füchse, Marder, Igel und auch Vögel, wie Krähen,Tauben und  Falken.

Sie können Beutetiere im Flug wegtragen, die etwa zwei Drittel ihres eigenen Körpergewichtes betragen. Die Kraftentwicklung ist mit der enormen Spannweite von 160-170 cm zu erklären und macht  so auch den umgerissenen Gartenpfosten verständlich .Im Saarland war er ausgestorben.“ Mittlerweile haben sich die Bestände gut erholt und wir schätzen bis 20 Brutpaare im Saarland, die oft in Sandgruben und Steinbrüchen brüten“ erklärt Ernst Kollmann von der Eulen-AG des NABU-Landesverbandes.

Nach der Befreiungsaktion wurde der Uhu in die WiVo-Auffangstation im Haus Waldkauz (Ritterstraße) gebracht und medizinisch versorgt. Inzwischen ist er in Weiskirchen in der Auffangstation für Greifvögel gelandet und kann sicher bald wieder in Göttelborn ausgewildert werden.

Die Knackgeräusche sind nun nicht mehr zu hören, denn die mit dem Schnabel erzeugten Drohgebärden sind überflüssig geworden.

 

Mehlschwalben erfolgreich ausgewildert

Mehl- und Rauchschwalben sowie Mauersegler sind Kulturfolger und haben ihren Lebensraum in Dörfer und Städte verlagert. Häuser, Kirchen, Ställe und Tiefgaragen sind für sie Ersatz-Felslandschaften, in denen sie Spalten, Ritze und Höhlen suchen, um dort Nester zu bauen und den Nachwuchs aufzuziehen.  Genau dies ist aber heute ihr Problem: Sanierungsmaßnahmen an Fassaden und Dächern führen dazu, dass die Schwalben ihre Quartiere verlieren. Ein weiteres Problem ist der Verlust an Lehmpfützen, wo sie das Baumaterial für ihre Nester finden. Kein Wunder deshalb, dass auch in diesem Jahr wieder Nester von Mehlschwalben komplett abbrachen, die jungen Schwalben landeten dann in der Wildvogelauffangstation (WiVo) Köllertal.

Über 20 Mehlschwalbenjunge waren in den letzten Wochen dort angekommen, 18 Mehlschwalben davon konnten nun erfolgreich in die freie Natur entlassen werden, nachdem sie vom Nestlings- bis zum Ästlingstatus im Haus Waldkauz (Bildchenstraße) hochgepäppelt wurden.

 

 

Als Vorbereitung auf die Auswilderung mussten die Mehlschwalben ihr Futter im Fliegen ergattern
Foto: Christoph Böhme

Kurz nachdem sie flügge geworden waren, wurden sie zunächst einmal in einem speziell präparierten Raum mit abgehängten Fensterscheiben fliegen gelassen, damit sie ihre Flugmuskulatur vollständig ausbilden und kräftigen konnten. Zudem wurde Ihnen das Fangen von Fliegen und Heimchen (wie man die Futtergrillen bezeichnet) antrainiert. Dabei ist das Fliegenfangen unbedingt erforderlich, da sie in der freien Natur dies von ihren Eltern beigebracht bekommen.

Anke Scherer (li) und Michèle Fugmann entlassen die Mehlschwalben in die Freiheit
Foto: Hans-Adolf Klein

Ausgewildert wurden die Mehlschwalben in der Paul-Marienstraße und Ringstraße im Püttlinger Stadtteil Ritterstraße, wo schon seit Jahren Schwalbennester an den Häusern gehegt und gepflegt werden.  Dort fanden die Jungvögel dann gleich Anschluss an eine bereits bestehende Kolonie. Bleibt zu hoffen, dass die Schwalben auch Ende August den Flug nach Afrika meistern und sich im nächsten Jahr dann als Brutvögel wieder auf der Ritterstraße einfinden.

Umweltministerium stellt personelle Unterstützung der Wildvogelauffangstation sicher

Umweltstaatssekretär Roland Krämer hat an den stellvertretenden Landesvorsitzenden des NABU-Landesverbandes Saarland, Rudi Reiter, einen Zuwendungsbescheid über 20.000 Euro überreicht. Die finanziellen Mittel sollen die personelle Unterstützung für die Wildvogelauffangstation in Püttlingen bis Ende 2017 sicherstellen.

Die Wildvogelauffang- und Pflegestation wurde am 6. Mai dieses Jahres offiziell eröffnet. Vorausgegangen war eine Initiative des NABU-Landesverbandes, des Tierschutzbeauftragen, der NABU-Ortsgruppen Köllertal und Riegelsberg sowie der Natur- und Vogelschutzvereine Köllerbach und Püttlingen, die als „Netzwerk Wildvogelhilfe im Saarland“ den Aufbau einer zentralen Auffang- und Pflegestation für notleidende Vögel vorantrieben.

