Blühende Vorgärten im Köllertal

Vorgärten als Zwischenräume zwischen Haus und Straße liegen eigentlich im Blickfeld der Öffentlichkeit. Das heißt aber noch lange nicht, dass sie immer einen erfreulichen Anblick bieten und durch Blütenvielfalt ein Dorado für Bienen, Hummeln oder Schmetterlinge sind.

Ganz im Gegenteil: Oft präsentieren sich die „Visitenkarten“ der Häuser als reine Kieswüsten, die keinem einzigen Tier Lebensraum oder Nahrung bieten. Um zu zeigen, dass es auch anders geht, riefen der Obst- und Gartenbauverein Etzenhofen, der Imker-Kreisverband Saarbrücken sowie der NABU Köllertal gemeinsam einen Wettbewerb „Blühende Vorgärten“ für 2014 aus. 9 Gartenbesitzer aus dem gesamten Köllertal meldeten ihre blühenden Vorgärten, eine Jury begutachtete die Gärten im Frühjahr, Sommer und Herbst 2014.

Das Ergebnis stellte nun Dr. Susanne Meuser bei der abschließenden Preisverleihung vor. Sie präsentierte dabei Bilder von „alten Gärten“ mit Beerensträuchern und auch Gemüse im Vorgarten,, Kräutergärten mit Lavendel und Boretsch, aber auch Neubaugärten mit Klatschmohn und Phacelia.

Sie plädierte dabei für die Pflanzung von einheimischen Blumen und Sträuchern, die auch nach dem Verblühen nicht sofort beseitigt werden sollten: „Auch Laub und abgestorbene Pflanzen sind ein wichtiger Lebensraum für unsere Insekten“. Für alle Teilnehmer beim 1. Vorgartenwettbewerb gab es anschließend einen Pflanzengutschein über 50 €, gestiftet von den 3 beteiligten Vereinen und der  Baumschule Fauß (Heusweiler-Holz) sowie einen Vogelnistkasten.

Die geehrten Hobby-Gärtner Monika Eckstein, Elke und Peter Gramm, Karin und Josef Himbert, Hildegard und Edgar Rupp, sowie die Familien Sutor, Rink und Schneider aus Köllerbach, Familie Berg (Riegelsberg) und Familie Groß (Heusweiler) waren an diesem Abend Gäste der Stadt Püttlingen, die den Wettbewerb vorbildlich unterstützte. Im Festsaal des Püttlinger Schlösschens bedankte sich Bürgermeister Martin Speicher bei allen, die Arbeit und Zeit investieren, um Blumen, Kräuter und Sträucher zu pflegen und damit auch einen Beitrag zur Verschönerung des Stadtbildes leisten. Umweltstaatssekretär Roland Krämer dankte den Organisatoren des Wettbewerbs Harald Krauss, Dr. Susanne Meuser und Hans-Joachim Schmidt und lobte die Arbeit der vielen Imker, die durch blühende Vorgärten unterstützt werden. Nach einem Ausblick auf das Dekade-Projekt „Naturnahes Köllertal“ lud die Stadt Püttlingen „trotz knapper Finanzen“ zum Umtrunk ein.