„Die Wildvogelauffangstation ist eine wichtige Einrichtung im Saarland, die für den Arten- und Tierschutz von enormer Bedeutung ist“, betont Staatssekretär Krämer. „Seit der Eröffnung ist das Team in der Station ohne Unterbrechung im Einsatz und hilft kranken oder notleidenden Vögeln. Als Ministerium unterstützen wir dieses Engagement, indem wir die Kosten für zwei hauptamtliche Helfer bis Ende 2017 übernehmen.“

Die während des Betriebs der Station anfallenden laufenden Kosten wie Futter, Tierarztkosten, Medikamente, Fahrtkosten oder Ähnliches werden ebenfalls vom Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel von etwa  10.000 Euro im Jahr getragen.

Fotoquelle: Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (MUV)
Personen: Rudi Reiter (links), Roland Krämer (2.v.r.)

Über 550 Vögel in den ersten beiden Monaten des Betriebs der Wildvogelauffangstation

Seit 2 Monaten ist die Wildvogelauffangstation Köllertal jetzt in Betrieb und über 550 Vögel wurden bereits im Haus Waldkauz in der Püttlinger Bildchenstraße aufgenommen. Es handelt sich  meist um Jungvögel, die aus dem Nest gefallen sind und dann von freiwilligen Helfer/innen aufgepäppelt wurden und in Volieren auf die Freiheit vorbereitet wurden.

Augenblicklich sind es wieder viele Rauch- und Mehlschwalben sowie Mauersegler, die aus den Nestern fallen und dann von aufmerksamen Menschen in die Auffangstation gebracht werden.

Foto: HJ Schmidt

Gut klappt die Zusammenarbeit mit der Greifvogelauffangstation in Weiskirchen-Rappweiler und Blieskastel, die bereits mehrere Turmfalken, Waldkäuze und Mäusebussarde aus dem Köllertal aufgenommen haben. Auch mit der Köllertaler Kleintierklinik von Dr. Hans-Friedrich Willimzik arbeitet man intensiv zusammen: verletzte Jungvögel, aber auch Altvögel, die gegen Fenster oder Fahrzeuge fliegen, werden hier kostenlos erstversorgt und kommen dann anschließend in die Auffangstation, wo sie anschließend auf die Auswilderung vorbereitet werden. Die Zahl der Helfer/innen, die das  Kernteam von 5 Personen unterstützen, ist mittlerweile auf über 10 angestiegen, dennoch kann weitere Unterstützung gebraucht werden, denn Futter muss vorbereitet werden, Käfige müssen gereinigt werden und schließlich  müssen Vögel von morgens 7 Uhr bis abends 21 Uhr gefüttert werden.

Wer dabei mithelfen will, kann sich mit der Auffangstation unter 0173-9422001 in Verbindung setzen.

Wer die aufwendige und wichtige Arbeit finanziell unterstützen will, kann dies durch eine Spende auf das Konto IBAN: DE 86590501010067092015 bei der Sparkasse Saarbrücken tun. 

Foto: HJ Schmidt

Reger Andrang bei der Wildvogelauffangstation

Seit dem 1. Mai gibt es jetzt bereits die Wildvogelauffangstation (WiVo)in Püttlingen und die Überraschung ist groß, denn es wurden im ersten Monat über 200 hilflose Jungvögel und verletzte Wildvögel im Haus Waldkauz in der Püttlinger Bildchenstraße abgegeben.  Ein Teil davon wurde bereits ausgewildert, dennoch müssen täglich etwa 150 Vögel gefüttert werden. Das ist natürlich personell eine große Herausforderung, denn von morgens 7 Uhr bis abends 21 Uhr müssen diese Vögel mit Mehlwürmern, Heimchen oder aufgetauten Fleischstückchen versorgt werden. Die meiste Arbeit muss für die noch nackten Nestlinge und die Körnerfresser aufgewendet werden, denn sie bekommen eine Mischung aus Drohnenbrut und zerkleinerten Körnern.

 „Wir freuen uns, dass sich mittlerweile über 20 Unterstützer  eingefunden haben und unter Anleitung beim Füttern helfen, dennoch suchen wir weitere Helfer/innen, die stundenweise uns unterstützen können“, bittet Christoph Scherer um weitere Unterstützung. Kontaktaufnahme mit der WiVo unter 0173-9422001

Finanziell mussten im Mai bereits über 500 € für Futtermittel ausgegeben werden. Deshalb sucht Anke Scherer weitere Unterstützer, die durch eine Spende die Arbeit in der Wildvogelauffangstation unterstützen wollen. Spenden bitte auf das Konto der Wivo überweisen:

IBAN: DE 86 590501010067092015

Aufbau einer Wildvogelauffangstation

Die Versorgung verletzter oder verwaister Wildvögel wird im Saarland ausschließlich durch ehrenamtlich aktive Privatpersonen geleistet, die oft die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit - wie etwa bei der Katastrophe mit den Mauerseglern im Sommer 2015 - erreichen.

Um dieser Misere entgegenzusteuern, wollen wir eine Wildvogelauffangstation aufbauen. Wir verstehen dieses ambitionierte Projekt nicht als ein reines NABU-Projekt, andere Vereine und Schutzorganisationen - aber auch Privatpersonen - sind eingeladen, sich daran aktiv zu beteiligen:

Wir gründen ein neues Team und brauchen DICH!

Du magst Tiere und Natur ...

... und möchtest aktiv etwas für Natur- und Artenschutz tun?
Dann mach mit in der Wildvogelauffangstation Köllertal 
und dem Netzwerk „Wildvogelhilfe im Saarland“
 

Du hast große Freude mit Tieren umzugehen? Du willst im Team etwas bewegen,

bist 100 % zuverlässig und willst Zeit aufbringen, aktiv etwas für Natur- und Artenschutz zu tun? Dann bist Du bei uns absolut richtig!

 

Vögel kommen oft direkt oder indirekt durch Menschen zu Schaden. Straßenverkehr,

Fensterscheiben, achtlos weggeworfene Angelhaken und -schnur, Stacheldraht, industrialisierte Landwirtschaft, toxische Stoffe, Heckenschnitt während der Brutphase und zerstörte Lebens-räume sind hier als nur einige vom Menschen verursachte Gefahrenquellen zu nennen. Deshalb müssen wir dagegen steuern, damit verletzte Tiere und verwaiste Jungvögel eine Chance haben. Das Ziel ist es, alles Erdenkliche für die Tiere zu tun und sie dann gesund wieder in die Freiheit zu entlassen!

 

Deshalb suchen wir:

- ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die in der Wildvogelauffangstation 

im Köllertal die Aufzucht und Pflege hilfsbedürftiger Vögel 

sowie in diesem Zusammenhang stehende andere Aufgaben übernehmen,

 

- einzelne ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer, die in Zusammenarbeit 

und mit Unterstützung der Wildvogelauffangstation die Aufzucht und Pflege 

fach- und sachkundig bei sich zu Hause durchführen

 

und so gemeinsam das Netzwerk „Wildvogelhilfe im Saarland“ bilden.

 

Wir benötigen das Pflegeteam, das die kranken oder verletzten Vögel fachgerecht versorgt sowie Vogel-Ersatz-Mütter und -Väter, die helfen, die Jungvögel aufzuziehen.

 

Und wir brauchen das Helferteam: Auch wenn man vielleicht nicht im Pflegeeinsatz dabei sein möchte/kann, aber über ein Auto oder über Zeit verfügt: Tiere müssen zum Tierarzt, oder ein gefundener Vogel muss transportiert werden. Das Säubern der Volieren und Nester sowie das Besorgen von Futtermitteln sind ebenfalls wichtige Aufgabenbereiche. Die Übernahme des Telefondienstes unterstützt ebenfalls die Arbeit der Station und des Netzwerks. Auch sind geschickte Handwerker/innen gefragt, die Brutboxen und Volieren aufbauen oder andere Reparatur- und Wartungsarbeiten auszuführen. 

Vielleicht ist eine Aufgabe dabei, die Dir Spaß machen könnte?

 

 

Damit wir gut für die zukünftigen Aufgaben gerüstet sind, wollen wir uns gemeinsam mit dem Besuch einer Vortragsreihe bei der VHS, die ab dem 17.09.2015 beginnt, vorbereiten. Denn nur mit fach- und sachkundigen Kenntnissen können Vögel optimal gepflegt und aufgezogen werden!

Von Vogel-Spezialisten, Pflegeexperten und Tierärztinnen erfahren wir alles über die Welt der Vögel, ihre Lebensweise, ihr Brutverhalten, Futtergewohnheiten u. s. w.. Wir werden uns informieren können über auftretende Krankheiten, Pflegemaßnahmen, die richtige Fütterung sowie auch über arten- und naturschutzrechtliche Grundlagen. So bereiten wir uns gemeinsam optimal für alle Aufgaben vor, die uns erwarten! 

 

 

Die Wildvogelauffangstation im Köllertal

und das Netzwerk „Wildvogelhilfe im Saarland“

- gemeinsam und mit Deiner Mithilfe wird das gelingen!

 

Melde Dich per E-Mail für die Teilnahme an der Vortragsreihe und als zukünftiges Teammitglied bei der „Wildvogelhilfe im Saarland“ an unter: nabu-koellertal@gmx.de